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Strahlentherapie (Bestrahlung, Radiotherapie) bei Tieren

 

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Hund bei der Narkose

Vor der Bestrahlung bekommt das Tier in der Regel ein Narkosemittel in die Vene gespritzt. Foto: vetproduction

Was ist eine Strahlentherapie (Bestrahlung, Radiotherapie) bei Tieren?

Mit einer Strahlentherapie (Bestrahlung, Radiotherapie) behandelt der Tierarzt in erster Linie Krebserkrankungen bei Tieren. Er führt sie alleine oder in Kombination mit einer Operation oder Chemotherapie durch. Bei der Bestrahlung entstehen im Gewebe sogenannte Radikale – diese schädigen Tumorzellen und verhindern ihre Vermehrung. Das Ziel einer Strahlentherapie beim Tier ist es, so viele Tumorzellen wie möglich zu zerstören und das gesunde Gewebe so wenig wie möglich zu schädigen.

Zur Durchführung der Strahlentherapie gibt es verschiedene Strahlengeräte und Strahlenarten. Der Tierarzt unterscheidet Gammastrahlung, Elektronenstrahlung und Röntgenstrahlung. Welche Strahlung eingesetzt wird, hängt von der Tumorart ab. Eine Bestrahlung kann das Tier heilen (kurative Behandlung) oder den Tumor verkleinern und die Lebensqualität des Tieres verbessern (palliative Behandlung). Es gibt Tumoren, die relativ strahlensensibel sind – also gut auf eine Strahlentherapie reagieren. Hierzu zählen beispielsweise bestimmte Formen von Lymphdrüsenkrebs wie maligne Lymphome und das Plasmozytom, sowie das Sticker-Sarkom, eine Krebserkrankung der äußeren Geschlechtsorgane von Hunden.

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Die Strahlentherapie beim Tier kann örtlich (lokal) oder über den ganzen Körper (systemisch) erfolgen. Bei der örtlichen Radiotherapie bestrahlt der Tierarzt den Tumor – dies wird am häufigsten durchgeführt. Eine systemische Strahlentherapie ist zum Beispiel die Gabe von Jod 131 bei Katzen, die an einer Schilddrüsen-Überfunktion (Hyperthyreose) leiden. Hier nimmt die Katze „verstrahltes“ Jod auf, dieses reichert sich in der Schilddrüse an und bestrahlt einen vorliegenden Schilddrüsen-Tumor.

Durchführung:

Wie wird eine Strahlentherapie (Bestrahlung, Radiotherapie) bei Tieren durchgeführt?

Der Tierarzt passt eine Strahlentherapie (Bestrahlung, Radiotherapie) der jeweiligen Krebserkrankung des Tieres an. Er bestimmt den Bereich, der bestrahlt werden soll, sowie die Häufigkeit der Bestrahlung. Im Gegensatz zur Humanmedizin führt der Tierarzt die Bestrahlung bei Tieren nicht täglich durch, da hierfür eine Kurznarkose notwendig ist. Meist wird die Strahlentherapie bei Tieren dreimal pro Woche über wenige Wochen durchgeführt.

Oftmals wird die Strahlentherapie bei Tieren, die an Krebs leiden, mit einer Operation oder Chemotherapie kombiniert. Die Bestrahlung findet in der Regel ambulant statt – der Besitzer bringt sein Tier in ein Bestrahlungszentrum, wartet die Strahlentherapie ab und kann es wieder mit nach Hause nehmen.

Bei der Bestrahlung müssen die Tiere ruhig liegen, daher ist eine Kurznarkose notwendig. Die Tiere erhalten ein Narkosemittel in die Vene, durch welches sie sofort einschlafen. Schlafend legt der Tierarzt das Tier unter den Strahlenbeschleuniger. Die Bestrahlung an sich dauert nur wenige Minuten. Die Tiere erholen sich nach kurzer Zeit wieder von der Narkose und können mit ihrem Besitzer nach Hause gehen.

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