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Austrocknung (Exsikkose) beim Kaninchen

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Kaninchen beim Tierarzt

Gesundes Kaninchen bei der Untersuchung. Foto: vetproduction

Was ist eine Austrocknung (Exsikkose) beim Kaninchen?

Eine Austrocknung (Exsikkose, Dehydratation, Dehydrierung) beim Kaninchen ist die Folge von Flüssigkeitsmangel. Im Idealfall ist der Wasserhaushalt beim Kaninchen ausgeglichen: Das Tier nimmt ausreichend Wasser durch Trinken und wasserhaltige Nahrung auf und verliert Flüssigkeit überwiegend durch Ausscheidungen und Atmung. Etwa ein Viertel Liter Wasser täglich durch Futteraufnahme und Trinken ist für ein Kaninchen lebenswichtig.

Kommt es zu einer Austrocknung, verliert das Kaninchen mehr Flüssigkeit als es aufnimmt. Wasser ist für den Körper des Tieres lebenswichtig; mangelt es daran, sind wichtige Stoffwechselfunktionen eingeschränkt. Eine starke Austrocknung ist für das Kaninchen lebensgefährlich; sie beeinträchtigt die Funktion wichtiger Organe. Meist fehlen dem Kaninchen gleichzeitig auch Mineralstoffe, sodass Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen möglich sind. Das Risiko für eine Austrocknung ist beim Säugen und bei heißem Wetter für das Kaninchen besonders hoch.

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Ursachen:

Was sind die Ursachen einer Austrocknung (Exsikkose) beim Kaninchen?

Eine Austrocknung (Exsikkose) beim Kaninchen kann verschiedene Ursachen haben. Flüssigkeitsmangel durch unzureichende Versorgung mit Wasser führt besonders bei einem erhöhten Flüssigkeitsbedarf (z.B. bei Hitze und/oder säugenden Tieren) zu einer Exsikkose. Da Tiere Flüssigkeit auch über wasserhaltige Frischkost aufnehmen, ist eine Austrocknung auch bei Fressunlust des Kaninchens  möglich. Der Appetitmangel selbst kann verschiedene Ursachen haben, etwa Stress, ein hohes Alter oder eine Krankheit.

Wenn das Kaninchen starken Durchfall hat, kann es durch den Flüssigkeitsverlust ebenfalls leicht zu einer Austrocknung kommen. Mögliche Ursachen von Durchfall sind eine Nahrungsumstellung, Magen-Darm-Infekte, Vergiftungen oder verdorbenes Futter. Auch bringen bestimmte Krankheiten den Wasserhaushalt des Kaninchens durcheinander, zum Beispiel eine Nierenschwäche (Niereninsuffizienz), die unter anderem durch Infektionen, Tumoren oder Harnsteine entstehen kann. Trinken die Tiere in diesen Fällen nicht ausreichend, ist als Folge eine Austrocknung möglich.

Symptome:

Wie äußert sich eine Austrocknung (Exsikkose) beim Kaninchen?

Welche Symptome eine Austrocknung (Exsikkose) beim Kaninchen hat, richtet sich danach, wie stark der Flüssigkeitsmangel ausgeprägt ist. Bei einem leichten Flüssigkeitsmangel verspürt das Kaninchen Durst und trinkt, um das Wasserdefizit auszugleichen. Wenn es starken Durst hat, ist das Kaninchen unruhig. Schreitet die Austrocknung voran, wandelt sich die Unruhe in Schläfrigkeit und Schwäche. Das Kaninchen wirkt apathisch. Nimmt es weiterhin keine Flüssigkeit auf, fällt es ins Koma – es besteht akute Lebensgefahr.

Wenn eine Exsikkose langsam voranschreitet, etwa bei älteren Kaninchen, zeigen sich die Symptome der Austrocknung in anderer Form. Dem Kaninchenhalter fällt dann zum Beispiel auf, dass die Hautelastizität des Tieres verringert ist. Möglicherweise ist das Kaninchen schläfriger als gewöhnlich. Es uriniert wenig, wobei der Harn sehr stark konzentriert ist. Dauerhafter Flüssigkeitsmangel beeinträchtigt die Funktion vieler Organe des Kaninchens; es kann zum Beispiel zu einer Nierenschwäche kommen.

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