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Kieferabszess beim Kaninchen

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Kaninchen beim Tierarzt

Zur Diagnose eines Kieferabszesses untersucht der Tierarzt den Maulraum des Kaninchens. Foto: vetproduction

Was ist ein Kieferabszess beim Kaninchen?

Ein Kieferabszess ist eine Entzündung, die häufig auf Zahnkrankheiten beim Kaninchen zurückgeht. Bei einem Kieferabszess handelt es sich um eitrig entzündetes Gewebe im Maulraum beziehungsweise Kiefer, das von derbem Gewebe (Abszess-Kapsel) umgeben ist.

Solche Entzündungen können entstehen, wenn Bakterien aus der Nahrung in Hohlräume zwischen Zahn und Zahnfleisch (Zahntaschen) eindringen, etwa bei locker sitzenden Zähnen durch Zahnfehlstellungen des Kaninchens. Oftmals verursacht auch ein fehlerhaftes Zahnwachstum diese Abszesse – die Zähne wachsen statt in die Maulhöhle in Richtung des Kieferknochens ein.

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Ursachen:

Welche Ursachen hat ein Kieferabszess beim Kaninchen?

Ein Kieferabszess beim Kaninchen kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. In den meisten Fällen verursachen Zahnprobleme wie zu lange oder falsch wachsende Zähne einen Kieferabszess. Erhält das Kaninchen faserarmes Futter, schilfern sich die Zähne nicht genügend ab und werden schließlich zu lang. Dadurch ist der Biss nicht optimal. Oftmals liegen auch angeborene Zahnfehlstellungen vor, die nicht unbedingt durch die Fütterung zu beeinflussen sind. Aufgrund der falschen Belastung beim Beißen lockern sich die Zähne und wachsen zum Teil nicht mehr nur nach oben in die Maulhöhle, sondern auch nach unten in den Kiefer. Durch die lockeren Zähne und durch die schlechte Zahnqualität können Bakterien sich viel leichter ansiedeln und zu Abszessen führen.

Die eigentlichen Ursachen eines Kieferabszesses beim Kaninchen sind bestimmte Bakterien, die sich im Gewebe vermehren. Sie nisten sich vor allem in den Zahntaschen und Zahnwurzeln ein und sondern bestimmte Stoffe ab, die das Gewebe auflösen. Das Abwehrsystem des Kaninchens reagiert darauf, indem es die Bakterien bekämpft und es so zu einer Entzündung kommt. Außerdem bildet sich eine Kapsel um den Abszess aus, welche die Entzündung umschließt. Bricht ein Kieferabszess auf, können sich die Krankheitskeime weiter ausbreiten. Ursachen eines Kieferabszesses beim Kaninchen können auch Bakterien sein, die von benachbarten Entzündungen auf den Kiefer übergehen oder über das Blut von weiter entfernten Eiterherden einschwemmen.

Symptome:

Wie äußert sich ein Kieferabszess beim Kaninchen?

Einen Kieferabszess beim Kaninchen bemerkt man als Tierhalter anhand verschiedener Symptome. Oftmals kann man den Abszess durch eine Schwellung bereits mit dem bloßen Auge erkennen. In einigen Fällen lässt sich der Abszess selbst nicht direkt erkennen, da er tief im Gewebe verborgen liegt oder die hinteren Backenzähne betrifft. Eventuell bemerkt man eine Zahnfehlstellung beim Kaninchen durch zu lange Zähne. Teilweise wirkt das Gesicht verändert, sodass es etwa durch Schwellungen auf einer Seite asymmetrisch erscheint. Oftmals speichelt das Kaninchen stark und es fällt ein unangenehmer Maulgeruch auf.

Als Symptom eines Kieferabszesses zeigt das Kaninchen Fressunlust und magert schließlich ab. Eventuell wirkt es durch Schmerzen unruhig und es knirscht mit den Zähnen. In anderen Fällen sind von einem Kieferabszess betroffene Kaninchen ungewöhnlich ruhig (Apathie) und ziehen sich zurück. Breitet sich der Kieferabszess beim Kaninchen aus, können als weitere Symptome zum Beispiel Nasenausfluss, Tränenfluss und/oder ein vorstehendes Auge (Abszess hinter dem Auge, retrobulbärer Abszess) auftreten. Dadurch, dass die Kaninchen wenig fressen, sind als Komplikationen zusätzlich Verdauungsstörungen möglich.

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