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Slentrol®

 

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Was ist Slentrol®?

Slentrol® ist ein Medikament, das der Tierarzt zur Behandlung von Übergewicht (Adipositas) bei Hunden verschreibt. Es ist eine farblose bis hellgelbe Flüssigkeit, die dem Hund ins Maul gegeben wird. Erhältlich ist Slentrol® in Packungsgrößen zu 20 ml, 50 ml und 100 ml mit jeweils enthaltener Dosierhilfe.

 

Welche Wirkstoffe enthält Slentrol®?

Slentrol® enthält den Wirkstoff Dirlotapid. Dirlotapid hemmt einen Eiweißstoff, das sogenannte Mikrosomale Triglycerid-Transferprotein, welches für die Fettresorption (Fettaufnahme) im Darm zuständig ist. Hierdurch wird weniger Fett aufgenommen und auf diese Weise der Appetit reduziert. 1 ml Lösung Slentrol® enthält 5 mg Dirlotapid.

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Wann wird Slentrol® angewendet?

Slentrol® wird angewendet zur Reduzierung des Gewichts bei übergewichtigen (adipösen) Hunden. Es ist ratsam, parallel zur Therapie mit Slentrol® die Behandlung mit einem geeigneten Bewegungsprogramm und einer Kalorienreduzierung zu ergänzen. Bevor eine Therapie mit Slentrol® begonnen wird, untersucht der Tierarzt den Hund und legt das zu erzielende Gewicht fest.

Slentrol® darf nicht angewendet werden bei:

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  • Hunden, die sich im Wachstum befinden
  • Trächtigen oder säugenden Hündinnen
  • Hunden, die an Leberfunktionsstörungen leiden
  • Hunden mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Dirlotapid oder den weiteren Bestandteilen von Slentrol®
  • Katzen

Bevor eine Therapie mit Slentrol® eingeleitet wird, sollten andere Grunderkrankungen, die zu Übergewicht führen können, durch den Tierarzt ausgeschlossen sein. Hierzu zählen eine Schilddrüsen-Überfunktion und eine Fehlfunktion der Nebenniere (Morbus Cushing). Diese Erkrankungen bedürfen einer gesonderten Behandlung.

 

Wie soll Slentrol® verabreicht werden?

Slentrol® wird dem Hund mit Hilfe der beiliegenden Dosierhilfe direkt ins Maul gegeben oder etwas Futter beigemischt. Es ist aber nicht erforderlich, das Medikament zu den Mahlzeiten zu verabreichen. Begonnen wird mit einer Dosis von 0,05 mg pro kg anfängliches Körpergewicht pro Tag, entsprechend 0,01 ml/kg/Tag. Zwei Wochen nach Therapiebeginn wird diese Ausgangsdosis verdoppelt.

Nach einem Monat sollte eine Gewichtskontrolle in der Tierarzt-Praxis erfolgen:

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  • Hat der Hund mindestens drei Prozent seines Körpergewichts verloren (entsprechend 0,1 % des Körpergewichtes pro Tag), so sollte die Dosis von Slentrol® beibehalten werden.
  • Liegt der Gewichtsverlust unter drei Prozent, wird die Dosis von Slentrol® um 100 % gesteigert.
  • Fällt bei den monatlichen Gewichtskontrollen in der Tierarzt-Praxis eine Stagnation der Gewichtsreduktion auf, kann die Dosis von Slentrol® um weitere 50 % angehoben werden.

Die Anpassung der Dosierung von Slentrol® soll so lange erfolgen, bis das vom Tierarzt vorab festgelegte Körpergewicht des Hundes erreicht ist. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die maximale Slentrol®-Dosis von 0,2 ml/kg (1 mg Dirlotapid /kg) des aktuellen Körpergewichts nicht überschritten werden darf. Verliert der Hund zu schnell an Gewicht (mehr als zwölf Prozent seines aktuellen Körpergewichts), ist es ratsam, die Dosis von Slentrol® um 25 % zu verringern. Hat der Hund das angestrebte Körpergewicht erreicht, kann die Therapie mit Slentrol® noch sechs weitere Monate fortgeführt werden, wobei die gesamte Therapiezeit zwölf Monate nicht überschreiten soll.

Wurde mit der Dosierhilfe die entsprechende Menge Slentrol® aufgezogen, verabreichen Sie das Medikament dem Hund umgehend. Geben Sie Slentrol® dem Futter bei, sollten Sie nicht verzehrte Futterreste entsorgen, damit nicht versehentlich andere Tiere oder Kinder Slentrol® aufnehmen. Sie sollten ferner darauf achten, dass Slentrol® weder auf die Haut noch in die Augen gelangt. Falls dies dennoch passiert, waschen Sie die Haut umgehend mit Seife, bzw. spülen Sie die Augen gründlich mit Wasser aus.

 

Welche Nebenwirkungen hat Slentrol®?

Während einer Behandlung mit Slentrol® kann der Hund folgende Nebenwirkungen zeigen:

  • Lethargie
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit

Diese Nebenwirkungen treten gewöhnlich nur am Anfang der Behandlung mit Slentrol® auf, sind nur leicht ausgeprägt und verschwinden im Verlauf der Therapie. Bei einigen Hunden kommt es allerdings auch im weiteren Behandlungsverlauf zu Erbrechen oder erheblich verringertem Appetit. Selten zeigen mit Slentrol® behandelte Hunde Verhaltensänderungen wie gesteigerten Appetit oder Aggressionen bei der Futteraufnahme. In diesen Fällen ist es ratsam, den Tierarzt aufzusuchen und zu besprechen, ob die Behandlung mit Slentrol® abgebrochen werden sollte.

 

 

Weiterführende Informationen

 

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Text keine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten darstellt. Die medizinischen Informationen stellen weder derartige Beratungen dar noch haben sie zum Zweck, den Tierarzt-Besuch, d.h. eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Tierarzt, zu ersetzen. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung bei Ihrem Tier auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an Ihren Tierarzt oder Apotheker!

 

Autor: Sandra Eggert
Datum: Dezember 2014
Quellen:
University of Zurich. Institute of Veterinary Pharmacology and Toxicology:

http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?tak/05000000/00058455.01?inhalt_c.htm (Abruf: November 2014)
European Medicines Agency. Produktinformation zu Slentrol®:
http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Product_Information/veterinary/000116/WC500068446.pdf (Abruf: November 2014)

 

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