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Harnsteine (Urolithiasis) beim Kaninchen

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Kaninchen

Harnsteine (Urolithiasis) kommen bei Kaninchen häufiger vor. Foto: vetproduction

Was sind Harnsteine (Urolithiasis) beim Kaninchen?

Harnsteine (Urolithiasis) kommen bei Kaninchen häufiger vor. Harnsteine entstehen, wenn Salze sich in den Harnwegen des Kaninchens auskristallisieren und dort feste oder schlammige Ablagerungen bilden. Diese Ablagerungen kommen häufig in den Ausscheidungsorganen (Nieren und Harnblase) des Kaninchens vor oder sie belegen die Harnwege. Kleine Harnsteine bei Kaninchen können unbemerkt bleiben; größere führen meist zu Beschwerden. Verstopfen Harnsteine die Harnwege, staut sich der Harn bis in die Nieren auf – Nierenschäden sind die Folge.

Die Harnwege des Kaninchens bestehen aus den Nieren, den Harnleitern, der Blase und der Harnröhre. Die Nieren bilden den Harn. Dazu filtern sie das Blut und entziehen diesem unter anderem Wasser, Schadstoffe und Salze. Der Harn sickert durch die Harnleiter und sammelt sich in der Blase. Uriniert das Kaninchen, entleert es seine Blase; dabei fließt der Urin über die Harnröhre ab.

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Ursachen:

Welche Ursachen haben Harnsteine (Urolithiasis) beim Kaninchen?

Harnsteine (Urolithiasis) beim Kaninchen haben verschiedene Ursachen. Generell kommen Harnsteine bei Kaninchen und Meerschweinchen häufiger vor als bei anderen Tieren. Das liegt an Besonderheiten im Stoffwechsel, denn Kaninchen und Meerschweinchen scheiden besonders viel Kalzium aus. Kalzium – ein wichtiges Mineral unter anderem für die Knochen – fördert im Urin Harnsteine und Harngrieß. Harnsteine sind harte Ablagerungen, während Harngrieß eher einer schlammigen Masse aus Sediment gleicht. Untersucht man solche Harnsteine im Labor, erkennt man ihre genaue chemische Zusammensetzung.

Harnsteine beim Kaninchen haben ihre Ursache unter anderem in der Ernährung. Zum Beispiel führt eine kalzium- und mineralstoffreiche Kost dazu, dass Kalzium und andere Mineralstoffe in besonders hoher Konzentration im Harn vorkommen – und als Sediment ausfallen. Mögliche Ursachen von Harnsteinen beim Kaninchen sind:

  • Wassermangel und Austrocknung (Exsikkose) des Kaninchens
  • Ein hohes Alter des Kaninchens
  • Ein natürlicherweise hoher pH-Wert des Urins (basischer Urin)
  • Entzündungen der Harnwege, zum Beispiel eine Blasenentzündung des Kaninchens
  • Große Mengen an kalziumreicher Kost, zum Beispiel Luzerne, Kohlrabi, Joghurtdrops und zu viel Trockenfutter und Kraftfutter
  • Veranlagung zu Harnsteinen des Kaninchens, z.B. angeborene Fehlbildungen der Harnwege
  • Übergewicht und Bewegungsmangel des Kaninchens

 Symptome:

Wie äußern sich Harnsteine (Urolithiasis) beim Kaninchen?

Harnsteine (Urolithiasis) können beim Kaninchen ohne Symptome bleiben. Je nach Art, Größe und Lage der Harnsteine sind jedoch Beschwerden möglich. Größere Steine oder eine große Menge Blasengrieß sind für das Kaninchen oftmals deutlich schmerzhafter als kleine Steine.

Wenn ein Harnstein die Harnwege versperrt, kommt es zu akuten Symptomen. Dann staut sich Harn bis zu den Nieren auf und kann zu einer schmerzhaften Nierenbecken-Entzündung bis hin zu einer Harnvergiftung (Urämie) beim Kaninchen führen. Harnsteine und Harngrieß beim Kaninchen verursachen eine Blasenentzündung mit den typischen Symptomen wie häufiges und schmerzhaftes Urinieren.

Bei Harnsteinen sind folgende Symptome beim Kaninchen möglich:

  • Das Kaninchen uriniert häufig, wobei es nur kleine Mengen unter Schmerzen absetzt. Verstopft ein Stein die Harnwege, kann das Kaninchen trotz Harndrang nicht mehr urinieren.
  • Das Fell im Bereich der Harnröhren-Öffnung ist von Urin benetzt.
  • Der Urin des Kaninchens wirkt dunkler als gewöhnlich, eventuell auch blutig (Hämaturie). Jedoch können auch bestimmte Pflanzen den Urin rötlich färben.
  • Das Kaninchen krümmt den Rücken, der Bauch ist angezogen.
  • Es zeigt Schmerzen beim Berühren der Nierenregion.
  • Das Kaninchen wirkt apathisch und magert ab.
  • Es leckt sich häufig an der Harnröhren-Öffnung.
  • Es kann zu einer Entzündung der Afterregion und zu einer Schwellung der Vorhaut beim männlichen Kaninchen (Präputialödem) kommen.

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