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Kastration des Hengstes

 

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Pferd auf der Wiese

Beim Hengst unterscheidet man zwischen der unbedeckten und der bedeckten Kastration. Foto: vetproduction

Was ist eine Kastration des Hengstes?

Bei einer Kastration entfernt der Tierarzt die beiden Hoden (Keimdrüsen) des Hengstes in einer Operation. Der Hengst ist nach der Kastration unwiderruflich unfruchtbar und kann keine Stuten mehr decken. Einen kastrierten Hengst bezeichnet man als Wallach.

Nicht zu verwechseln ist die Kastration des Hengstes mit der Sterilisation, bei welcher die Hoden erhalten bleiben. Bei der Sterilisation des Hengstes werden zur Unfruchtbar-Machung nur die Samenleiter durchtrennt. Dieses Verfahren findet besonders bei Hengsten der Kleinpferd-Rassen Anwendung. Im Gegensatz zur häufig durchgeführten Kastration, kommt eine Sterilisation bei Hengsten seltener zum Einsatz.

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Durchführung:

Wie wird eine Kastration des Hengstes durchgeführt?

Für die Kastration des Hengstes stehen verschiedene Operations-Methoden zur Verfügung. Der Tierarzt kann die Kastration sowohl am liegenden als auch am stehenden Hengst vornehmen. Außerdem unterscheidet man zwischen der unbedeckten und der bedeckten Kastration.

Bei der unbedeckten Kastration öffnet der Tierarzt alle Schichten des Hodensacks. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zur Bauchhöhle. Führt der Tierarzt die Kastration am liegenden Hengst durch, ist eine Vollnarkose erforderlich. Der Eingriff kann sowohl im Stall als auch in der Tierklinik erfolgen und dauert in der Regel weniger als 60 Minuten. Während der Operation liegt der Hengst auf der Seite.

Nach der Kastration empfiehlt es sich, den Hengst für etwa 24 Stunden im Stall zu halten. Darüber hinaus ist es notwendig, dass Wunde des Hengstes etwa drei bis vier Tage lang vom Tierarzt kontrolliert wird. In den Tagen darauf ist ausreichende Bewegung sinnvoll, da dadurch Flüssigkeiten aus der Wunde besser abfließen können. Außerdem lassen sich durch die Bewegung gegebenenfalls Ödeme (Flüssigkeits-Ansammlungen im Gewebe) vermeiden. Viele Hengste sind nach der Kastration für einige Zeit noch fruchtbar. Es ist daher ratsam, den Hengst zunächst getrennt von der Stute zu halten.

Die unbedeckte Kastration lässt sich auch durchführen, während der Hengst steht. Dieser Eingriff erfolgt in der Regel im Stall oder auf der Weide. Statt einer Vollnarkose erhält der Hengst ein Beruhigungsmittel (Sedativum) und eine lokale Betäubung.

Wendet der Tierarzt die bedeckte Kastration an, öffnet er den Hodensack nicht vollständig: Der sogenannte Scheidenhaut-Fortsatz, der den Hodensack von der Bauchhöhle trennt, bleibt erhalten. Die bedeckte Kastration kann der Tierarzt sowohl in der Tierklinik als auch im Stall vornehmen. Der Hengst erhält eine Vollnarkose und wird für den Eingriff auf die Seite gelegt.

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