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Impfungen beim Kaninchen

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Welche Impfungen beim Kaninchen gibt es?

Kaninchen beim Tierarzt

Zunächst wird eine sogenannte Grundimmunisierung durchgeführt. Dabei erhält das Kaninchen mehrere Impfungen innerhalb von vier Wochen. Foto: vetproduction

Eine Impfung ist die wichtigste vorbeugende Maßnahme, um ein Kaninchen vor Infektionskrankheiten zu schützen. Es lassen sich zwei Formen von Impfungen unterscheiden: die aktive und die passive Immunisierung

Aktive Immunisierung:

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Bei der aktiven Immunisierung erhält das Kaninchen abgeschwächte, abgetötete oder in Bruchstücke gespaltene nicht infektiöse Antigene, die sein Immunsystem zur Bildung spezifischer Antikörper anregen. Ziel der aktiven Immunisierung ist ein spezifischer, langfristiger Schutz (Immunität) gegen Infektionserreger. Der Nachteil bei dieser Form der Impfung ist, dass der Körper des Kaninchens für die Bildung der Antikörper einige Tage bis Wochen benötigt.

Passive Immunisierung:

Bei der passiven Immunisierung bekommt das Kaninchen ein Immunserum, in dem die benötigten Antikörper gegen die jeweilige Erkrankung bereits enthalten sind. Der Impfstoff schützt daher bereits unmittelbar nach der Verabreichung. Da die Antikörper jedoch körperfremd sind, baut der Organismus sie wieder ab. Eine passive Immunisierung schützt das Kaninchen daher nur kurzfristig. Bislang stehen für Kaninchen noch keine Seren zur passiven Immunisierung zur Verfügung.

Die „Ständige Impfkommission Vet.“ empfiehlt, das Kaninchen gegen folgende Krankheiten impfen zu lassen:

Da diese Infektionskrankheiten für das Kaninchen in der Regel tödlich verlaufen, ist eine Impfung gegen die entsprechenden Erreger empfehlenswert.

Wann sollte ich mein Kaninchen impfen lassen?

Zunächst wird eine sogenannte Grundimmunisierung beim Kaninchen durchgeführt. Dabei erhält das Kaninchen mehrere Impfungen innerhalb von vier Wochen. Eine Grundimmunisierung bewirkt, dass das Kaninchen eine stabile Immunität gegen die verabreichten Impfstoffe aufbaut. Die „Ständige Impfkommission Vet.“ gibt folgende Impfempfehlungen:

  • 4. – 6. Woche: Myxomatose, RHD
  • 4 Wochen später: Myxomatose, RHD

Um die erreichte Immunität aufrecht zu erhalten, sind regelmäßige Wiederholungs-Impfungen (sog. Booster-Impfungen) beim Kaninchen erforderlich. Die „Ständige Impfkommission Vet.“ empfiehlt, die Impfungen gegen Myxomatose alle sechs Monate aufzufrischen. Lebt das Kaninchen in einer Umgebung, in dem diese Erkrankung verbreitet ist, sind gegebenenfalls Wiederholungs-Impfungen im viermonatigen Rhythmus notwendig. Die Impfung gegen RHD muss in der Regel nur alle zwölf Monate wiederholt werden.

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Darüber hinaus steht auch einen Impfstoff gegen Kaninchenschnupfen (Rhinitis contagiosa cuniculi) zur Verfügung. Die Impfung findet vor allem in Kaninchenzuchten Anwendung, da diese Erkrankung dort weit verbreitet ist. Es ist jedoch nicht sicher, wie effektiv die Impfung gegen Kaninchenschnupfen ist.

Es empfehlen sich jährliche Impfgespräche mit dem Tierarzt. Dieser ermittelt das Infektionsrisiko, dem das jeweilige Kaninchen ausgesetzt ist und erstellt anhand dessen einen individuellen Impfplan. Generell gilt: Insgesamt sollten mehr Kaninchen geimpft werden, das einzelne Kaninchen jedoch nur so oft wie nötig.

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