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Ohrräude beim Kaninchen

 

Lesen Sie in diesem Artikel:

Diagnose:

Wie wird eine Ohrräude beim Kaninchen diagnostiziert?

Zur Diagnose einer Ohrräude untersucht der Tierarzt das betroffene Kaninchen. Bei der körperlichen Untersuchung achtet er auf Besonderheiten wie den Allgemeinzustand des Kaninchens, Fellveränderungen (wie Haarausfall beim Kaninchen) und Entzündungen. Um die genaue Diagnose der Ohrräude beim Kaninchen stellen zu können, untersucht er die Ohren und veränderte Bereiche (zum Beispiel Kopf und Hals) näher. Dazu verwendet der Tierarzt ein spezielles Vergrößerungsglas zur Ohrenspiegelung (Otoskop). Hiermit kann er meist schon die Milben erkennen.

Die Diagnose einer Ohrräude beim Kaninchen ist mit einem Ohrtupfer möglich (Tupferprobe). Dazu nimmt der Tierarzt eine Tupferprobe des Sekrets aus dem Gehörgang und untersucht sie mikroskopisch. Bei einer Ohrräude sind die Milben sowie deren Eier und Larvenstadien in dem Ausstrich der Probe meist deutlich zu erkennen. Ist das Ohr des Kaninchens stark entzündet, entnimmt der Tierarzt oftmals einen weiteren Ohrabstrich, um die Erreger der Entzündung (meist Bakterien) nachzuweisen und im Labor anzüchten zu lassen.

Behandlung:

Wie kann eine Ohrräude beim Kaninchen behandelt werden?

Zur Behandlung der Ohrräude beim Kaninchen säubert der Tierarzt zunächst vorsichtig die Ohren des Tieres. Dabei entfernt er Sekret, Ohrenschmalz und nur die locker sitzenden Hautkrusten. Für die Therapie der Ohrräude sind Wirkstoffe geeignet, welche die Milben abtöten (Akarizide). Der Tierarzt wendet sie äußerlich an, etwa als Salbe, Tinktur oder als sogenanntes Spot-on-Präparat. Sind die Ohren des Kaninchens entzündet, erhält das Tier Antibiotika, welche die Bakterien abtöten oder im Wachstum hemmen. Teilt sich das betroffene Kaninchen den Stall mit Artgenossen, so müssen auch diese gegen die Ohrmilben behandelt werden.

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Die Behandlung der Ohrräude beim Kaninchen erfordert Zeit. Der Kaninchenhalter wendet die entsprechenden Wirkstoffe über einige Wochen bei seinem Kaninchen an. Gleichzeitig ist es wichtig, dass er die Ohren des Tieres regelmäßig reinigt. Keinesfalls sollte man die Krusten entfernen, da dies für das Kaninchen schmerzhaft ist und sich das Ohr weiter entzünden kann. Trägt man stattdessen spezielle Wundsalbe auf, fördert dies beim Kaninchen die Heilung der Ohrräude. Nach wenigen Wochen gehen die Borken vollständig zurück. Hat eine Ohrräude beim Kaninchen zu einem Abszess oder Blutohr geführt, rät der Tierarzt meist zu einem kleinen chirurgischen Eingriff.

Prognose:

Wie ist die Prognose einer Ohrräude beim Kaninchen?

Eine Ohrräude beim Kaninchen hat in der Regel eine gute Prognose. Wichtig ist jedoch, das Kaninchen gegen die Milben zu behandeln. Bei einer konsequenten Therapie gehen die Beschwerden beim Kaninchen meist vollständig wieder zurück. Nach einigen Wochen sind die Ohren dann wieder frei von Milben und Borken.

Selbst wenn eine Ohrräude beim Kaninchen zu Entzündungen geführt hat, ist die Prognose bei entsprechender Behandlung gut. Ohne Therapie sind jedoch Komplikationen möglich. So kann sich ein Blutohr oder Abszess beim Kaninchen ausbilden. Auch ist es möglich, dass die Entzündung weiter in das Mittelohr (Mittelohr-Entzündung, Otitis media) oder ins Innenohr (Innenohr-Entzündung, Otitis interna) vordringt.

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