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So wird Ihr Hund stubenrein

Publiziert: Mittwoch, 17. April 2013

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Hund beim Urinieren

Ein stubenreiner Hund wird stets draußen urinieren. Foto: vetproduction

Vor allem Tierhalter, die zum ersten Mal einen kleinen Welpen erziehen, fragen sich, wie der Hund stubenrein wird. Die Stubenreinheit gehört zu den ersten Grundregeln, die ein Welpe beherrschen muss. Doch manchmal ist dies leichter gesagt als getan, denn aufgrund seiner körperlichen Entwicklung ist der kleine Hund noch nicht in der Lage über längere Zeit einzuhalten und prompt ist das kleine Malheur passiert. Wie schnell der Hund stubenrein wird, hängt aber nicht nur von der Lernfähigkeit des Hundes ab, sondern auch von der schnellen Reaktion des Hundehalters. Wir sagen Ihnen, wie Ihr Hund stubenrein wird.

 

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Das sollten Sie beachten, damit Ihr Hund stubenrein wird

Einige Hunde sind bereits nach drei Tagen stubenrein, während andere drei Wochen oder länger brauchen. Unter einem Alter von 16 Wochen reicht allerdings das Volumen der Blase bei einem Welpen gar nicht aus, um wirklich stubenrein zu werden. Haben Sie also Geduld. Gerade in der Anfangsphase, in der sich der Hund an die Umgebung und an die neuen Regeln gewöhnen muss, kann es helfen, einige Wochen Urlaub zu nehmen. So können Sie sich voll und ganz der Eingewöhnung und Erziehung des kleinen Welpen widmen und erreichen dadurch meist, dass der Hund schnell stubenrein wird.

Der kleine Welpe muss viel öfter vor die Tür als ein ausgewachsener Hund. So muss der Welpe meist nach jedem Aufwachen, nach jeder Mahlzeit und auch nach einem aufregenden Spiel nach draußen gebracht werden. Beobachten Sie Ihren Hund genau und lassen Sie ihn möglichst nicht aus den Augen. Mit der Zeit erkennen Sie, wann sich der Hund erleichtern möchte. Eindeutige Anzeichen sind, wenn der Hund im Kreis schnüffelt und versucht sich ein Plätzchen zu suchen.

 

Rechtzeitig reagieren, damit der Hund stubenrein wird

Wenn der Hund anzeigt, dass er nach draußen will, bringen Sie ihn schnell hinaus. Tragen Sie ihn am besten einfach nach draußen, das Anlocken würde zu lange dauern. Bringen Sie den Welpen in eine geschützte Ecke mit Grasbewuchs oder erdigem Untergrund. Beim Raussetzen können Sie gleichzeitig ein Signal wie „Geh Pinkeln“ geben. So wird der Hund stubenrein und lernt gleichzeitig, dies mit einem Signal zu verbinden. Zum Schluss erhält der Hund natürlich ein dickes Lob, solange er noch in der Lernphase ist.

Mit der Zeit kann der Abstand zwischen den Gassigängen verlängert werden. Wenn der Hund eigentlich schon stubenrein ist und doch einmal rückfällig wird, macht es keinen Sinn ihn zu strafen oder gar mit der Nase auf die Hinterlassenschaften aufmerksam zu machen. Das würde nur dazu führen, dass er sich das nächste Mal heimlich erleichtert. Bringen Sie ihn stattdessen einfach raus und loben ihn, wenn er sein Geschäft im Freien macht. Um Gerüche zu vermeiden und um zu verhindern, dass der Hund sich eine Pinkelstelle einprägt, säubern Sie die betroffene Stelle gründlich mit Desinfektionsmitteln. Geben Sie sich das nächste Mal noch mehr Mühe, ihn rechtzeitig zu erwischen. Je seltener er sich in der Wohnung erleichtert, umso schneller wird der Hund stubenrein.

 

So bleibt der Hund nachts stubenrein

Hunde sind von Natur aus eigentlich reinliche Tiere und wollen ihr eigenes Nest nicht beschmutzen. Dies können Sie ausnutzen, um den Hund in der Nacht stubenrein zu halten. Lassen Sie den Hund nachts in einer Hundebox schlafen und platzieren Sie die Schlafkiste so, dass Sie den Hund noch gut hören können. Wenn der Hund raus muss, wird er Winseln oder andere Laute geben. Dann müssen Sie schnell reagieren und den Hund nach draußen bringen. Rechnen Sie damit, dass ein Welpe auch nachts regelmäßig nach draußen muss.

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Um den Hund leichter an die Box zu gewöhnen, können Sie ihn mit Leckerchen hineinlocken und zunächst nur für einige Minuten in der Kiste lassen. Verlängern Sie die Zeiten in der Box dann allmählich.

 

Weitere Ursachen, warum der Hund nicht stubenrein wird

Wenn es länger dauert bis der Hund stubenrein wird, kann dies verschiedene Ursachen haben. Ein Grund kann sein, dass Sie zu selten oder zu unregelmäßig Gassi gehen. Richten Sie deshalb möglichst feste Essens- und Spazierzeiten ein. Große Aufregung beim Spielen oder bei der Begrüßung kann ebenfalls dazu führen, dass der Welpe einige Tropfen Urin verliert. Begrüßen Sie den Hund deshalb möglichst ruhig, wenn Sie nach Hause kommen und versuchen Sie, den Erregungslevel des Hundes niedrig zu halten.

Wenn ausgewachsene und ältere Hunde plötzlich wieder anfangen in der Wohnung zu urinieren, kann dies krankheitsbedingte Ursachen haben – man spricht von einer Inkontinenz beim Hund. Dahinter kann zum Beispiel eine Blasenschwäche oder Blasenentzündung (Zystitis) stecken. Zur Sicherheit sollten Sie den Hund dann für eine Untersuchung beim Tierarzt vorstellen.

Jetzt folgen:

Unerwünschtes Urinieren kann auch aus Verhaltensproblemen herrühren. Beispielsweise, wenn der Hund sich darüber ärgert, dass er allein gelassen wird oder Angst vor einem Gewitter oder lautem Feuerwerk hat. Auch dann ist es zwecklos, den Hund im Nachhinein zu bestrafen. Meist kann der Hund keine Verknüpfung mehr zwischen Strafe und Ursache herstellen. Vielmehr gilt es dann die genauen Gründe für die Verhaltensstörung zu ermitteln und diese zu gezielt abzutrainieren.

 

 

Weiterführende Informationen

 

Autor: Klaudia Fernowka, B.A.
Tierärztliche Qualitätssicherung: Dr. med. vet. Michael Koch
Datum: März 2013
Quellen:
Krüger, A.: Besser kommunizieren mit dem Hund. Gräfe und Unzer, München 2008
Müller-Rielinger, S.: Kleine Hunde. Gräfe und Unzer, München 2009
Askew, H.: Behandlung von Verhaltensproblemen bei Hund und Katze. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2003
Schlegl-Kofler, K.: Hunde-Erziehung. Gräfe und Unzer, München 2007

 

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