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Ohrenreinigung bei Tieren

 

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Anwendungsgebiete:

Wann wird eine Ohrenreinigung bei Tieren angewandt?

Bei Haustieren ist eine regelmäßige Ohrenreinigung normalerweise nicht erforderlich. Es ist durchaus normal, wenn im Gehörgang des Tieres kleinere Mengen Ohrenschmalz zu finden sind. Ohrenschmalz ist gelb bis hellbraun und hat eine wachsartige Konsistenz. Die Talg- und Schweißdrüsen des äußeren Gehörgangs bilden das Ohrensekret, das die natürliche Funktion hat, abgeschilferte Hautzellen sowie Haare und Schmutzpartikel im äußeren Gehörgang zu binden und nach außen zu leiten. Enthält die Ohrmuschel des Tieres jedoch übermäßig viel Ohrenschmalz oder Schmutzpartikel, kann eine Ohrenreinigung mithilfe eines feuchten Wattebausches sinnvoll sein.

Ist das Ohrenschmalz dunkelbraun bis schwarz gefärbt, riecht das Ohr des Tieres faulig oder läuft flüssiges Sekret aus dem Ohr, so deutet dies auf eine Ohrenentzündung oder einen Befall des Ohres mit Parasiten (wie Milben bei der Ohrräude) hin. Weitere Hinweise auf eine Ohrenentzündung sind häufiges Kopfschütteln oder Kratzen am Ohr, das Schräghalten des Kopfes sowie ein heißes oder gerötetes Ohr des Tieres. Bei diesen Anzeichen sollte man unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Der Tierarzt wird im Falle einer Ohreninfektion zunächst eine Ohrenreinigung vornehmen und anschließend Antibiotika als Ohrentropfen oder Ohrensalbe verordnen.

Eine Ohrenreinigung kann auch dann sinnvoll sein, wenn der Tierarzt die Ohren des Tieres mit einem Ohrenspiegel (Otoskop) untersuchen will. Manchmal ist eine Untersuchung der Ohren nicht möglich, weil sich dort in übermäßigem Maße Schuppen gebildet haben oder ein Ohrenschmalz-Pfropf den Gehörgang des Tieres verstopft. In diesem Fall weicht der Tierarzt das verhärtete Ohrenschmalz mit einer Lösung zur Ohrenreinigung auf und säubert das Ohr, um den äußeren Gehörgang und das Trommelfell des Tieres mittels Ohrenspiegelung (Otoskopie) einsehen zu können.

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Risiken und Komplikationen:

Welche Risiken birgt eine Ohrenreinigung bei Tieren?

Generell muss eine Ohrenreinigung bei Tieren immer behutsam durchgeführt werden, da die zarte Haut der Ohrmuschel und des Ohrläppchens sehr empfindlich ist. Außerdem kann das Trommelfell des Tieres verletzt werden; daher darf man keine spitzen Gegenstände wie Wattestäbchen zur Ohrenreinigung bei Tieren verwenden.

Wird die Ohrenreinigung nicht professionell ausgeführt, kann es neben Ohrenverletzungen auch zu Ohreninfektionen beim Tier kommen.

 

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Weiterführende Informationen

Autor: Melanie Geiser, M.A.
Tierärztliche Qualitätssicherung: Dr. med. vet. Michael Koch
Datum der letzten Aktualisierung: Januar 2018
Quellen:
Eldredge, Debra M. et al.: Cat Owner’s Home Veterinary Handbook. Wiley Publishing, Inc., 2008

Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. De Gruyter, 2017
Kohn, B. et al.:
Praktikum der Hundklinik. Enke,  2017
Venker-van Haagen, Anjop J.: HNO bei Hund und Katze. Schlütersche Verlagsgesellschaft, 2. Auflage 2006 

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