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Kaiserschnitt (Sectio caesarea) bei Tieren

 

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Was ist ein Kaiserschnitt (Sectio caesarea) bei Tieren?

Operation

Bei einem Kaiserschnitt werden die Jungen durch eine Operation entbunden. Foto: vetproduction

Bei einem Kaiserschnitt (Sectio caesarea) eröffnet der Tierarzt in einer Operation den Bauch und die Gebärmutter des trächtigen Tieres und entbindet die Feten. Ein Kaiserschnitt ist notwendig, wenn das Muttertier nicht in der Lage ist, die Jungen auf natürlichem Weg zu gebären. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Mutter zu schwach ist oder die Jungen zu groß sind.

Ein Kaiserschnitt bei Tieren wird in Vollnarkose oder unter einer sogenannten epiduralen Anästhesie durchgeführt. Bei Hund, Katze, Pferden und Heimtieren empfiehlt sich meist eine Vollnarkose. Bei Rindern versucht der Tierarzt, am stehenden Tier zu operieren, da beim liegenden Rind mehr Komplikationen auftreten können.

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Für den Kaiserschnitt betäubt der Tierarzt die Haut an der Schnittstelle (örtliche Betäubung, Lokalanästhesie) und spritzt ein Betäubungsmittel in den Raum um das Rückenmark. So betäubt er die abführenden Nerven (Epiduralanästhesie) – das Tier empfindet bei der Operation keine Schmerzen.

Durchführung:

Wie wird ein Kaiserschnitt (Sectio caesarea) bei Tieren durchgeführt?

Hunde, Katzen, Pferde und Heimtiere erhalten für einen Kaiserschnitt (Sectio caesarea) meist eine Vollnarkose. Nachdem der Tierarzt den zu operierenden Körperbereich des Tieres vorbereitet hat, öffnet er den Bauchraum und lagert vorsichtig die Gebärmutter vor. Dann schneidet er die Gebärmutter auf und entwickelt die Feten.

Ein Kaiserschnitt ist notwendig, wenn der natürliche Geburtsvorgang gestört war – so kann es sein, dass die Jungtiere geschwächt sind. Auch durch die Narkose des Muttertieres sind sie beeinflusst. Tierarzt und Helfer versorgen sie entsprechend. Sie trocknen sie ab, saugen Schleim und Flüssigkeit aus der Nase ab und verabreichen oft Medikamente, die ihre Atmung anregen. Abschließend wird die Nabelschnur abgesetzt. Der Tierarzt versucht, die Narkose beim Kaiserschnitt für das Muttertier so kurz wie möglich zu halten und vernäht die Gebärmutter und den Bauch.

Beim Rind erfolgt ein Kaiserschnitt meist im Stehen – falls die Kuh nicht bereits zu schwach ist. Der Tierarzt betäubt die Schnittregion örtlich (Lokalanästhesie) und spritzt ein Medikament in den Raum um das Rückenmark und betäubt so die abführenden Nerven (Epiduralanästhesie). Dadurch spürt die Kuh keine Schmerzen während des Kaiserschnitts.

Nach dem Kaiserschnitt erhalten die Muttertiere ein Antibiotikum zur Vorbeugung von Infektionen und Schmerzmittel gegen mögliche Schmerzen nach dem Eingriff. Da die Medikamente durch die Muttermilch an die Jungtiere weitergegeben werden, achtet der Tierarzt besonders darauf, welche Medikamente er gefahrlos sowohl bei der Mutter als auch den Jungen einsetzen kann.

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