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Wie oft sollte man Hunde entwurmen? Der ESCCAP Entwurmungstest gibt Auskunft

Publiziert: Montag, 12. Juni 2017

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Hunde können Wurmeier auf ihren Ausflügen in Feld und Flur aufnehmen. Foto: Pixabay.com

(Gastbeitrag von ESCCAP Deutschland e.V.)

Würmer sind nicht nur eine Gefahr für Hunde, sondern können auch auf Menschen übertragen werden. Was viele Hundehalter nicht wissen: Je nach individuellem Risiko sollten Hunde unterschiedlich oft im Jahr entwurmt werden, um einen zuverlässigen Schutz vor Würmern zu gewährleisten. Der Onlinetest von ESCCAP hilft Hundehaltern dabei, das Risiko bei ihrem Hund einzuschätzen.

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Wie gefährdet ist Ihr Hund?

Für Hundehalter ist es oft schwierig, selbst einzuschätzen, wie gefährdet ihr Hund ist. Um Ihnen einen besseren Überblick zu geben, hat ESCCAP einen Entwurmungstest für Tierhalter entwickelt. Mit Fragen zu den Lebensumständen Ihres Hundes können Sie das individuelle Risiko Ihres Tieres ermitteln und eine unverbindliche Einschätzung erhalten, wie oft Ihr Hund parasitologisch untersucht bzw. entwurmt werden sollte. Auf Wunsch hat der Test eine praktische Erinnerungsfunktion, durch die Sie per E-Mail an die nächste Untersuchung/Entwurmung erinnert werden. Sie haben nicht nur einen Hund, sondern auch eine Katze als Haustier? Da der ESCCAP Entwurmungstest sowohl für Hunde als auch Katzen entwickelt wurde, können Sie auch das individuelle Risiko Ihrer Katze bestimmen.  Zum kostenfreien Entwurmungstest


Wie erkennt man einen Wurmbefall beim Hund?

In der Regel ist ein Wurmbefall bei Hunden für Hundehalter nur schwer erkennbar. Gerade für die unten angesprochenen Band- und Spulwürmer treten sichtbare Symptome oft nur dann auf, wenn es sich um starke Infektionen handelt oder die Infektion bereits seit längerer Zeit besteht. Grundsätzlich ruft ein Spulwurmbefall bei erwachsenen Hunden selten Krankheitssymptome hervor, Welpen können jedoch schwer daran erkranken. Neben Verdauungsstörungen und schlechter Allgemeinentwicklung kann es auch zu akutem Darmverschluss mit Todesfolge kommen. Die Ausscheidung von Spulwurmeiern und somit die Infektion mit Spulwürmern kann über eine Kotuntersuchung nachgewiesen werden. Vor allem bei Welpen kommt es zudem manchmal auch zum Erbrechen von Spulwurmstadien.
Bei einem starken Befall mit Bandwürmern kann es zu Verdauungsbeschwerden, Mangelversorgung, Lethargie und Anfälligkeit für Krankheiten, aber auch zu Verstopfung und Darmverschluss kommen. Erkennt man flache, weißliche, teilweise auch bewegliche Gebilde im Kot, kann es sich hierbei um Bandwurmglieder handeln. Die hieraus freigesetzten Bandwurmeier lassen sich ebenfalls durch eine Kotuntersuchung nachweisen.

Allerdings bietet die Kotuntersuchung prinzipiell keine sehr hohe Nachweissicherheit, da zum einen nur ausgewachsene Würmer Eier produzieren und zum anderen die Eier nicht kontinuierlich abgegeben werden. Dadurch kommt es oft zu falsch-negativen Befunden.


Welche Würmer kommen beim Hund am häufigsten vor?

Es gibt viele verschiedene Wurmarten, die Hunde befallen können, von denen allerdings nicht alle in Deutschland vorkommen. Hierzulande treten vor allem Infektionen mit Spul- oder Bandwürmern auf.


Spulwürmer beim Hund

Spulwürmer sind weltweit verbreitet und befallen nicht nur den Darm, sondern können auch andere Organe schädigen. Hunde stecken sich unter anderem über die orale Aufnahme der Eier von Spulwürmern an. Diese werden von infizierten Tieren ausgeschieden, in ihnen muss sich in der Außenwelt allerdings zunächst noch eine infektiöse Larve entwickeln. Hierzu werden wenigstens 1-2 Wochen benötigt, woraufhin die Larven in den Eiern dann allerdings sehr lange, d.h. auch noch nach mehreren Monaten oder sogar Jahren überleben können. Dadurch können sich Hunde praktisch überall mit Spulwürmern anstecken, besonders allerdings auf Spielwiesen und an Orten, wo sich viele Tiere aufhalten. Die Wurmeier werden beim Ablecken aus der Umgebung oder durch das Fressen von kontaminiertem Kot aufgenommen. Nach der Passage des Magens kommt es zum Schlupf der Larve und sie dringt in die Darmwand der Tiere ein. Mit dem Blut gelangt sie dann in die Leber sowie anschließend über das Herz und zur Lunge, bevor sie über die Luftröhre zum Schlund transportiert und abgeschluckt wird. Anschließend entwickeln sie sich dann im Darm des Tieres zu bis zu ca. 20 cm langen, geschlechtsreifen Spulwürmern. Ein Teil der Spulwurmlarven gelangt aber von der Lunge wieder in den Blutstrom und damit in andere Körperteile wie z.B. die Muskulatur oder das Gesäuge. Dort treten die Larven dann in ein Ruhestadium ein. Bei einer derart infizierten trächtigen Hündin werden sie dann reaktiviert und können über die Gebärmutter die ungeborenen Welpen anstecken oder später durch die Muttermilch auf diese übertragen werden.

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Bandwürmer beim Hund

Wenn sich Würmer bestimmter Bandwurmarten in größerer Zahl im Darm ansiedeln, können sie ebenfalls zu Verdauungsproblemen und Mangelerscheinungen führen. Hunde können sich mit Bandwürmern infizieren, wenn sie Beutetiere wie Mäuse fressen oder rohes Fleisch gefüttert bekommen, das mit Larvenstadien der Bandwürmer, den sogenannten Finnen befallen ist. Dies trifft so nicht auf den sogenannten Gurkenkernbandwurm zu, denn dieser nutzt Flöhe und Läuse als Zwischenwirt. Diese werden bei der Fellpflege von Hund oder Katze verschluckt, woraufhin der Wurm in den Körper des Tieres gelangt, nach Verdau des Zwischenwirtes im Darm freigesetzt wird und sich zum erwachsenen Stadium entwickelt. Die teilweise bis zu über einen Meter langen Würmer schnüren dann an ihrem Hinterende einzelne Glieder ab, in denen sich die infektiösen Wurmeier befinden. Mit dem Kot der infizierten Hunde und Katzen werden diese Bandwurmglieder ausgeschieden, teilweise platzen sie jedoch bereits im Darmtrakt, sodass die Eier bereits dort freigesetzt werden.

Weitere Informationen
Autor: Torge Ropers, B.A. Germanistik und Geschichte
Datum: Mai 2017
Tierärztliche Qualitätssicherung: Pascale Huber
Quellen:
ESCCAP: Wie oft muss ich mein Tier entwurmen? Aktuelle Empfehlungen zum Schutz vor Würmern.
Wiesner, Ekkehard; Ribbeck, Regine (Hrsg.): Lexikon der Veterinärmedizin. Enke Verlag 1999.

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