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Ansteckende Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis) beim Hund

 

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Blutentnahme Hund

Mit einer Blutuntersuchung wird die ansteckende Leberentzündung beim Hund diagnostiziert. Foto: vetproduction

Was ist die ansteckende Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis) beim Hund?

Die ansteckende Leberentzündung beim Hund, medizinisch Hepatitis contagiosa canis genannt, ist eine Infektionskrankheit, die durch das Canine Adenovirus-1 (CAV-1) hervorgerufen wird. Sie tritt heute nur noch relativ selten akut als plötzliche Leberentzündung auf. Allerdings ist es möglich, dass das CAV-1 auch die chronische Hepatitis, also eine dauerhafte Leberentzündung, mit verursacht.

Die ansteckende Leberentzündung beim Hund kann sehr unterschiedlich verlaufen. Bei einem Großteil der Hunde treten keine Beschwerden auf. Sie entwickeln aber Antikörper, die sie das ganze Leben vor einer erneuten Infektion schützen.

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Falls Symptome auftreten, ruft die ansteckende Leberentzündung bei Hunden vor allem eine akute Leberentzündung (Hepatitis) mit Fieber, Erbrechen, Durchfall und Gelbsucht (Ikterus) hervor. Die Hepatitis contagiosa canis beim Hund kann auch chronisch verlaufen, wenn nicht ausreichend Antikörper gegen das Canine Adenovirus-1 vorhanden sind. Dann überdauern die Viren in den Nieren und der Leber des Hundes und rufen dort eine chronische Leberentzündung hervor.

Die Diagnose der ansteckenden Leberentzündung beim Hund ist oft nicht eindeutig möglich. Es gibt keine ursächliche Therapie. Die Behandlung konzentriert sich daher darauf, die Symptome zu lindern und Komplikationen zu verhindern.

Ursachen:

Was sind die Ursachen der ansteckenden Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis) beim Hund?

Die ansteckende Leberentzündung beim Hund (Hepatitis contagiosa canis) wird durch das Canine Adenovirus-1 (CAV-1) hervorgerufen. Der Hund steckt sich über Urin, Kot und Körpersekrete von anderen infizierten Hunden an. Bis zu einem Jahr nach einer überstandenen Leberentzündung kann das Virus noch über den Urin als Hauptinfektionsquelle ausgeschieden werden.

Jetzt folgen:

Symptome:

Wie äußert sich die ansteckende Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis) beim Hund?

Die ansteckende Leberentzündung beim Hund (Hepatitis contagiosa canis) kann sehr unterschiedlich verlaufen. Die meisten Hunde, die sich mit dem Caninen Adenovirus-1 angesteckt haben, zeigen keine Symptome einer Erkrankung und bilden unbemerkt Antikörper gegen das CAV-1.

Ruft die ansteckende Leberentzündung beim Hund Beschwerden hervor, treten diese innerhalb von etwa zwei bis fünf Tagen, nachdem sich der Hund angesteckt hat, auf. Verläuft die ansteckende Leberentzündung beim Hund akut – treten die Symptome also sehr plötzlich und nur vorübergehend auf – zeigt sich vor allem eine akute Leberentzündung (Hepatitis) mit Beschwerden wie Fieber, Teilnahmslosigkeit, Erbrechen und Durchfall beim Hund. Außerdem sind die Leber und Milz des Hundes vergrößert. Teilweise zeigen sich Wassereinlagerungen (Ödeme) am Kopf, Hals und im unteren Brustbereich. Auch Blutungen der Haut und der Schleimhäute sind möglich.

Verläuft die ansteckende Leberentzündung beim Hund milder, treten Fieber, Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen auf. Außerdem entzünden sich häufig die Augen des Hundes. Einige Tage bis zu drei Wochen nach den anderen Symptomen entwickeln manche Hunde eine Wassereinlagerung in der Hornhaut des Auges (Hornhaut-Ödem). Dadurch erscheint das Auge trüb und blau-grau (blue eye). Das Hornhaut-Ödem heilt in der Regel nach etwa ein bis zwei Wochen wieder ab.

Vor allem bei jungen Hunden, die nicht gegen das CAV-1 geimpft sind, verläuft die ansteckende Leberentzündung teilweise sehr heftig und führt manchmal innerhalb weniger Stunden zum Tod. Da vorher außer Blutungen keine Symptome auftreten, wird in diesen Fällen oft fälschlich eine Vergiftung angenommen.

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Besitzt der Hund nicht ausreichend Antikörper, um das Canine Adenovirus-1 vollständig zu beseitigen, kann die ansteckende Leberentzündung beim Hund auch chronisch verlaufen – die Beschwerden dauern dann an. Es entsteht eine andauernde Leberentzündung, in deren Folge die Leber vernarbt (Leberfibrose und Leberzirrhose). Dadurch ist die Leber weniger leistungsfähig; der Hund entwickelt eine Gelbsucht (Ikterus) und eine Bauchwassersucht (Aszites).

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