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Was ist der Equidenpass (Pferdepass)?

Publiziert: Freitag, 30. März 2012

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Ein Pferd auf der Wiese

Pferde benötigen einen Equidenpass. Dieser muss bei jedem Transport mitgeführt werden. Foto: vetproduction

Der Equidenpass oder Pferdepass ist ein Ausweisdokument für Pferde, Ponys und Esel. Die Europäische Union schreibt vor, dass alle Einhufer, zu denen diese Tierarten gehören, einen Equidenpass brauchen.

Jedes Tier benötigt dabei einen eigenen Pferdepass – unabhängig davon, ob es sich um ein Sportpferd, Zuchtpferd oder Freizeitpferd handelt. Der Tierhalter muss den Equidenpass immer mitführen, wenn er ein Pferd transportiert, gleich ob zum Tierarzt oder zu einem Turnier. Auch bei Wanderritten, die mehrere Tage dauern, gehört der Equidenpass ins Gepäck.

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Der Pferdepass dient dazu, das Tier zu identifizieren. Außerdem können darin tierärztliche Behandlungen dokumentiert werden. Der Equidenpass kann zum Beispiel bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung beantragt werden.

 

Equidenpass beantragen

Wenn Sie ein Pferd, Pony oder einen Esel ohne Ausweisdokumente besitzen, kennzeichnet der Tierarzt das Tier mit einem Mikrochip und füllt anschließend die Unterlagen für den Equidenpass aus. Wichtig ist, dass das Pferd eindeutig identifiziert wird. Wer außer Tierärzten dazu berechtigt ist, ein Tier zu identifizieren, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Im Zweifelsfall können Sie beim Landezuchtverband beziehungsweise der zuständigen Landesbehörde nachfragen.

Damit der Equidenpass beantragt werden kann, benötigen Sie neben der Registrierungsnummer des Mikrochips folgende Informationen:

 

  • Geburtsjahr, Name und Geschlecht des Tieres
  • Farbe und Beschreibung des Tieres mithilfe eines vollständig und korrekt ausgefüllten Diagramms
  • bei Schecken die Angabe, um welche Art von Schecken es sich handelt (z.B. Rapp-Schecke, Fuchs-Schecke etc.)
  • Vor- und Nachname des Besitzers
  • vollständige Adresse des Besitzers
  • Bestätigung der Identifikation durch einen Tierarzt
  • soweit vorhanden, Abstammungsnachweise im Original
  • Angabe, ob das Pferd als Freizeitsportpferd oder als Turnierpferd registriert werden soll
  • Unterschrift des Besitzers

 

Wenn der Tierarzt das Pferd identifiziert, nimmt er zudem auf, ob es zur Schlachtung oder nicht zur Schlachtung bestimmt ist. Diese Information wird ebenfalls in den Equidenpass eingetragen. Der Vermerk „nicht zur Schlachtung bestimmt“ kann nicht mehr geändert werden – auch nicht von späteren Besitzern. Die Angabe „zur Schlachtung bestimmt“ bedeutet allerdings nicht, dass Sie Ihr Pferd schlachten lassen müssen. Sie hat nur zur Folge, dass das Tier mit bestimmten Medikamenten nicht behandelt werden darf.

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Wenn Sie für Ihr Pferd, Pony oder einen Esel den Equidenpass beantragen möchten, ist es am einfachsten, sich direkt mit Ihrem Tierarzt in Verbindung zu setzen. Er kann die Identifizierung des Tieres vornehmen und die notwendigen Unterlagen mit Ihnen ausfüllen.

 

 

 

Jetzt folgen:

Weiterführende Informationen

 
 

Autor: M. Sc. Nadja Graßmeier, Ernährungswissenschaftlerin
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. M. Waitz
Datum: März 2012
Quellen:
Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V.: Informationen zum Equidenpass. Warendorf 2012
Fédération Equestre Internationale: Identification of Horses with the narrative and the diagram. Lausanne 2007

 

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