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Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Kaninchen

 

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Operation

Zur Behandlung der Gebärmutter-Vereiterung ist es notwendig, die gesamte Gebärmutter und die Eierstöcke des Kaninchens operativ zu entfernen. Foto: vetproduction

Was ist eine Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Kaninchen?

Eine Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Kaninchen ist eine lebensgefährliche Entzündung der Gebärmutter durch Bakterien. Von einer Pyometra sind vor allem ältere Kaninchen betroffen, besonders, wenn sie noch nicht geworfen haben. Auslöser einer Gebärmutter-Vereiterung sind Bakterien, die durch die Scheide (Vagina) des Kaninchens aufgestiegen sind oder eine Hormon-Störung. Als Folge bildet sich Eiter im Inneren der Gebärmutter.

In manchen Fällen fließt der Eiter durch die Vagina des Kaninchens aus (offene Pyometra). Ist dagegen der Muttermund verschlossen, sammelt sich der Eiter in der Gebärmutter des Kaninchens an (geschlossene Pyometra). Eine Gebärmutter-Vereiterung ist immer ein Notfall – das betroffene Kaninchen muss schnellstmöglich vom Tierarzt behandelt werden.

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Ursachen:

Welche Ursachen hat eine Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Kaninchen?

Eine Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Kaninchen kann verschiedene Ursachen haben. Meist sind Bakterien wie Kolibakterien (E. coli), Pasteurellen oder Listerien die Auslöser einer Pyometra beim Kaninchen. Die Bakterien gelangen in fast allen Fällen durch die Scheide, selten auch über das Blut in die Gebärmutter. Dort finden sie optimale Bedingungen vor und vermehren sie sich. Die Bakterien sondern Stoffe ab (Toxine), welche das Gewebe der Gebärmutter angreifen. Das Abwehrsystem des Kaninchens bekämpft die Keime – es entsteht Eiter, der aus abgestorbenen Abwehrzellen, zerstörtem Gewebe und Bakterien besteht.

Eine Gebärmutter-Vereiterung beim Kaninchen hat weitere Ursachen: Ein hohes Alter des Kaninchens begünstigt eine Pyometra. Ebenso können Veränderungen der Gebärmutter wie bei Gebärmutterkrebs oder eine Endometriose (Gebärmutter-Schleimhaut-Wucherung) das Risiko einer Gebärmutter-Vereiterung erhöhen. Hormonstörungen bei hypersexuellen Weibchen können ebenfalls eine Pyometra beim Kaninchen begünstigen, da bei ihnen die Gebärmutter teilweise mit Sekret angefüllt ist (Hydrometra, Mukometra). Auch vorherige Infektionen der Gebärmutter können zu einer Gebärmutter-Vereiterung führen, wenn sich weitere Bakterien in der Gebärmutter des Kaninchens ansammeln (Sekundärinfektion). Abwehrschwache Kaninchen sind ebenfalls leichter von einer Pyometra betroffen.

Symptome:

Wie äußert sich eine Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Kaninchen?

Eine Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) verläuft beim Kaninchen anfangs meist ohne Symptome. Zu Beginn der Infektion tritt manchmal vermehrt Sekret aus der Scheide aus (Scheidenausfluss, Vaginalausfluss beim Kaninchen), welches sich mit dem Urin vermengt. Dies fällt dem Kaninchenbesitzer meist nicht weiter auf, da der Harn des Kaninchens bei einer frühen Phase der Gebärmutter-Vereiterung lediglich etwas schleimiger als gewöhnlich ist.

Mit zunehmender Eiterbildung zeigen sich dann die typischen Symptome der Gebärmutter-Vereiterung beim Kaninchen. Bei der offenen Pyometra ist der Scheidenausfluss nun stark eitrig und weist eine weißlich-gelbe bis grünliche Farbe auf. Häufig ist das betroffene Kaninchen apathisch und zeigt Fressunlust. Ist die Gebärmutter verschlossen (geschlossene Pyometra), ist der Urin weiterhin klar und es ist kein Scheidenausfluss sichtbar. Stattdessen schwillt der Bauch des Kaninchens an. Das Tier magert ab und verspürt kolikartige Schmerzen.

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