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Verstopfung bei Katzen

Publiziert: Mittwoch, 31. Oktober 2012

Eine Katze

Verstopfungen können zum Beispiel durch eine falsche Fütterung verursacht werden. Hier eine gesunde Katze. Foto: vetproduction

Was versteht man unter Verstopfung bei Katzen?

Verstopfung bei Katzen liegt vor, wenn die Katze keinen oder nur wenig Kot absetzen kann. Die Katze verspürt zwar den Drang, Kot abzusetzen, aber es gelingt ihr trotz starken Pressens kaum. Verstopfung bei Katzen ruft mitunter Schmerzen hervor – die Katze schreit beim Kotabsetzen oder bricht den Versuch ab. Der Kot ist sehr hart, trocken und kann mit Schleim oder Blut bedeckt sein. Verstopfung bei Katzen kann sich auf das Allgemeinbefinden auswirken: Die Katze frisst nicht, verliert Gewicht und wirkt abwesend. Manchmal muss eine Katze mit Verstopfung auch erbrechen.

Verstopfung bei Katzen kann gelegentlich vorkommen. Oft besteht sie aber nur vorübergehend. Leidet eine Katze länger unter Verstopfung, oder treten starke Beschwerden auf, sollte ein Tierarzt die Ursache abklären. Er kann gegebenenfalls eine angemessene Behandlung der Katze mit Verstopfung einleiten, damit sie wieder Kot absetzen kann.

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Welche Ursachen hat Verstopfung bei Katzen?

Bei Verstopfung bei Katzen kommen verschiedene Ursachen infrage, zum Beispiel:

  • Falsche Fütterung (z.B. zu wenige Ballaststoffe)
  • Verfilztes Fell
  • Wassermangel (Dehydratation)
  • Zu geringer Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie)
  • Fremdkörper im Verdauungstrakt der Katze
  • Haarballen (Trichobezoare)
  • Akute oder chronische Darmentzündungen
  • Entzündungen bzw. Infektionen im Bereich des Anus, z.B. Abszess
  • Feline lower urinary tract disease (FLUTD)
  • Beckenbruch
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Psychische Faktoren, z.B. fehlende Akzeptanz des Katzenklos
  • Tumoren

 

Wie wird Verstopfung bei Katzen behandelt?

Wie Verstopfung bei Katzen behandelt wird, hängt von der jeweiligen Ursache und der Schwere der Verstopfung ab. Führen Erkrankungen zu Verstopfung bei Katzen, steht die Behandlung dieser Ursachen im Vordergrund. Manchmal hat eine Katze vorübergehend Verstopfung, wenn sie nicht ausreichend Wasser aufnimmt. Ist ihr Flüssigkeitshaushalt wieder ausgeglichen, verschwinden die Beschwerden beim Kotabsetzen wieder.

Insbesondere bei langhaarigen und übergewichtigen Katzen, kann eine mangelhafte Fellpflege um den Analbereich herum Verstopfung hervorrufen, denn langes Fell kann das Absetzen von Kot stören. Ist das Fell zudem verfilzt und mit Kot durchsetzt, reizt dies die Haut, was zu Schmerzen beim Kotabsetzen führt. Die Katze versucht in der Folge, diesen Vorgang zu vermeiden, was eine Verstopfung hervorrufen kann. Achten Sie daher darauf, dass das Fell ihrer Katze gepflegt ist. Bei langhaarigen Katzen ist es empfehlenswert, das Fell um den Analbereich zu scheren.

Bei leichter bis mittelschwerer Verstopfung können Einläufe mit lauwarmem Wasser die Verstopfung bei Katzen lösen. Dies sollte allerdings nur unter fachkundiger Anleitung geschehen, denn falsch angewendet kann ein Einlauf für die Katze gefährlich sein – Ihr Tierarzt wird Sie dazu beraten.

Um den Kot aufzulockern, eignet sich bei Verstopfung bei Katzen Milch. Sie enthält Milchzucker (Laktose), den die meisten erwachsenen Katzen nicht verdauen können. Milchzucker macht den Kot weicher, weil er Wasser anzieht. Ballaststoffe können bei leichter bis mittelschwerer Verstopfung bei Katzen ebenfalls helfen: Etwa Flohsamen (Psyllium) oder Weizenkleie erhöhen das Kotvolumen und wirken abführend. Reicht das nicht aus, um die Verstopfung bei Katzen zu behandeln, kann der Tierarzt verschiedene Medikamente verschreiben, welche zum Beispiel die Darmtätigkeit fördern.

Bei schwerer Verstopfung bei Katzen reichen diese Maßnahmen oft nicht aus. Dann kann es notwendig sein, dass der Tierarzt den Kot unter Vollnarkose aus dem Darm entfernt.

 

 

 

Weiterführende Informationen

 

Autor: M. Sc. Nadja Graßmeier, Ernährungswissenschaftlerin
Tierärztliche Qualitätssicherung: Dr. med. vet. Michael Koch
Datum: Oktober 2012
Quellen:
Rand, J.: Praxishandbuch Katzenkrankheiten. Urban & Fischer, München 2009

 

Schlagwörter:

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