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Caninsulin®

 

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Was ist Caninsulin®?

Caninsulin® ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, welches das blutzuckersenkende Hormon Insulin enthält und zur Behandlung von Diabetes mellitus beim Hund und Diabetes mellitus bei der Katze angewendet wird. Der Besitzer spritzt dem Hund oder der Katze die Insulin-Lösung unter die Haut. Caninsulin® ist als Injektionslösung mit den für die Konzentration vorgesehenen U-40-Insulinspritzen, oder als Patronen für den automatischen Insulin Pen (VetPen®) erhältlich.

 

Welche Wirkstoffe enthält Caninsulin®?

Caninsulin® enthält den Wirkstoff Insulin und ist ein Mittel gegen Diabetes mellitus für Hunde und Katzen. In der Caninsulin® 40 I.E./ml Injektionssuspension für Hunde und Katzen sind 1,38 mg Insulin 40 I.E. enthalten.

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Wann wird Caninsulin® angewendet?

Der Tierarzt setzt Caninsulin® ein, wenn der Hund oder die Katze unter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) leidet. Hierbei setzt er individuell die Dosis für das Tier fest – abhängig vom Gewicht, vom Schweregrad des Diabetes und wie häufig gespritzt wird – und schult den Besitzer für die täglich notwendigen Injektionen zu Hause. Auch empfiehlt er häufig weitere Maßnahmen, wie immer gleiche Fütterungszeiten und ein spezielles Futter, um Diabetes mellitus beim Hund oder bei der Katze erfolgreich zu behandeln.

 

Wie soll Caninsulin® verabreicht werden?

Caninsulin® wird meist zweimal täglich mit einer Spritze unter die Haut des Tieres verabreicht. Hierbei ist es wichtig, das Fläschchen zunächst zu schütteln, bis die Suspension milchig ist und der Wirkstoff sich gleichmäßig in der Lösung verteilt. Dann kann man mithilfe einer geeigneten Insulinspritze, die für eine Injektionslösung mit der Dosierung von 40 I.E. vorgesehen ist, die vom Tierarzt verordnete Menge Insulin aufziehen (z.B. Caninsulin® Spritzen, U40).

Beim Hund kann eine zweimalige oder eine einmalige Verabreichung von Insulin notwendig sein. Der Hersteller empfiehlt bei einmaliger Gabe eine Anfangs-Dosierung von 0,5 I.E. Insulin pro kg Körpergewicht einmal täglich. Häufig ist eine zweimalige Insulingabe notwendig. Die Anfangs-Dosis liegt bei 0,25 bis 0,5 I.E. Insulin pro kg Körpergewicht zweimal täglich.

Zum Beginn der Diabetes-Erkrankung ist es notwendig, dass der Tierarzt mehrfach das Blut des Tieres untersucht und ggf. die Dosis schrittweise angepasst. Hierbei erniedrigt oder erhöht er die Dosis in Schritten von ca. 10 %, abhängig von den Blutzuckerwerten. Wichtig für einen guten Behandlungserfolg ist auch eine gezielte Fütterung – der Tierarzt berät Sie genau, was für Ihren Hund am besten möglich ist. Generell sollte der Hund das Futter zweimal täglich immer zur gleichen Zeit und vor der Caninsulin®-Gabe von Ihnen erhalten.

Bei der Katze ist eine zweimalige Injektion von Caninsulin® notwendig. Die Anfangsdosis variiert je nach dem Blutzucker Ihrer Katze. Der Hersteller empfiehlt bei einem Blutzucker von weniger als 20 mmol/l (weniger als 360 mg/dl) eine Anfangsdosis von 0,25 I.E. Insulin pro kg Körpergewicht zweimal täglich. Bei einem Blutzuckerwert von mehr als 20 mmol/l (mehr als 360 mg/dl) wird eine Anfangsdosis von 0,5 I.E. Insulin pro kg Körpergewicht zweimal täglich empfohlen. Idealerweise füttern Sie Ihrer Katze jeden Tag das gleiche Futter in derselben Menge. Auch bei Katzen ist es notwendig, die Blutzuckerwerte zum Beginn der Behandlung häufiger zu kontrollieren und die Dosis individuell anzupassen.

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Nach der Einstellung einer Erhaltungsdosis bei Hund und Katze ist das Behandlungsziel, die Tiere so einzustellen, dass sich der Insulinbedarf nicht stark ändert. Hierzu gehören regelmäßige Untersuchungen (alle zwei bis vier Monate), eine genaue Beobachtung durch den Besitzer, der durch den Tierarzt auf Anzeichen einer Unter- und Überzuckerung geschult ist, und eine zeitlich gleichbleibende Fütterung mit gleichbleibender Menge und dem gleichen Futter. Stress und unregelmäßige körperliche Belastung gilt es zu vermeiden.

 

Welche Nebenwirkungen hat Caninsulin®?

Caninsulin® kann an der Stelle der Injektion zu einer Reaktion der Haut führen – diese seltene Nebenwirkung ist milde und verschwindet von alleine. Selten kommen allergische Reaktionen auf Caninsulin® vor.

Caninsulin® kann, vor allem bei einer Überdosierung, zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) führen. Bei einer Unterzuckerung zeigt das Tier zunächst häufig Hunger, ist rastlos, dann kann es zittern und unsicher gehen. Auch eine Orientierungslosigkeit und eine fehlende Reaktion auf Ansprechen können Symptome einer Unterzuckerung beim Hund oder der Katze sein. Im schlimmsten Fall führt eine Unterzuckerung zu Krämpfen und Koma. Einige Tiere zeigen bei einer Unterzuckerung auch keinen Hunger und sind einfach sehr ruhig. Beim Verdacht auf eine Unterzuckerung ist eine Notfallbehandlung notwendig – füttern Sie Ihrem Tier eine Zuckerlösung, Honig oder Traubenzucker und setzen Sie sich sofort mit Ihrem Tierarzt oder einer Tiernotfallklinik in Verbindung.

Jetzt folgen:

 

 

 

Weiterführende Informationen

 

Ausführliche Informationen zu Diabetes mellitus bei Tieren finden Sie in unseren Texten:

Diabetes mellitus beim Hund

Diabetes mellitus bei der Katze

 

 

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Text keine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten darstellt. Die medizinischen Informationen stellen weder derartige Beratungen dar noch haben sie zum Zweck, den Tierarzt-Besuch, d.h. eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Tierarzt, zu ersetzen. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung bei Ihrem Tier auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an Ihren Tierarzt oder Apotheker!

 

Autor: Dr. med. vet. Iris Kiesewetter-Koch
Datum: September 2013
Quellen:
MSD Tiergesundheit: Produktinformation Caninsulin®
http://www.msd-tiergesundheit.de/products/caninsulin/010_overview.aspx (Abruf: September 2013)
MSD Tiergesundheit: Produktinformation Caninsulin® und Diabetesmanagement bei Hund und Katze
http://www.caninsulin.de/ (Abruf: September 2013)

University of Zurich. Institute of Veterinary Pharmacology and Toxicology:
www.vetpharm.uzh.ch (Abruf: September 2013)

 

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