Anzeige

Anzeige

Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten

Anzeige


Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten
Home » Magazin » Tierisch fit – Radfahren mit dem Hund

Tierisch fit – Radfahren mit dem Hund

Publiziert: Montag, 30. April 2012

Diesen Artikel teilen:

 
Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Radfahren mit dem Hund

Schritt für Schritt kann Ihr Hund das Mitlaufen am Fahrrad erlernen. Foto: vetproduction

Sonniges Wetter und warme Temperaturen – perfekte Bedingungen für eine kleine Radtour mit dem Hund! Das gemeinsame Radeln macht nicht nur Spaß, sondern hält sowohl Vierbeiner als auch Zweibeiner fit. Radfahren eignet sich gut, um die Bewegung des Hundes zu fördern und die Kondition zu verbessern – auch Übergewicht kann mit regelmäßigem Radfahren entgegen gewirkt werden. Doch bevor Sie sich aufs Rad schwingen, sollten Sie Ihren neuen Sportsfreund erst langsam an die Fahrsituation gewöhnen. Damit Sie ohne Schürfwunden wieder nach Hause kommen, haben wir die wichtigsten Informationen rund ums Fahrradfahren mit dem Hund für Sie zusammengefasst.

 

Anzeige

Das sollte Ihr Hund vor Antritt der Radtour können

Für das Laufen am Rad sollte Ihr Hund auf jeden Fall ausgewachsen, also mindestens ein Jahr oder älter sein. Die Knochen jüngerer Hunde sind noch unstabil, und übermäßiger Sport kann schädlich für das Wachstum sein. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Hund ausgewachsen ist, können Sie Ihren Tierarzt dazu befragen.

Um Unfälle zu vermeiden, sollte Ihr Hund einen gewissen Grundgehorsam beherrschen. Kommandos wie „Sitz“ und „bei Fuß“ sollten vor dem Antritt einer Radtour gut sitzen. Zudem sollte der Hund geübt im Laufen an der lockeren Leine sein – so sind die wichtigen Voraussetzungen für eine sturzfreie Radtour erfüllt.

 

Die richtige Ausrüstung zum Radfahren

Neben einem verkehrstüchtigen Fahrrad benötigen Sie ein Brustgeschirr für den Hund. Halsbänder sind weniger geeignet, da sie sich zuziehen können oder – falls der Hund sich losreißt – zu Verletzungen führen. Die Leine sollte etwa eine Länge von zwei Metern haben und locker durchhängen. Es gibt auch spezielle Fahrradhalterungen für den Hund, die am Rahmen des Fahrrads angebracht werden. Sie haben eine zugehörige Leine und eine Federung, damit ein plötzliches Anhalten oder Losrennen des Hundes abgefangen werden kann.

Das Laufen am Rad ist auf Dauer anstrengend für Ihren Hund, nehmen Sie deshalb immer eine Wasserflasche für ihn mit. Je nach Hundegröße, sollten Sie auf längeren Radtouren einen Fahrradkorb oder Fahrradanhänger mit sich führen, damit der Hund bei Erschöpfung Ruhepausen einlegen kann.

 

Den Hund langsam eingewöhnen

Bevor Sie die erste kleine Radtour starten, sollten Sie zuvor mit dem Hund Gassi gehen. So kann er erst mal all seine kleinen und großen Geschäfte erledigen und ist später etwas ruhiger. Zum Üben eignen sich ruhig gelegene Wege ohne viel Straßenverkehr. Das neue Gefährt kann dem Hund unter Umständen auch Angst machen – beginnen Sie deshalb damit, den Hund langsam an die Nähe des Fahrrads zu gewöhnen.

Anzeige

Schieben Sie Ihr Fahrrad gemütlich und lassen Sie den Hund langsam nebenher laufen. Der Hund sollte grundsätzlich immer rechts vom Fahrrad laufen (immer auf der vom Verkehr abgewandten Seite des Radwegs). Fangen Sie deshalb gleich zu Beginn mit der richtigen Seite an. Gehen Sie so, dass das Rad zwischen Ihnen und dem Hund geschoben wird. Legen Sie erst nur kurze Wege zu Fuß zurück und wiederholen Sie diese ein paar Mal.

 

Hund läuft angestrengt am Rad.

Achten Sie darauf Ihren Hund nicht zu überfordern. Zeit für Schnüffelpausen sollte sein! Foto: vetproduction

Jetzt können Sie aufsteigen!

Nach ein paar Spaziergängen mit Hund und Rad, können Sie vorsichtig auf das Rad steigen. Die Fahrten sollten zunächst nur kurz sein und fünf bis zehn Minuten dauern. Fahren Sie zunächst langsam, damit der Hund in keine hektische Lauf- oder Spielstimmung verfällt. Fahren Sie ein Tempo, bei dem der Hund langsam mittraben kann. Die Leine sollte dabei niemals am Lenker oder am Handgelenk befestigt werden. Halten Sie die Leine locker fest, damit Sie sie im Notfall leicht wieder loslassen können. Üben Sie weiterhin bei einem langsamen Tempo das Halten und wieder Aufsteigen. Umfahren Sie Kurven und Hindernisse.

Jetzt folgen:

Wenn das Radfahren gut klappt, können Sie den Hund natürlich auch mit Leckerchen belohnen. Falls der Hund in der Anfangsphase einmal unsicher ist und stoppt, halten Sie an, steigen Sie vom Rad und gehen Sie ein Stück zu Fuß weiter. Nach einiger Zeit können Sie sich von neuem herantasten und das Training fortführen. Wenn alles reibungslos klappt, können Sie das Tempo steigern und die Kondition des Hundes weiter ausbauen.

Die meisten Hunde haben großen Spaß am gemeinsamen Radsport, aber es gibt auch solche, die sich nicht für das Mitlaufen begeistern können. Auch das sollten Sie respektieren. Es gibt noch viele andere Beschäftigungsmöglichkeiten, die Sie mit Ihrem Hund ausprobieren können, zum Beispiel das Walken oder ein entspanntes Hundeyoga.

 

Wichtige Grundregeln zum Radfahren mit dem Hund

Beim regelmäßigen Radfahren sollte der Hund nur im ruhigen Trab laufen. Achten Sie darauf, den Vierbeiner nicht zu überfordern. Das Tempo sollte hauptsächlich durch das Tier bestimmt werden. Wenn Sie zwischendurch kleinere Laufstrecken einlegen, sollte darauf eine Pause folgen. Machen Sie generell zwischendurch kleine Spazierpausen und lassen Sie den Hund ein wenig schnüffeln.

Auf Feldwegen kann der Hund – sofern es erlaubt ist – auch frei mitlaufen. Fahren Sie nicht zu häufig auf Asphalt oder Böden, die mit Splitt oder Ähnlichem belegt sind. Auf solch einem Untergrund zu laufen, kann die Pfotenballen des Hundes auf Dauer zu stark abnutzen und verletzen.

Vermeiden Sie es auf jeden Fall, bei Hitze mit dem Hund Fahrrad zu fahren. Dies wäre eine zu große Anstrengung für das Tier. Wenn der Hund vorübergehend oder dauerhaft unter einer körperlichen Beeinträchtigung leidet, sprechen Sie vorher mit Ihrem Tierarzt, ob das Mitlaufen am Rad gesundheitlich unbedenklich ist.

 

 

 

Weiterführende Informationen

 

Autor: Klaudia Fernowka, B.A.
Medizinische Qualitätssicherung:
Dr. med. M. Waitz
Datum:
April 2012
Quellen:

Schlegl-Kofler, K.: Mit dem Hund spielen und trainieren. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2008
Wolf, K.: Hunde – Spiel & Sport. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2009
TASSO e.V.: Profi-Tipps für das Fahrradfahren mit Hund. www.tasso.net (Stand: 15.06.2009)
Mack, A. et al.: Dog-Coaching: Schritt für Schritt zum souveränen Hund. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2011

Diesen Artikel teilen:

Weitere interessante Artikel zum Thema:

Anzeige

Anzeige

Aktuelle Umfrage
Empfinden Sie die Tierarztkosten als zu hoch?
  • Ja 82%, 228 votes
    228 votes 82%
    228 votes - 82% von allen Abstimmungen
  • Nein 18%, 51 vote
    51 vote 18%
    51 vote - 18% von allen Abstimmungen
Abstimmungen insgesamt: 279
Freitag, 15. September 2017
Aktuelle Stellenangebote
Newsletter abonnieren

Verpassen Sie keine Neuigkeiten mit unserem kostenlosen Newsletter!

Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin