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Kaninchensyphilis (Spirochätose)

 

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Kaninchen beim Tierarzt

Als Kaninchensyphilis (Spirochätose) bezeichnet man eine bakterielle Infektion der Schleimhäute des Kaninchens. Foto: vetproduction

Definition:

Was ist eine Kaninchensyphilis (Spirochätose)?

Als Kaninchensyphilis (Spirochätose) bezeichnet man eine bakterielle Infektion der Schleimhäute des Kaninchens. Sie wird durch Bakterien der Gattung Treponema cuniculi ausgelöst. Die Kaninchensyphilis ist eine stark ansteckende Erkrankung, die sich durch Entzündungen an den Schleimhäuten des Kaninchens bemerkbar macht, in der Regel zunächst in der Genitalregion. Im weiteren Verlauf bilden sich Geschwüre und Krusten an der Schnauze und an anderen Schleimhäuten. Die Übertragung erfolgt meist während des Deckens, aber auch durch sonstige Schleimhautkontakte kann ein Kaninchen sich bei einem anderen mit Kaninchensyphilis anstecken.

 

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Ursachen:

Was sind die Ursachen für eine Kaninchensyphilis (Spirochätose)?

Die Kaninchensyphilis wird durch Bakterien der Gattung Treponema cuniculi ausgelöst. Diese Bakterienart gehört zur Ordnung der Spirochäten und ist verwandt mit der Gattung Treponema pallidum, welche die Syphilis beim Menschen verursacht. Der Erreger der Kaninchensyphilis ist allerdings wirtsspezifisch – das bedeutet, er kann ausschließlich Kaninchen infizieren, keine anderen Tiere oder Menschen.

In den meisten Fällen überträgt sich die Kaninchensyphilis während des Deckens von einem Kaninchen auf das andere. Ebenso kann die Erkrankung durch sonstige Schleimhautkontakte übertragen werden, zum Beispiel durch Belecken. Aus diesem Grund können beispielsweise noch nicht geschlechtsreife Jungtiere an Kaninchensyphilis erkranken, deren Mütter mit Treponema cuniculi infiziert sind. So kann die Spirochätose sich schnell und unbemerkt in einem Zuchtbestand ausbreiten.

 

Symptome:

Wie äußert sich die Kaninchensyphilis (Spirochätose)?

Die Zeit von der Infektion bis zum Auftreten erster Symptome (Inkubationszeit) beträgt bei der Kaninchensyphilis einige Wochen bis mehrere Monate. Ein Kaninchen mit Kaninchensyphilis verliert zunächst Haare im Bereich der Genitalien und des Afters. Die darunter liegenden Hautstellen sind sichtbar entzündlich gerötet. In der Folge schwillt der betroffene Bereich an und sondert ein schleimiges Sekret ab. Zudem können sich in der Folge Bläschen, geschwürartige Hautveränderungen und Krusten bilden. Diese können sehr ausgeprägte, auffällige Formen annehmen.

Durch Belecken der infizierten Stelle breitet sich die Kaninchensyphilis häufig auch auf den Bereich der Raphe (Hasenscharte) aus, ebenso können die Lippen, die Kopfhaut oder die Augenlider betroffen sein. Besonders bei Zwergkaninchen kommt es dann auch im Kopfbereich zu Haarausfall, Rötungen und krustigen Hautwucherungen. Entzünden sich diese Hautpartien mit weiteren Bakterien (z.B. Staphylokokken), sprechen Tiermediziner von einer sekundären Infektion oder einer Superinfektion. In diesem Fall entsteht ein starker Juckreiz. Unbehandelt kann sich hieraus im Extremfall eine Blutvergiftung entwickeln.

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