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Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie, SIT) bei Tieren

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Tierarzt mit Spritze

Bei der Hyposensibilisierung bei Tieren spritzt der Tierarzt das Allergen regelmäßig in kleiner Dosierung. Foto: vetproduction

Was ist eine Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie, SIT) bei Tieren?

Die Hyposensibilisierung bei Tieren, auch Spezifische Immuntherapie (SIT) genannt, ist eine langfristige Behandlungsmethode von Allergien und allergiebedingten Hautkrankheiten. Dabei spritzt ein Tierarzt dem Tier regelmäßig in kleiner Dosierung diejenigen Allergene (bestimmte Eiweiße), auf die das Tier allergisch reagiert.

Dadurch soll das Immunsystem des Tieres an die eigentlich harmlosen Eiweiße gewöhnt werden und dadurch weniger stark auf sie reagieren. Wie die Hyposensibilisierung bei Tieren genau wirkt, ist bislang nicht bekannt. Bisher weiß man nicht, auf welche Weise die Spezifische Immuntherapie das Abwehrsystem beeinflusst.

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Durchführung:

Wie wird eine Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie, SIT) bei Tieren durchgeführt?

Bei der Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie, SIT) bei Tieren spritzt der Tierarzt das Allergen, auf welches das Tier reagiert, in steigender Dosis. Der Tierbesitzer kann sein Tier auch selbst zu Hause spritzen. Zunächst bekommt das Tier die Spritzen in relativ kurzen Abständen, bis die höchstmögliche Menge erreicht ist. Dieser Zeitraum wird bei der Hyposensibilisierung als Steigerungsphase bezeichnet.

In der anschließenden Erhaltungsphase der Spezifischen Immuntherapie wird die Dosis nicht mehr gesteigert und die Spritzabstände werden länger. Das Tier bekommt die Allergene dann nur noch etwa alle vier Wochen verabreicht.

Nach der Spritze ist es wichtig, das Tier noch für mindestens 30 Minuten zu beobachten, um bei möglichen Nebenwirkungen rasch reagieren zu können. Wenn das Tier krank ist, darf es keine Spritzen zur Spezifischen Immuntherapie bekommen, vor allem wenn es Fieber hat.

Das Tier sollte die Spritze zur Hyposensibilisierung nicht direkt vor oder nach dem Fressen sowie vor starker Aktivität bekommen. Spaziergänge und ein Leckerli zur Belohnung nach der Spritze sind aber erlaubt.

Treten während der Hyposensibilisierung Nebenwirkungen beim Tier auf, ist es notwendig, dies dem Tierarzt immer mitzuteilen, bevor das Tier die nächste Spritze erhält. So kann der Tierarzt beurteilen, ob die gewählte Allergen-Dosis möglicherweise zu hoch ist.

Die Allergiebeschwerden bessern sich während einer Hyposensibilisierung bei Tieren in der Regel innerhalb von sechs Monaten. Bei Hunden und Katzen ist die Hyposensibilisierung in etwa 50 bis 80 Prozent der Fälle wirksam. Manchmal bessern sich die Symptome bereits sehr schnell, in anderen Fällen erst nach sechs bis acht Monaten.

Zum Teil ist es sinnvoll, während der Hyposensibilisierung die Allergie-Symptome zusätzlich mit Medikamenten (Antiallergika, z.B. Antihistaminika) zu behandeln, bis die Therapie wirkt. Sind die Beschwerden nach neun bis zwölf Monaten unverändert, ist die Hyposensibilisierung bei dem Tier nicht wirksam und der Tierarzt beendet die Spezifische Immuntherapie.

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