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Kinndrüsen-Entzündung beim Kaninchen

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Futter

Bei einer besonders schmerzhaften Kinndrüsen-Entzündung verweigert das Kaninchen sein Futter. Foto: vetproduction

Was ist eine Kinndrüsen-Entzündung beim Kaninchen?

Eine Kinndrüsen-Entzündung kommt bei Kaninchen eher selten vor. Die Kinndrüsen (Submandibular-Drüsen) sind Duftdrüsen, die unterhalb des Unterkiefers liegen. Sowohl männliche als auch weibliche Kaninchen besitzen Kinndrüsen, mit denen sie die Umgebung „markieren“ können.

Die Kinndrüsen sondern ein Sekret ab, das einen für jedes Kaninchen charakteristischen Geruch aufweist. Vor allem Männchen und dominante Weibchen streichen mit dem Kinn über Gegenstände, wodurch sie ihren Duft aus den Kinndrüsen in ihrem Revier verteilen. Verschiedene Hormone regeln, wie stark die Drüsen aktiv sind. Die Drüse kann von verschiedenen Krankheitskeimen befallen werden und sich entzünden, oftmals hervorgerufen, wenn das Kaninchen sich häufig und stark an Gegenständen reibt.

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Ursachen:

Welche Ursachen hat eine Kinndrüsen-Entzündung beim Kaninchen?

Ursachen einer Kinndrüsen-Entzündung beim Kaninchen sind Infektionen mit verschiedenen Krankheitskeimen. Die Haut des Kaninchens ist mit verschiedenen Bakterien besiedelt (Hautflora), ohne dass es zu einer Entzündung kommt. Gelangen solche Hautkeime in die Kinndrüsen, finden sie hier oftmals optimale Bedingungen vor, um sich zu vermehren („Standortwechsel“). Das Sekret der Kinndrüsen dient den Bakterien als Nahrung. Übermäßige Bakterienbesiedelung aktiviert das Abwehrsystem des Kaninchens und ruft eine Kinndrüsen-Entzündung hervor. Möglicherweise können auch Hormonschwankungen beim Kaninchen bewirken, dass die Kinndrüsen übermäßig Sekret produzieren und sich Bakterien stark vermehren können.

Ursachen einer Kinndrüsen-Entzündung beim Kaninchen sind außerdem Verletzungen der Haut am Kinn. Reibt das Kaninchen beim Markieren des Reviers häufig mit dem Kinn an verschiedenen Gegenständen, kann es sich die Haut wund reiben oder verletzen. Selbst feine Läsionen der Haut an der Kinndrüse können Ursachen einer Entzündung sein. So können Krankheitserreger und auch ansonsten harmlose Keime tiefer ins Gewebe eindringen. Dies aktiviert Abwehrzellen der Haut, die Entzündungsbotenstoffe ausschütten. Die Botenstoffe bewirken, dass sich die Haut am Kinn des Kaninchens rötet und anschwillt. Später bildet sich meist Eiter, vor allem bei Infektionen mit typischen Eiterbakterien (zum Beispiel Staphylokokken).

Symptome:

Wie äußert sich eine Kinndrüsen-Entzündung beim Kaninchen?

Eine Kinndrüsen-Entzündung beim Kaninchen bemerkt man als Kaninchenbesitzer anhand typischer Symptome:

  • Die Kinndrüsen des Kaninchens sind geschwollen. Dies erkennt man als Schwellung der Haut unterhalb des Unterkiefers.
  • Es sind offene Wunden, Hautrötungen oder andere Symptome einer Entzündung erkennbar. Eventuell tritt Eiter aus.
  • Das Kaninchen reagiert mit Schmerz, wenn man es an der entzündeten Stelle berührt.
  • Bei einer besonders schmerzhaften Kinndrüsen-Entzündung verweigert das Kaninchen sein Futter (Fressunlust beim Kaninchen) und knirscht mit den Zähnen.
  • Schreitet die Kinndrüsen-Entzündung weiter fort, zieht sich das Kaninchen zurück und wirkt apathisch.

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