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Equioxx®

 

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Was ist Equioxx®?

Equioxx® ist ein rezeptpflichtiges Arzneimittel für Pferde, das der Tierarzt bei Schmerzen und Entzündungen aufgrund einer Osteoarthritis verordnet. Eine Osteoarthritis ist eine chronische, fortschreitende Gelenkerkrankung. Sie betrifft weiche und knöcherne Anteile des Gelenks und führt zu Schmerzen sowie zu einer eingeschränkten Beweglichkeit wie Lahmheit.

Equioxx® ist als weiße bis grauweiße Paste (Equioxx® 8,2 mg/g) sowie als Injektionslösung (Equioxx® 20 mg/g) erhältlich.

 

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Welche Wirkstoffe enthält Equioxx®?

Equioxx® enthält den Wirkstoff Firocoxib. In einem Gramm der Paste sind 8,2 Milligramm, in 1 ml der Injektionslösung dagegen 20 mg Firocoxib enthalten. Das Medikament gehört zu den sogenannten nicht-steroidalen Entzündungshemmern (NSAID). Es wirkt entzündungshemmend (antiphlogistisch), schmerzlindernd (analgetisch) sowie fiebersenkend (antipyretisch).

 

Wann wird Equioxx® angewendet?

Der Tierarzt verordnet Equioxx® bei Pferden. Behandelt werden mit diesem Medikament Schmerzen, Entzündungen und Lahmheit, wenn diese in der Folge einer Osteoarthritis auftreten.

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Equioxx® darf nicht angewendet werden bei:

  • Trächtigen und laktierenden (säugenden) Stuten
  • Fohlen unter zehn Wochen
  • Stuten, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist
  • Zuchttieren
  • Pferden mit Blutgerinnungsstörungen
  • Pferden mit eingeschränkter Herz-, Leber- oder Nierenfunktion
  • Tieren mit Blutungen oder sonstigen Störungen im Magen-Darm-Trakt
  • Ausgetrockneten (dehydrierten) Pferden, Pferden mit wenig Blutvolumen oder niedrigem Blutdruck. Hier besteht die Gefahr einer Nierenschädigung.
  • Pferden, die gleichzeitig Kortikosteroide (Kortison) oder andere nicht-steroidale Entzündungshemmer erhalten
  • Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Firocoxib oder einem anderen Inhaltsstoff

 

Wie soll Equioxx® verabreicht werden?

Equioxx® 20 mg/g Injektionslösung: Der Tierarzt spritzt Equioxx® 20 mg/g Injektionslösung direkt in die Vene (intravenös). Empfohlen wird einmal täglich eine Dosis von 0,09 mg Firocoxib pro kg Körpergewicht. Dies entspricht einer Menge von 1 ml der Injektionslösung pro 225 kg Körpergewicht. Anschließend kann das Pferd mit Equioxx® 8,2 mg/g Paste weiterbehandelt werden.

Equioxx® 8,2 mg/g Paste: Equioxx® 8,2 mg/g wird dem Pferd direkt ins Maul gegeben. Der Hersteller empfiehlt eine Dosis von 0,1 mg Firocoxib pro kg Körpergewicht. Diese wird dem Pferd einmal täglich maximal 14 Tage lang gegeben.

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In der Packung von Equioxx® ist eine Applikationsspritze. Mit deren Hilfe ist es möglich, dem Pferd die benötigte Arzneimittelmenge zu verabreichen. Am Stempelschaft der Applikationsspritze befinden sich Dosierstufen. Erhält das Pferd 0,1 mg Firocoxib pro kg Körpergewicht, so entspricht jede ganze Markierung der Dosis, die zur Behandlung von einem 100 Kilogramm schweren Tier benötigt wird. Zum Verabreichen lösen Sie zuerst den Rändelring am Schaft durch eine Vierteldrehung und schieben diesen bis zu der Markierung, die dem Gewicht des Pferdes entspricht. Anschließend wird der Ring durch eine Vierteldrehung fixiert und der feste Sitz kontrolliert. Als nächstes nehmen Sie die Spitze der Applikationsspritze ab, schieben die Spritze in das Maul des Pferdes und geben die Paste auf den Zungengrund. Wichtig ist, dass sich während der Arzneimittelgabe keine Futterreste im Maul des Pferdes befinden.

Der Tierarzt entscheidet über die Dauer der Behandlung mit Equioxx® 20 mg/g Injektionslösung oder Equioxx® 8,2 mg/g Paste. Diese hängt vom Behandlungserfolg ab, sollte jedoch nicht länger als 14 Tage betragen.

Tiere, die mit Equioxx® behandelt wurden, dürfen bis 26 Tage nach Behandlungsende nicht für den menschlichen Verzehr geschlachtet werden.

 

Welche Nebenwirkungen hat Equioxx®?

Unter Einnahme von Equioxx® 8,2 mg/g Paste wurden gelegentlich Verletzungen (Läsionen) der Mundschleimhaut, wie Erosionen oder Geschwüre, beobachtet. Erosionen sind Verletzungen, die sich nur an Haut oder Schleimhäuten befinden, aber nicht tiefere Gewebeschichten betreffen. Die Läsionen sind normalerweise leicht und heilen ohne weitere Behandlung ab. Manchmal treten sie zusammen mit vermehrten Speicheln sowie mit Lippen- und Zungenödemen auf.

Folgende Nebenwirkungen wurden unter Anwendung von Equioxx® 20 mg/g Injektionslösung beobachtet:

  • An der Injektionsstelle können geringfügige Reaktionen zusammen mit Schmerzen und Entzündungen auftreten.
  • Gelegentlich wurden Verletzungen (Läsionen) der Mundschleimhaut, wie Erosionen oder Geschwüre, beobachtet. Erosionen sind Verletzungen, sich beispielsweise nur an Haut oder Schleimhäute befinden, aber nicht tiefere Gewebeschichten betreffen. Die Läsionen sind normalerweise leicht und heilen ohne weitere Behandlung ab. Manchmal treten sie zusammen mit vermehrten Speicheln sowie mit Lippen- und Zungenödemen auf. Je höher die Dosis ist, die das Pferd erhält, umso häufiger treten diese Verletzungen auf.
  • Bei hohen Arzneimitteldosen und einer langen Behandlungsdauer können leichte bis mäßige Nierenläsionen auftreten. Hier sollte die Behandlung abgebrochen und die Symptome behandelt werden.

 

 

Weiterführende Informationen

 

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Text keine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten darstellt. Die medizinischen Informationen stellen weder derartige Beratungen dar noch haben sie zum Zweck, den Tierarzt-Besuch, d.h. eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Tierarzt, zu ersetzen. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung bei Ihrem Tier auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an Ihren Tierarzt oder Apotheker!

 

Autor: Dr. Silke Kerscher-Hack, Apothekerin
Datum: Oktober 2014
Quellen:
Merial: Arzneimittelinformation über Equioxx®
http://de.merial.com/SiteCollectionDocuments/pferd/Equioxx%20Paste.pdf (Abruf: Oktober 2014)
Dacon GmbH: Fachinformation über Equioxx®
http://www.pharmazie.com/graphic/a/46/8-90146.pdf (Abruf: Oktober 2014)

 

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