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GastroGard®

 

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Was ist GastroGard®?

GastroGard® ist ein rezeptpflichtiges Arzneimittel für Pferde. Der Tierarzt verordnet das Medikament, um Magengeschwüre zu behandeln oder ihnen vorzubeugen. Das Medikament ist als weiche, gelbe bis gelbbraune Paste unter dem Namen GastroGard® 37 % erhältlich.

 

Welche Wirkstoffe enthält GastroGard®?

GastroGard® enthält den Wirkstoff Omeprazol. In 1 g der Paste sind 370 mg Omeprazol enthalten. Das Medikament unterdrückt die Abgabe von Säure in den Magen und gehört zu den sogenannten Protonen-Pumpen-Hemmern.

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Wann wird GastroGard® angewendet?

Der Tierarzt verordnet GastroGard® bei Pferden, wenn diese an Entzündungen und Geschwüren im Magen-Darm-Bereich leiden. GastroGard® kann jedoch auch vorbeugend gegeben werden.

Der Wirkstoff Omeprazol ist ein sogenanntes Prodrug, das heißt, dass Omeprazol erst im sauren pH-Bereich in seine eigentliche Wirkform umgewandelt wird. Diese Wirkform hemmt in der Magenschleimhaut die Protonen-Pumpen. Protonen-Pumpen transportieren Protonen (positiv geladene Elementarteilchen) in den Magen. Diese werden zur Produktion von Bestandteilen des sauren Magensafts benötigt. In der Folge steigt der pH-Wert im Magen an und die Entzündungen oder Geschwüre können abheilen.

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GastroGard® darf nicht angewendet werden bei Stuten, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

GastroGard® sollte nicht angewendet werden bei:

  • Pferden, die jünger als vier Wochen sind
  • Pferden, die weniger als 70 kg wiegen
  • Trächtigen und laktierenden (säugenden) Pferden Wie soll GastroGard® verabreicht werden?

Wie soll GastroGard® verabreicht werden?

GastroGard® 37 % Paste wird dem Tier direkt ins Maul gegeben. Je nachdem, ob Magengeschwüre behandelt oder vorgebeugt werden sollen, empfiehlt der Hersteller unterschiedliche Dosierungen.

Vorbeugung von Magengeschwüren:

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Zur Vorbeugung von Magengeschwüren erhält das Pferd einmal täglich 1 mg Omeprazol pro kg seines Körpergewichts. Die Packung von GastroGard® enthält eine Applikationsspritze. Mit deren Hilfe ist es möglich, dem Pferd die benötigte Arzneimittelmenge zu verabreichen. Am Stempelschaft der Applikationsspritze befinden sich Dosierstufen. Erhält das Tier 1 mg Omeprazol pro kg Körpergewicht, so stellt der Besitzer die Dosierstufe ein, die dem Viertel des Gewichts des Pferdes entspricht. Das heißt, wiegt das Tier 400 kg, so wird der Stempelschaft auf 100 kg gestellt. Anschließend wird die Spitze der Applikationsspritze abgenommen, die Spritze in das Maul des Pferdes geschoben und die Paste auf den Zungengrund gegeben.

Behandlung von Magengeschwüren:

In diesem Fall erhält das Pferd einmal täglich 4 mg Omeprazol pro kg seines Körpergewichts. Die Behandlung sollte über einen Zeitraum von 28 Tagen erfolgen. Danach wird die Arzneimitteldosis auf einmal täglich 1 mg Omeprazol pro kg Körpergewicht reduziert und das Tier weitere 28 Tage weiterbehandelt. Dies soll der Entstehung erneuter Magengeschwüre vorbeugen. Sollten dennoch erneut Magengeschwüre auftreten, muss die Dosis wieder auf 4 mg Omeprazol pro kg Körpergewicht erhöht werden.

Die Packung von GastroGard® enthält eine Applikationsspritze. Mit deren Hilfe ist es möglich, dem Pferd die benötigte Arzneimittelmenge zu verabreichen. Mit dem Inhalt einer Spritze kann ein 575 Kilogramm schweres Pferd, das pro kg Körpergewicht 4 mg Omeprazol erhält, einmal behandelt werden. Am Stempelschaft der Applikationsspritze befinden sich Dosierstufen. Erhält das Tier 4 mg Omeprazol pro kg Körpergewicht, so wird die Dosierstufe eingestellt, die dem Gewicht des Pferdes entspricht. Jede ganze Markierung steht dabei für eine Dosis, die zur Behandlung von einem 100 Kilogramm schweren Tier benötigt wird. Das heißt, wiegt das Tier 400 kg, wird der Stempelschaft auf 400 kg eingestellt. Anschließend wird die Spitze der Applikationsspritze abgenommen, die Spritze in das Maul des Pferdes geschoben und die Paste auf den Zungengrund gegeben.

Stress bei Pferden entsteht unter anderem durch Hochleistungstraining und Wettkämpfe. Aber auch falsche Fütterung, Management und Haltungsbedingungen fördern das Auftreten von Magengeschwüren. Aus diesem Grund ist es in jedem Fall sinnvoll, sowohl Haltungs- als auch die Trainingsbedingungen zu ändern, wenn das Pferd unter einem Magengeschwür leidet. Betreuer, die für das Wohlergehen der Pferde verantwortlich sind, sollten daher darauf achten, die Futterkarenzzeiten zu verkürzen, die Raufutter-Aufnahme und den Weidegang zu erhöhen und das Tier weniger Stress auszusetzen.

Tiere, die mit GastroGard® behandelt wurden, dürfen bis einen Tag nach Behandlungsende nicht für den menschlichen Verzehr geschlachtet werden.

 

Welche Nebenwirkungen hat GastroGard®?

GastroGard® wird im Allgemeinen gut vertragen. Bisher wurden keine unerwünschten Nebenwirkungen bei Pferden, die GastroGard® erhielten, beobachtet.

 

 

 

Weiterführende Informationen

 

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Text keine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten darstellt. Die medizinischen Informationen stellen weder derartige Beratungen dar noch haben sie zum Zweck, den Tierarzt-Besuch, d.h. eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Tierarzt, zu ersetzen. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung bei Ihrem Tier auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an Ihren Tierarzt oder Apotheker!

 

Autor: Dr. Silke Kerscher-Hack, Apothekerin
Datum: Oktober 2014
Quellen:
Merial: Arzneimittelinformation über GastroGard®
http://de.merial.com/SiteCollectionDocuments/pferd/Gastrogard.pdf (Abruf: Oktober 2014)
Dacon GmbH: Fachinformation über GastroGard®
http://www.pharmazie.com/graphic/A/08/8-00608.pdf (Abruf: Oktober 2014)

 

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