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Anämie (Blutarmut) beim Kaninchen

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Kaninchen mit Moehre

Kaninchen mit einer Anämie magern manchmal ab und sind körperlich nicht belastbar. Foto: vetproduction

Definition:

Was ist eine Anämie (Blutarmut) beim Kaninchen?

Bei einer Anämie beim Kaninchen ist die Anzahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) im Blut erniedrigt – es liegt eine Blutarmut vor. Die Anämie diagnostiziert der Tierarzt anhand des sogenannten Hämatokrit-Werts. Der Hämatokrit-Wert gibt den Volumenanteil im Blut an, der aus Zellen besteht. Sind weniger rote Blutzellen im Blut, so sinkt der Volumenanteil der Zellen.

Der Tierarzt kann eine Anämie auch anhand des Hämoglobin-Werts feststellen. Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff, er kommt in den Erythrozyten vor und transportiert den Sauerstoff im Blut. Eine Anämie hat zur Folge, dass der Körper des Kaninchens nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

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Ursachen:

Was sind die Ursachen einer Anämie (Blutarmut) beim Kaninchen?

Eine Anämie beim Kaninchen kann verschiedene Ursachen haben, sie kommt insgesamt relativ selten vor. Die roten Blutzellen (Erythrozyten) werden im Knochenmark gebildet. Aus den Vorläuferzellen der Erythrozyten entwickelt sich eine junge rote Blutzelle (Retikulozyt) und wird ins Blut abgegeben. Eine Anämie kann dadurch zustande kommen, dass diese Bildung gestört wird.

Bei Kaninchen kann es durch eine Nierenerkrankung zu einer Blutarmut kommen. In der Niere wird das Hormon Erythropoetin hergestellt – dieses löst im Knochenmark die Bildung von neuen Erythrozyten aus. Bei einer Nierenerkrankung kann zu wenig Erythropoetin gebildet werden, dadurch wird die Blutbildung herabgesetzt und das Kaninchen entwickelt eine Anämie (renale Anämie).

Andere mögliche Ursachen für eine Anämie beim Kaninchen sind hohe Blutverluste, wie sie beispielsweise bei einem Unfall durch Blutungen verursacht werden oder durch einen sehr starken Parasitenbefall. Hauskaninchen leiden seltener unter blutsaugenden Parasiten, aber Wildkaninchen können so stark mit europäischen Kaninchenflöhen befallen sein, dass sie eine Anämie entwickeln. Auch Tumorerkrankungen, übermäßige Infusionen oder schwere bakterielle oder virale Erkrankungen können eine Anämie beim Kaninchen hervorrufen.

Symptome:

Wie äußert sich eine Anämie (Blutarmut) beim Kaninchen?

Bei einer Anämie können die verbleibenden roten Blutzellen den Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgen. Dadurch reagiert der Körper des Kaninchens zunächst mit einer höheren Herzfrequenz, um dieser Sauerstoff-Unterversorgung entgegenzuwirken. Das Kaninchen atmet schneller und seine Schleimhäute sind blass. Anämische Kaninchen bewegen sich weniger, da sie sich nicht mehr körperlich belasten können. Bei einer starken Blutarmut kann das Kaninchen einen Kreislaufkollaps entwickeln, es atmet schwer, liegt auf dem Bauch oder der Seite und kann versterben. Entwickelt sich eine Anämie langsam, fällt oft auf, dass das Kaninchen abnimmt und schwächer wirkt.

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