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Home » Tierkrankheiten » Hundekrankheiten » Brachyzephales Syndrom beim Hund

Brachyzephales Syndrom beim Hund

 

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Tierärztliche Unteruschung eines Hundes mit einem Stethoskop

Beim brachyzephalen Syndrom beim Hund sind in erster Linie die Atemwege betroffen. Foto: vetproduction

Definition:

Was ist ein brachyzephales Syndrom beim Hund?

Das brachyzephale Syndrom beim Hund fasst mehrere Störungen zusammen, die bei sogenannten brachyzephalen Hunderassen auftreten. Der Begriff leitet sich aus den griechischen Wörtern „brachy“ für „kurz“ und „zephalus“ für „Kopf“ beziehungsweise „Schädel“ ab. Gemeint sind dabei also Hunderassen wie Mops, Pekinese, Englische und Französische Bulldogge oder Boxer. Zuchtbedingt ist deren Kopf abgerundet und verbreitert, die Augenhöhle ist abgeflacht und die Schnauze, insbesondere der Oberkiefer, ist stark verkürzt, wodurch es zu gesundheitlichen Problemen kommen kann.

Beim brachyzephalen Syndrom sind in erster Linie die Atemwege betroffen. Die anatomischen Veränderungen rufen dann vor allem eine Atemnot beim Hund hervor. Nach dem Deutschen Tierschutzgesetz sind Hunde mit brachyzephalem Syndrom von der Zucht ausgeschlossen.

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Ursachen:

Was sind die Ursachen für ein brachyzephales Syndrom beim Hund?

Die Ursache des brachyzephalen Syndroms beim Hund ist der zuchtbedingt abnorm geformte Schädel. Die Nasengänge sind verengt und verkürzt, das Gaumensegel ist zu lang und zu dick, die Rachenschleimhaut ist oft in Falten gelegt und engt den Rachen zusätzlich ein. Zudem sind häufig die Knorpel im Bereich des Kehlkopfs und der Luftröhre des Hundes zu weich, sodass sie bei verstärkter Anstrengung – etwa wenn der Hund rennt – zusammenfallen.

Symptome:

Wie äußert sich ein brachyzephales Syndrom beim Hund?

Das brachyzephale Syndrom beim Hund verursacht in erster Linie Atemprobleme. Hunde betroffener Rassen weisen häufig eine auffallend geräuschvolle Atmung, typischerweise mit pfeifenden oder schnarchenden Atemgeräuschen, auf. In manchen Fällen provozieren die eingeengten Atemwege auch einen Würgereiz, teilweise bis der Hund erbricht. Hunde mit brachyzephalem Syndrom hecheln ungewöhnlich viel, die verstärkten Bewegungen ihres Brustkorbs weisen auf die Schwierigkeiten beim Atmen hin. Im Extremfall kann die Atemnot so ausgeprägt sein, dass der Hund in Ohnmacht fällt.

Als Zeichen einer mangelnden Versorgung mit Sauerstoff laufen Zunge und Schleimhäute blau an (Zyanose). Dieser Zustand kann lebensbedrohlich sein. Die Symptome des brachyzephalen Syndroms beim Hund beginnen oft schon früh im Welpenalter und steigern sich schließlich im Laufe des Lebens. Als Spätfolgen können Entzündungen der Bronchien (Bronchitis) sowie eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) auftreten.

 

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