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Zähneputzen beim Hund? So geht´s

Publiziert: Freitag, 30. März 2012

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Wir Menschen machen es jeden Tag, die meisten zweimal täglich: Zähneputzen. Eine gute Zahnhygiene ist auch für Hunde wichtig. Tierärzte empfehlen, dem Hund ebenfalls regelmäßig die Zähne zu putzen.

Hund Maul

Um Zahnproblemen vorzubeugen, sollten Sie auch Ihrem Hund die Zähne putzen. Foto: vetproduction

Hundebesitzer fangen am besten schon beim Welpen mit der Zahnpflege an. Dann gewöhnt sich das Tier bereits früh an die Prozedur und die Zähne bleiben von Anfang an gesund. Zu Beginn eignen sich spezielle Aufsätze mit Noppen für den Finger. Diese sind nicht so sperrig wie eine Zahnbürste. Außerdem akzeptieren Hunde die Hand des Besitzers eher als einen fremden Gegenstand. Wenn der Hund sich an das Zähneputzen gewöhnt hat, können Sie nach und nach auf eine Zahnbürste umsteigen.

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Die passende Zahnbürste finden

Es gibt verschiedene Arten von Hundezahnbürsten – je nach Größe des Hundes. Bei manchen sind die Borsten rund, bei anderen oval oder rechteckig angeordnet. Einige Hundezahnbürsten haben jeweils einen großen und einen kleinen Bürstenkopf – je nachdem, welchen Bereich des Gebisses Sie reinigen möchten, können Sie dann den besser passenden Bürstenkopf auswählen.

Es gibt auch Hundezahnbürsten mit zwei gegenüberstehenden Bürstenköpfen. Damit können Sie die Innen- und Außenseite der Zähne gleichzeitig putzen. Welche Form Sie wählen, ist Ihnen überlassen. Hauptsache ist, Sie und Ihr Hund kommen gut damit zurecht. Wenn Sie Zweifel haben, kann Sie Ihr Tierarzt bei der Wahl einer geeigneten Hundezahnbürste unterstützen.

 

Übung macht den Meister

Beim Zähneputzen selbst ist ein wenig Übung gefragt. Lassen Sie sich nicht davon entmutigen, wenn es nicht gleich klappt. Versuchen Sie es einfach immer wieder – Sie selbst werden mit der Zeit geschickter, Ihr Hund gewöhnt sich an die Behandlung und wird kooperativer. Damit dies schneller geht, können Sie Ihren Hund nach der Zahnreinigung mit einem Leckerli belohnen – natürlich am besten mit einem zahnfreundlichen.

Auch eine spezielle Hundezahnpasta macht das Zähneputzen für den Hund angenehmer. Sie schmeckt zum Beispiel nach Geflügel und enthält oft zusätzlich bakterienabtötende Substanzen. Unbedingt notwendig ist eine Hundezahnpasta aber nicht, denn beim Zähneputzen beim Hund kommt es vor allem auf das mechanische Abreiben der Zahnbeläge mit der Zahnbürste an.

Putzen Sie zunächst am besten nur die Außenseite der Seitenzähne. Das geht einfacher, wenn Sie mit zwei Fingern die Lefzen vorsichtig ein wenig nach hinten ziehen. Sparen Sie den Frontzahnbereich zunächst aus, bis sich Ihr Hund an die Behandlung gewöhnt hat und Sie selbst ein wenig Übung haben. Wenn Sie sich den Frontzähnen widmen, sollten Sie darauf achten, dass Sie dabei nicht die Nase berühren, denn darauf reagieren Hunde häufig mit Niesattacken.

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Auf die Technik kommt es an

Die richtige Zahnputztechnik ist relativ einfach: Es genügt, die Zahnbürste auf der Zahnoberfläche aufzusetzen und leicht hin- und her zu rütteln. Die Borsten der Zahnbürste sollten dabei den Zahnfleischrand erreichen und sanft massieren. Das Rütteln löst die Zahnbeläge ab und sie können Sie dann einfach mit der Zahnbürste wegwischen. Wenn die Zähne sehr eng zusammen stehen, können Sie auch vom Zahnfleisch zum Zahn bürsten („Rot-Weiß-Wischtechnik“ wie beim Menschen). Dies ist zum Beispiel im Vorder- und Eckzahnbereich sinnvoll.

Wenn Sie die Zähne Ihres Hundes geputzt haben, können Sie ganz einfach überprüfen, ob sie schon richtig sauber sind: Fahren Sie mit einem Fingernagel vorsichtig über die Zahnoberfläche. Löst sich dabei kein Belag ab, sind die Zähne sauber. Ansonsten können Sie noch einmal nachputzen. Dass sich Zahnstein bildet, können Sie aber auch mit regelmäßigem Zähneputzen nicht ganz vermeiden. Diesen kann nur der Tierarzt entfernen.

Mit dieser Nagelprobe können Sie auch prüfen, wie oft Sie die Zähne Ihres Hundes putzen sollten. Zu Beginn ist es aber in jedem Fall ratsam, jeden Tag zu putzen, damit der Hund sich daran gewöhnt und Sie die nötige Übung bekommen. Danach ist es – je nach Hund – möglich, weniger häufig zu putzen. Etwa Hunde, die viel hartes Hundefutter wie rohe Karotten oder Trockenfutter bekommen, haben häufig weniger Zahnbelag, da die Auflagerungen beim Kauen abgerieben werden. Hin und wieder sollten Sie aber in jedem Fall die Zähne putzen, zum Beispiel jeden zweiten oder dritten Tag. Auch wenn es zumindest am Anfang zeitaufwändig ist – Ihr Hund wird es Ihnen danken, wenn ihm größere Zahnprobleme erspart bleiben.

Jetzt folgen:

 

 

 

Weiterführende Informationen

 
Autor: M. Sc. Nadja Graßmeier, Ernährungswissenschaftlerin
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. M. Waitz
Datum: März 2012
Quellen:
Eickhoff, M.: Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde bei Klein- und Heimtieren. Enke, Stuttgart 2005

 

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