Nachhand-Lähmung beim Kaninchen

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Definition:

Kaninchen beim Tierarzt

Die Läufe dieses Kaninchens zeigen keine Nachhand-Lähmung. Foto: vetproduction

Was ist eine Nachhand-Lähmung beim Kaninchen?

Eine Nachhand-Lähmung beim Kaninchen bedeutet, dass das Tier seine hinteren Läufe nicht mehr oder nur noch teilweise bewegen kann. Bei einer Nachhand-Lähmung zieht das betroffene Kaninchen seine Hinterbeine hinter sich her beziehungsweise ist nicht mehr in der Lage, sich fortzubewegen. Teilweise erinnert die Körperhaltung des Kaninchens durch die nach hinten gestreckten Beine an eine Robbe.

Eine Nachhand-Lähmung beim Kaninchen kann verschiedene Ursachen haben und zum Beispiel nach einem Unfall oder Bandscheibenvorfall auftreten. Oftmals sind auch Mangelerkrankungen, Vergiftungen oder bestimmte Parasiten (Encephalitozoon cuniculi oder Toxoplasmen) der Auslöser einer Nachhand-Lähmung beim Kaninchen.

Ursachen:

Welche Ursachen hat eine Nachhand-Lähmung beim Kaninchen?

Verschiedene Ursachen können eine Nachhand-Lähmung beim Kaninchen auslösen. Mögliche Auslöser einer Nachhand-Lähmung sind unter anderem:

  • Infektion mit bestimmten Parasiten (Enzephalito-Zoonose, Toxoplasmen): Sie können bei Abwehrschwäche verschiedene Organe befallen und unter anderem auch Kopfschiefhalten beim Kaninchen  auslösen.
  • Bandscheibenvorfall: Verändert eine Bandscheibe seine Lage, kann sie auf Nerven drücken und Lähmungen hervorrufen.
  • Verletzungen der Hinterläufe: Starkes Aufklopfen mit den Hinterläufen kann die Nerven schädigen und zu einer Nachhand-Lähmung führen. Unfälle sind ebenfalls häufige Ursachen einer Lähmung beim Kaninchen.
  • Eine Knochenentzündung (Osteomyelitis) ist als Spätfolge nach Knochenbrüchen der Hinterläufe möglich.
  • Verletzungen der Wirbelsäule: Unfälle können eine Nachhand-Lähmung beim Kaninchen zur Folge haben. Dies kann passieren, wenn man wehrhafte Kaninchen ungünstig festhält und es zum Beispiel zu Wirbelbrüchen kommt.
  • Mangel an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen
  • Vergiftungen beim Kaninchen
  • In einigen Fällen hat eine Nachhand-Lähmung beim Kaninchen auch angeborene Ursachen (genetischer Defekt).

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Symptome:

Wie äußert sich eine Nachhand-Lähmung beim Kaninchen?

Eine Nachhand-Lähmung beim Kaninchen zeigt sich durch typische Symptome. Der Tierbesitzer bemerkt zum Beispiel, dass sich sein Kaninchen nicht oder kaum noch bewegt. Der Versuch zu hoppeln, endet oftmals darin, dass sich das Kaninchen nur noch an den Vorderpfoten nach vorne zieht. Die Nachhand-Lähmung kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

In einigen Fällen treten beim Kaninchen neben der Nachhand-Lähmung noch weitere Symptome auf, zum Beispiel eine gleichzeitige Lähmung der Vorderbeine (Tetraplegie), Probleme beim Harn- und Kotabsatz oder eine Inkontinenz. Da sich gelähmte Tiere wenig bewegen, löst dies teilweise zusätzliche Erkrankungen aus. Von einer Nachhand-Lähmung betroffene Kaninchen zeigen zum Beispiel dauerhafte Symptome von Wundsitzen (Dekubitus, Wunde Läufe).

Welche Symptome weiterhin beim Kaninchen auftreten, richtet sich nach der jeweiligen Ursache der Nachhand-Lähmung. Bei einer Vergiftung etwa wirkt das Kaninchen häufig benommen oder zeigt andere Störungen, wie zum Beispiel Krämpfe oder starkes Speicheln. Unfälle dagegen können zu weiteren Verletzungen wie Knochenbrüchen oder blutenden Wunden führen. Liegt eine sogenannte Enzephalito-Zoonose vor, zeigen sich als Symptome beim Kaninchen neben der Nachhand-Lähmung häufig auch Kopfschiefhalten oder häufiges Trinken (Polydipsie).

 

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