Anzeige

Anzeige

Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten

Anzeige


Home » Tierkrankheiten » Kaninchenkrankheiten » Tyzzer’s Disease beim Kaninchen

Tyzzer’s Disease beim Kaninchen

 

Diesen Artikel teilen:

 

Lesen Sie in diesem Artikel:

Kaninchen

Vor allem für junge Kaninchen kann die Tyzzer’s Disease gefährlich sein. Foto: vetproduction

Definition:

Was ist die Tyzzer‘s Disease beim Kaninchen?

Anzeige

Die Tyzzer’s Disease ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Clostridium piliforme ausgelöst wird. Die Erkrankung kommt vor allen Dingen bei Kaninchen und Nagetieren, wie zum Beispiel Ratten, Meerschweinchen und Hamstern, vor. Aber auch zahlreiche andere Säugetiere können sich mit dem Erreger infizieren.

Clostridium piliforme wird in erster Linie über verschmutztes Futter oder über die Einstreu übertragen. Nachdem der Erreger über den Mund in den Körper gelangt ist, siedelt er sich zunächst im Darmtrakt an. Von hier aus breitet er sich über Blut und Lymphgefäße aus und besiedelt dabei die Leber und das Herz.

Die Tyzzer’s Disease führt bei Kaninchen zu sehr schweren, akuten Durchfällen. Allerdings kommt es nicht bei allen Kaninchen, die den Erreger in sich tragen, zwangsläufig zum Ausbruch der Tyzzer’s Disease. Viele Kaninchen tragen den Erreger dauerhaft in sich, ohne Symptome zu entwickeln.

Als wichtige Auslöser der akuten Erkrankung gelten Stress und Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken. Besonders häufig erkranken Jungtiere im Alter von drei bis acht Wochen, die frisch von der Mutter getrennt wurden. Die mit dem Durchfall einhergehenden Wasserverluste führen meistens innerhalb weniger Tage zum Tod des erkrankten Kaninchens.

 

Ursachen:

Was sind die Ursachen für die Tyzzer‘s Disease beim Kaninchen?

Anzeige

Die Tyzzer’s Disease beim Kaninchen wird durch das Bakterium Clostridium piliforme ausgelöst. Bislang ist der genaue Mechanismus, wie die Krankheit entsteht, noch unzureichend erforscht. Die Jungtiere nehmen den Erreger vermutlich über ihr Maul oder während der Trächtigkeit über den Mutterkuchen (Plazenta) der Mutter auf. Clostridium piliforme ist allerdings nicht alleinig für den Ausbruch der Tyzzer’s Disease verantwortlich.

In vielen Fällen sind Kaninchen mit Clostridium piliforme infiziert, weisen aber keinerlei Symptome der Tyzzer’s Disease auf. Stress bei Jungtieren scheint den Ausbruch der Erkrankung zu begünstigen. Ein allgemein geschwächtes Immunsystem gilt ebenso als Auslöser für den Ausbruch der Krankheit.

Problematisch für die systematische Bekämpfung der Tyzzer’s Disease in Kaninchenzuchten ist die Tatsache, dass Clostridium piliforme Formen bilden kann – sogenannte Sporen – die ein Jahr und länger überlebensfähig sind. Kaninchen, die das Bakterium in sich tragen ohne daran zu erkranken, stellen eine permanente Gefahr für andere Tiere in derselben Zucht dar, da sie den Erreger dauerhaft ausscheiden.

 

Symptome:

Wie äußert sich die Tyzzer‘s Disease beim Kaninchen?

In den meisten Fällen tritt die Tyzzer’s Disease beim Kaninchen akut auf. In der Regel sind Jungtiere betroffen, die zwischen drei und acht Wochen alt sind. In der akuten Form führt die Erkrankung zu massiven Durchfällen, die oft bereits innerhalb von 48 Stunden zum Tod führen. Dies ist eine Folge des starken Flüssigkeits- und Mineralstoffverlusts.

In seltenen Fällen nimmt die Tyzzer’s Disease einen chronischen Verlauf, in dem die Durchfälle sich mit Phasen der Stabilisierung abwechseln. Die betroffenen Kaninchen magern in der Regel stark ab, haben ein struppiges Fell und eine verringerte Kondition.

Lesen Sie jetzt weiter in diesem Artikel:

Diesen Artikel teilen:

Anzeige

Anzeige

Aktuelle Umfrage
Empfinden Sie die Tierarztkosten als zu hoch?
  • Ja 82%, 262 votes
    262 votes 82%
    262 votes - 82% von allen Abstimmungen
  • Nein 18%, 58 votes
    58 votes 18%
    58 votes - 18% von allen Abstimmungen
Abstimmungen insgesamt: 320
Freitag, 15. September 2017
Aktuelle Stellenangebote
Newsletter abonnieren
Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin