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Receptal®

 

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Was ist Receptal®?

Receptal® ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel für Rinder, Pferde und Kaninchen. Es dient dazu, Eierstock-bedingte Fruchtbarkeitsstörungen zu behandeln, einen Eisprung auszulösen und die Fruchtbarkeitsrate zu verbessern. Receptal® ist als klare, farblose Injektionslösung erhältlich.

 

Welche Wirkstoffe enthält Receptal®?

Receptal® enthält den Wirkstoff Buserelin, ein synthetisch hergestelltes Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH), auch bekannt als Gonadorelin. GnRH wird im Hypothalamus, einer speziellen Hirnregion, gebildet und regt die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) dazu an, die Hormone Luteinisierendes Hormon (LH) und Follikel-stimulierendes Hormon (FSH) auszuschütten. Diese Hormone regulieren die Funktion der Eierstöcke und steuern die Reifung der Follikel und den Eisprung. Aus diesem Grund verabreicht man Receptal® meist kurz vor oder während einer Deckung bzw. künstlichen Besamung, um einen Eisprung auszulösen und die Fruchtbarkeitsrate zu verbessern.

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1 ml Injektionslösung Receptal® enthält 4 µg Buserelin.

 

Wann wird Receptal® angewendet?

Bei Rindern wird Receptal® angewendet, um Fruchtbarkeitsstörungen zu behandeln, die durch die Eierstöcke bedingt sind. Insbesondere kommt das Arzneimittel bei Follikelzysten (mit und ohne Dauerbrunst), Brunstlosigkeit (Azyklie, Anöstrie), verzögertem Eisprung, Follikel-Rückbildung (Atresie) und zur Verbesserung der Konzeptionsrate im Rahmen einer künstlichen Besamung zum Einsatz. Außerdem wird Receptal® verwendet, um Fruchtbarkeitsstörungen vorzubeugen, indem man frühzeitig nach dem Kalben eine Rückkehr in den Brunstzyklus einleitet.

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Bei Pferden dient Receptal® dazu, Zysten an den Eierstöcken sowie Brunstlosigkeit (Azyklie) zu behandeln. Zudem wird das Arzneimittel verwendet, um einen Eisprung herbeizuführen, damit der Züchter Eisprung und Bedeckung zeitlich aufeinander abstimmen kann.

Bei Kaninchen kommt Receptal® zur Verbesserung der Konzeptionsrate zum Einsatz. Außerdem dient das Arzneimittel dazu, bei Besamungen, die direkt nach dem Werfen stattfinden, einen Eisprung herbeizuführen.

Receptal® darf nicht angewendet werden bei Rindern, deren Gebärmutter einer starken bakteriellen Belastung ausgesetzt war – bei Verabreichung von Receptal® nach dem Kalben besteht sonst die Gefahr einer bakteriell bedingten nachgeburtlichen Entzündung der Gebärmutter-Schleimhaut. Außerdem ist vor der Behandlung einer Brunstlosigkeit mit Receptal® sicherzustellen, dass die Brunstlosigkeit korrekt diagnostiziert wurde und tatsächlich hormonell bedingt, statt durch Infektionen oder Stoffwechsel-Störungen verursacht ist.

 

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Wie soll Receptal® verabreicht werden?

Der Hersteller empfiehlt, Receptal® in einen Muskel (intramuskulär) zu spritzen, eine Injektion in eine Vene (intravenös) oder unter die Haut (subkutan) ist aber ebenfalls möglich. Die zu verabreichende Menge richtet sich dabei nach der Tierart und dem Zweck der Behandlung:

  • Rinder erhalten bei verzögertem Eisprung, Follikel-Rückbildung und zur Verbesserung der Konzeptionsrate einmalig 2,5 ml Receptal®. Bei Follikelzysten, Brunstlosigkeit und zur frühzeitigen Rückkehr in den Brunstzyklus nach dem Kalben empfiehlt der Hersteller die Injektion von 5 ml Receptal®.
  • Pferde erhalten bei Eierstock-Zysten und zur Herbeiführung des Eisprungs zwecks Bedeckung einmalig 10 ml Receptal®. Zur Behandlung von brunstlosen Stuten sind zwei Injektionen zu je 5 ml im Abstand von 24 Stunden notwendig.
  • Kaninchen erhalten einmalig 0,2 ml Receptal®.

Um einer Selbstinjektion vorzubeugen, seien Sie bei der Verabreichung der Injektionslösung besonders vorsichtig. Vermeiden Sie, dass Receptal® in Kontakt mit der Haut oder in die Augen gelangt. Sollte dennoch Receptal® auf die Haut gelangen, spülen Sie das Arzneimittel gründlich mit Wasser und Seife ab. Wenn Receptal® versehentlich in die Augen gelangt, spülen Sie das Auge gründlich mit Wasser aus. Da es sich bei Receptal® um ein Arzneimittel mit hormoneller Wirkung handelt, sollten schwangere Frauen das Arzneimittel nicht handhaben.

Für Rinder, Pferde und Kaninchen besteht keine Wartezeit, das heißt Fleisch und Milch können sofort nach der Verabreichung von Receptal® zur Gewinnung von Lebensmitteln verwendet werden.

 

Welche Nebenwirkungen hat Receptal®?

Receptal® ist sehr gut verträglich, und es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Buserelin, der Wirkstoff von Receptal®, wird vom Körper nicht als fremd erkannt, daher bilden sich auch bei wiederholter Verabreichung keine Antikörper, welche die Wirksamkeit des Arzneimittels einschränken würden.

 

 

Weiterführende Informationen

 

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Text keine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten darstellt. Die medizinischen Informationen stellen weder derartige Beratungen dar noch haben sie zum Zweck, den Tierarzt-Besuch, d.h. eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Tierarzt, zu ersetzen. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung bei Ihrem Tier auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an Ihren Tierarzt oder Apotheker!

 

Autor: Dr. Annukka Aho-Ritter, Diplom-Biologin
Datum: November 2014
Quellen:
University of Zurich. Institute of Pharmacology and Toxicology: Informationssystem CliniPharm CliniTox.

www.vetpharm.uzh.ch (Abruf: November 2014)
MSD Tiergesundheit: Information über Receptal®
http://www.msd-tiergesundheit.de/products/receptal/receptal.aspx (Abruf: November 2014)

 

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