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Felimazole®

 

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Was ist Felimazole®?

Felimazole® ist ein verschreibungspflichtiges Medikament gegen eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) bei der Katze. Es ist in Form von Tabletten in drei Dosierungen (Felimazole® 1,25 mg, Felimazole® 2,5 mg und Felimazole® 5 mg) erhältlich.

 

Welche Wirkstoffe enthält Felimazole®?

Felimazole® enthält den Wirkstoff Methimazol, ein sogenanntes Thyreostatikum. Darunter versteht man Arzneimittel, die die hormonelle Aktivität der Schilddrüse drosseln.

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Wann wird Felimazole® angewendet?

Felimazole® wird bei Katzen mit einer Schilddrüsenüberfunktion angewendet. Bei dieser Erkrankung produziert die Schilddrüse zu viele Schilddrüsenhormone, wodurch eine Stoffwechselstörung auftritt. Der Wirkstoff von Felimazole® hemmt die Synthese von Schilddrüsenhormonen bei der Katze und normalisiert dadurch die Menge dieser Hormone im Blut. Der Tierarzt setzt Felimazole® meist zur langfristigen Behandlung der Hyperthyreose ein. In manchen Fällen dient Felimazole® auch dazu, die Schilddrüsenwerte vor einer geplanten operativen Entfernung der Schilddrüse zu normalisieren.

 

Wie soll Felimazole® verabreicht werden?

Felimazole® wird oral, in Form von Tabletten, verabreicht. Dosierung und Dauer der Anwendung richten sich nach dem Behandlungsziel.

Dosierung von Felimazole® zur Langzeitbehandlung der Schilddrüsenüberfunktion bei der Katze:

Zu Therapiebeginn erhält die Katze je morgens und abends eine Tablette Felimazole® mit 2,5 mg Wirkstoff. Nach drei Wochen kontrolliert der Tierarzt den Schilddrüsenhormonwert im Blut (Gesamt-Serum-T4). Je nach Ergebnis, passt er die Dosierung dann noch einmal individuell an, um eine möglichst niedrige Dosierung bei gleichzeitig ausreichender Wirkung zu erzielen. Die Therapie der Katze mit einer Hyperthyreose erfolgt lebenslang! Es ist wichtig, sich genau an die vom Tierarzt vorgeschlagene Dosierung zu halten und die Tablettengabe nie eigenmächtig zu verändern. Felimazole® Tabletten dürfen weder zerdrückt noch zerteilt werden.

Dosierung von Felimazole® vor einer geplanten operativen Entfernung der Schilddrüse (Thyreoidektomie):

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Die Katze erhält zweimal täglich (morgens und abends) eine Tablette Felimazole® mit 2,5 mg Wirkstoff über einen Zeitraum von drei Wochen. Im Anschluss erfolgt dann die Operation. Soll eine spezielle Hyperthyreose-Behandlung – die sogenannte Radiojodtherapie – erfolgen, wird das Medikament etwa ein bis zwei Wochen vor dem Behandlungsbeginn abgesetzt.

Besondere Hinweise, die es bei der Anwendung von Felimazole® zu beachten gibt:

Bevor der Tierarzt die Katze mit Felimazole® behandelt, ist es wichtig, dass er bestimmte Blutwerte (Blutbild, Leber,- und Nierenwerte, Blutchemie) untersucht. Die Kontrolluntersuchungen sollten im Abstand von drei, sechs, zehn und zwanzig Wochen erfolgen. Anschließend alle drei Monate. Dadurch hat der Tierarzt die Möglichkeit, die Dosierung nochmal genau anzupassen. Die Tageshöchstdosis Felimazole® beträgt 20 mg und darf nicht überschritten werden.

In folgenden Fällen darf Felimazole® bei Katzen nicht angewendet werden:

Jetzt folgen:

  • Katzen mit bestehender Lebererkrankung oder Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Katzen mit sogenannten Autoimmunkrankheiten
  • Katzen mit Blutbildveränderungen (vor allem zu geringe Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
  • Katzen mit Blutgerinnungsstörungen
  • Trächtige oder säugende Katzen
  • Katzen, die auf den Wirkstoff Methimazol oder den Hilfsstoff Polyethylenglycol allergisch reagieren.

Wichtig: Frauen im gebärfähigen Alter und Schwangere sollten den Kontakt mit Katzenstreu von behandelten Katzen meiden. Wissenschaftler vermuten, dass der Wirkstoff von Felimazole® Methimazol eine schädliche Wirkung auf das Ungeborene haben kann (fruchtschädigende Wirkung).

 

Welche Nebenwirkungen hat Felimazole®?

Am häufigsten beobachtet man Nebenwirkungen durch Felimazole®, wenn das Medikament zur Langzeitbehandlung der Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt wird. Die Nebenwirkungen sind in vielen Fällen nur schwach ausgeprägt und verschwinden, sobald Felimazole® abgesetzt wird. Stärkere unerwünschte Wirkungen treten eher bei hohen Dosierungen auf.

Folgende unerwünschte Wirkungen können bei Katzen durch Felimazole® auftreten:

  • Erbrechen
  • Fressunlust
  • Lethargie
  • Juckreiz
  • Hautveränderungen an Kopf und Nacken
  • Blutungsneigung
  • Lebererkrankungen mit Gelbsucht
  • Blutbildveränderungen

 

 

Weiterführende Informationen

 

Ausführliche Informationen zur Schilddrüsenüberfunktion bei der Katze finden Sie in unserem Text:

 

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) bei der Katze

 

 

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Text keine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten darstellt. Die medizinischen Informationen stellen weder derartige Beratungen dar noch haben sie zum Zweck, den Tierarzt-Besuch, d.h. eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Tierarzt, zu ersetzen. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung bei Ihrem Tier auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an Ihren Tierarzt oder Apotheker!

 

Autor: Pascale Huber, Tierärztin
Datum: Dezember 2015
Quellen:
Horzinek, M. C. et al.: Krankheiten der Katze. 4. Auflage. Enke Verlag 2005
University of Zurich. Institute of Veterinary Pharmacology and Toxicology: www.vetpharm.uzh.ch (Abruf: September 2013)

 

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