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Herzwurmkrankheit (Dirofilariose) beim Hund

 

Hund im Sand

Die Herzwurmkrankheit wird durch Mücken übertragen und ist u.a. im Mittelmeerraum verbreitet. Foto: vetproduction

Definition:

Was ist eine Herzwurmkrankheit (Dirofilariose) beim Hund?

Bei einer Herzwurmkrankheit ist der Hund von Parasiten – den Herzwürmern (Dirofilaria immitis) – befallen. Der Fachbegriff für die Erkrankung lautet daher Dirofilariose. In bestimmten Regionen werden die Herzwürmer durch Mücken übertragen. Die Mücken stechen den Hund und geben Larven des Parasiten in das Blut des Hundes ab. Diese Larven entwickeln sich im Körper weiter und wandern in die Gefäße ein. Sie entwickeln sich schließlich zu ausgewachsenen Würmern, die in den Gefäßen und im Herzen des Hundes leben. Es dauert mehrere Monate, bis die Würmer ausgewachsen sind.

Die Dirofilariose beim Hund ist eine schwerwiegende Erkrankung, die sich durch verschiedene Symptome äußern kann – häufig husten die Tiere, magern ab und zeigen Anzeichen einer Herzerkrankung. Die Herzwurmkrankheit kann tödlich verlaufen. Der Tierarzt stellt eine Infektion fest, indem er das Blut des Hundes testet, Röntgenbilder anfertigt, ein EKG und ggf. einen Herzultraschall macht.

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Da es sich bei der Dirofilariose um eine schwerwiegende und lebensbedrohliche Erkrankung handelt, raten Tierärzte an, seinen Hund möglich nicht in betroffene Länder mitzunehmen. Zu den Gebieten, in denen Herzwürmer vorkommen, zählen heute hauptsächlich tropische und subtropische Klimaregionen, der gesamte Mittelmeerraum teilweise bis in die Südschweiz und Nordfrankreich. Falls der Hund in entsprechende Gebiete reist, empfehlen Experten prophylaktische Maßnahmen zu ergreifen. So kann der Besitzer dem Hund vor dem Beginn der Reise bis zu einen Monat nach Reiseende bestimmte Medikamenten verabreichen. Diese halten nach einmaliger Anwendung meist vier Wochen.

Ursachen:

Was sind die Ursachen der Herzwurmkrankheit (Dirofilariose) beim Hund?

Die Dirofilariose beim Hund wird durch einen Herzwurm (Dirofilaria immitis) ausgelöst. Stechmücken aus bestimmten Regionen wärmerer Länder übertragen die Larven des Herzwurms, wenn sie den Hund stechen. Diese entwickeln sich dann im Körper des Hundes zu ausgewachsenen Würmern und wandern in das Herz und die Gefäße ein. Hier führen sie zu den verschiedensten Problemen:

Durch ihre Anwesenheit stören die Würmer den normalen Blutfluss und schädigen die Gefäßwände. Der Körper des Hundes reagiert mit einer Entzündung, die Gefäßwände werden dicker. Es bildet sich häufig ein Bluthochdruck in der Lunge aus, das Herz wird stark belastet und es entstehen Leberprobleme. Auch die Niere des Hundes kann von den Entzündungen betroffen sein. Die einzelnen Würmer können abschwemmen und Blutgefäße komplett verstopfen (Embolie). Der Befall mit Herzwürmern kann für den Hund tödlich verlaufen.

Symptome:

Wie äußert sich eine Herzwurmkrankheit (Dirofilariose) beim Hund?

Eine Herzwurmerkrankung beim Hund kann zu verschiedenen Symptomen führen. Oftmals treten die ersten Anzeichen einer Dirofilariose erst viele Monate nach der Infektion durch die Mücke auf. Auch Jahre können vergehen. Meist geht es dem Hund schleichend immer schlechter, aber auch plötzliche Todesfälle sind möglich.

Mögliche Symptome einer Dirofilariose beim Hund sind unter anderem:

  • Husten
  • Der Hund atmet schwerfällig (Dyspnoe)
  • Schwäche
  • Der Hund verliert Gewicht und ist weniger aktiv
  • Ohnmacht (Kreislaufkollaps, Synkope)
  • Alle Symptome, die durch das belastete Herz entstehen: Der Hund ist schwach, wenig belastbar, im Bauchraum kann sich Flüssigkeit einlagern (Aszites), ebenso kann es zu Flüssigkeitseinlagerungen in der Haut des Bauchs und der Beine kommen (Ödeme), der Puls kann zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig sein
  • Plötzliche Todesfälle können auftreten, auch wenn ein langsamer und schleichender Verlauf (chronische Herzwurmkrankheit) typischer ist
  • Manchmal berichten Besitzer von verändertem oder fehlendem Bellen
  • Beim Vena-Cava-Syndrom wandern die Würmer in die große ableitende Herzvene ein (Vena cava). Bei diesem Syndrom kann der Hund einen sofortigen Schock erleiden und versterben.


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