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Impfungen bei der Katze

 

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

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Die vorgenommenen Impfungen trägt der Tierarzt in einem Impfpass ein. Foto: vetproduction

Welche Impfungen bei der Katze gibt es?

 • Aktive Immunisierung:

Bei der aktiven Immunisierung erhält die Katze abgeschwächte, abgetötete oder in Bruchstücke gespaltene nicht infektiöse Antigene, die ihr Immunsystem zur Bildung spezifischer Antikörper anregen. Ziel der aktiven Immunisierung ist ein spezifischer, langfristiger Schutz (Immunität) gegen Infektionserreger. Der Nachteil bei dieser Form der Impfung ist, dass der Körper der Katze für die Bildung der Antikörper einige Tage bis Wochen benötigt.

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• Passive Immunisierung:

Bei der passiven Immunisierung bekommt die Katze ein Immunserum, in dem die benötigten Antikörper bereits enthalten sind. Der Impfstoff schützt daher bereits unmittelbar nach der Verabreichung. Da die Antikörper jedoch körperfremd sind, baut der Organismus sie wieder ab. Eine passive Immunisierung schützt die Katze daher nur kurzfristig.

Es gibt bestimmte Erreger beziehungsweise Krankheiten, gegen die alle Tiere einer Spezies zu jedem Zeitpunkt geschützt sein sollten. Diese Impfungen bezeichnet man als Core- Impfungen oder Pflicht-Impfungen. Dazu zählen bei Katzen Impfungen gegen die lebensgefährlichen Krankheiten:

  • Katzenschnupfen (Erreger: u.a. Rhinotracheitis-Virus, Felines Calicivirus, Felines Herpesvirus)
  • Katzenseuche (Erreger: Felines Panleukopenie-Virus)

Für die Impfung gegen diese Erkrankungen kommt der sogenannte RCP- Impfstoff zum Einsatz. Dieser richtet sich sowohl gegen das Rhinotracheitis- und Calicivirus als auch gegen das Panleukopenie-Virus.

Bei den Non-Core-Impfungen hingegen handelt es sich um Wahl-Impfungen, die nicht zwangsläufig bei allen Katzen durchgeführt werden müssen. Diese Impfungen kommen nur unter besonderen Umständen zum Einsatz, zum Beispiel dann, wenn bei der jeweiligen Katze ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Da viele Katzen in Deutschland ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, zählt die Impfung gegen Tollwut beispielsweise nicht zu den allgemeinen Pflicht-Impfungen. Bei freilaufenden Katzen ist die Tollwut-Impfung aufgrund der Ansteckungsgefahr jedoch verpflichtend, denn Tollwut ist eine tödlich verlaufende Krankheit, die auch auf den Menschen übertragen werden kann. Als Wahl-Impfstoffe stehen Impfstoffe gegen folgende Krankheiten beziehungsweise Erreger zur Verfügung:

Wann sollte ich meine Katze impfen lassen?

Zunächst wird eine sogenannte Grundimmunisierung bei der Katze durchgeführt. Diese bewirkt, dass die Katze eine stabile Immunität gegen die verabreichten Impfstoffe aufbaut. Im Rahmen der Grundimmunisierung erhält die Katze mehrere Impfungen im jeweiligen Abstand von etwa vier Wochen und eine weitere etwa zwölf Monate später. Zur Grundimmunisierung gehören alle Impfungen, die bis zum zweiten Lebensjahr der Katze zum Einsatz kommen. Die „Ständige Impfkommission Vet.“ gibt folgende Impfempfehlungen bei Katzen:

  •  8. Woche: RCP
  • 12. Woche: RCP, Tollwut bei Freigängern
  • 16. Woche: RCP
  • 15. Monat: RCP
  • Nach Angaben des Impfstoffherstellers: Tollwut Wiederholungsimpfungen

Ist die Katze zu Beginn der Grundimmunisierung bereits älter als acht Wochen, erfolgen die Impfungen in derselben zeitlichen Abfolge. Ab einem Alter von zwölf Wochen reichen zwei Impfungen im Abstand von drei bis vier Wochen und eine weitere Impfung nach einem Jahr als Grundimmunisierung aus.

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Um die erreichte Immunität aufrecht zu erhalten, sind regelmäßige Wiederholungs-Impfungen (sog. Booster-Impfungen) bei der Katze erforderlich. Die meisten Impfungen (z.B. gegen Katzenschnupfen) werden jährlich aufgefrischt. Für Tollwut werden Wiederholungs-Impfungen im drei- bis vierjährigen Rhythmus empfohlen.

Welche weiteren Impfungen bei der Katze zum Einsatz kommen, hängt davon ab, wie gefährdet das Tier ist. Es empfehlen sich jährliche Impfgespräche mit dem Tierarzt. Dieser ermittelt das Infektionsrisiko, dem die jeweilige Katze ausgesetzt ist und erstellt anhand dessen einen individuellen Impfplan. Generell gilt: Insgesamt sollten mehr Katzen geimpft werden, die einzelne Katze jedoch nur so oft wie nötig.

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