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Leishmaniose beim Hund

 

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Blutentnahme Hund

Absichern lässt sich die Diagnose der Leishmaniose durch Labor-Untersuchungen. Foto: vetproduction

Was ist eine Leishmaniose beim Hund?

Die Leishmaniose beim Hund ist eine Infektionskrankheit, deren Erreger (Leishmanien) von Sandmücken beziehungsweise Schmetterlingsmücken verbreitet werden. Diese Mückenart kommt vorwiegend in wärmeren Klimazonen vor (südlich des 45. Breitengrads).

Dennoch wird die Leishmaniose häufig ins Ausland verschleppt (z.B. durch Urlaube mit dem Hund oder Tierschutz-Organisationen, die Hunde aus anderen Ländern nach Deutschland einführen). Bei der Leishmaniose handelt es sich um eine sogenannte Zoonose: Die Krankheit kann von infizierten Hunden auf Menschen übertragen werden.

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Ursachen:

Was sind die Ursachen einer Leishmaniose beim Hund?

Die Ursache einer Leishmaniose beim Hund ist eine Infektion mit verschiedenen Arten von Leishmanien (einzellige Blut-Parasiten). Die Parasiten werden von Blut saugenden Sandmücken beziehungsweise Schmetterlingsmücken durch einen Stich auf den Hund übertragen und nisten sich in bestimmten Gewebszellen, den Makrophagen (Fresszellen), ein. Häufig bricht die Krankheit erst Monate oder Jahre nach dem Mückenstich aus.

Darüber hinaus ist eine Übertragung der Leishmaniose über Bluttransfusionen möglich. Auch Tiere und Menschen mit Hautverletzungen können sich infizieren, wenn sie beispielsweise mit erregerhaltigen Sekreten von Geschwüren oder Fisteln kranker Hunde in Kontakt kommen. Somit gelten nicht nur die Mücken als Infektionsquelle, sondern auch infizierte Hunde.

Vorwiegend erfolgt die Ansteckung der Leishmaniose jedoch über die Sandmücken beziehungsweise Schmetterlingsmücken. Diese wurden allerdings bereits (wenn auch in geringerer Anzahl als in den Risikogebieten) in Deutschland nachgewiesen.

Jetzt folgen:

Symptome:

Wie äußert sich eine Leishmaniose beim Hund?

Eine Leishmaniose äußert sich beim Hund anfangs mit uncharakteristischen Symptomen, wie Abgeschlagenheit, Fieberschüben, Durchfall und Gewichtsverlust, die zumeist schubweise auftreten.

Besonders in Gebieten, wo die Leishmaniose gehäuft vorkommt, treten bei infizierten Hunden oft keine Symptome auf, da die Tiere bereits Antikörper gebildet haben. Auch die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen) kann zwei Monate bis mehrere Jahre andauern.

Im Verlauf treten deutlichere Leishmaniose-Symptome beim Hund auf, zum Beispiel:

  • Geschwollene Lymphknoten
  • Schmerzempfindlicher Bauch
  • Haarausfall
  • Nicht juckende, schuppige (große, weiße und fettige Schuppen) Hautausschläge auf dem Nasenrücken, an den Ohrspitzen und rund um die Augen des Hundes

Dieser Ausschlag kann sich mit der Zeit auch auf den ganzen Hund ausbreiten. Im Verlauf der Leishmaniose kommt es gegebenenfalls zu weiteren Symptomen, wie Nasenbluten, blutiger Kot und übermäßig starker Krallenwuchs.

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