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So schützen Sie Ihren Hund vor Zecken und Co.

Publiziert: Montag, 27. April 2015

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Hunde im Wald

Zecken-und Flohmittel helfen dabei, Ihren Hund vor einem Parasiten-Befall zu schützen. Foto: Manfred Antranias Zimmer / pixabay.de

Wenn es so langsam warm wird und die Frühlingssonne nach draußen lädt, freuen wir uns auf einen entspannenden Waldspaziergang mit unserem Hund. Das Flanieren im Forst ist gesund, nicht nur für den Hund. Wir bewegen uns an der frischen Luft, genießen die Stille der Natur und erholen uns gemeinsam mit unserem Vierbeiner vom hektischen Alltag. Doch so schön der Waldspaziergang auch ist, hin und wieder wird die Freude getrübt. Kommt der Hund mit potenziellen Krankheitserregern wie Flöhen und Zecken im Fell nach Hause, ist der Erholungseffekt schnell dahin. Vor allem, weil diese auch für den Menschen nicht ungefährlich sind, da sie Krankheiten wie die Borreliose übertragen können. Damit Sie die positiven Effekte des Waldspaziergangs voll ausschöpfen können, haben wir einige Informationen zusammengestellt, wie Sie sich und Ihren Hund schützen können.

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Warm und Feucht – das lieben Zecken und Flöhe

Zecken und Flöhe sind die häufigsten Parasiten bei Hunden. Sie leben draußen im Freien und sind insbesondere auf Wiesen und in Wäldern zu finden. Besonders im Frühling sind die Blutsauger aktiv und das Risiko, Zecken und Flöhe vom Waldspaziergang mit nach Hause zu bringen, ist groß. Sie sitzen in Büschen, im Unterholz oder in hohem Gras, und befallen vorwiegend Tiere, die sich in der Nähe bewegen. Wenn Hunde durch Wiesen laufen, klettern Zecken von Grashalmen, die übers Fell streifen, auf den Hund. Von dort wandern sie zu gut durchbluteten, warmen Hautstellen des Tieres. Da Zecken und Flöhe Wärme und Feuchtigkeit lieben, sind sie besonders an warmen Regentagen aktiv.

 

Die Zecke – ein potentieller Krankheitserreger

Zecken gehören zur Klasse der Milben und sind Spinnentiere. Sie zählen zu den Parasiten und brauchen einen Wirt, also ein anderes Lebewesen, um selbst zu überleben. In Deutschland ist die Schildzecke von über 800 verschiedenen Arten die am weitesten verbreitete Zeckenart. Im Frühling und Sommer legt ein einziges Zeckenweibchen bis zu 18.000 Eier, was der Grund für die große Ausbreitung zu dieser Jahreszeit ist. Wenn Zecken zu einer geeigneten Körperstelle wandern, ernähren sich die anfangs nur Millimeter kleinen Tiere vom Blut ihrer Wirte und können so massiv an Größe gewinnen. Die kleinen Vampire saugen sich so lange voll, bis sie satt sind, um dann abzufallen. Als Krankheitserreger sind sie nicht zu unterschätzen: Die Borreliose, eine Infektionskrankheit, die am häufigsten auf Hunde übertragen wird, kann unter anderem zu bleibenden Lähmungen führen. Wird diese Erkrankung nicht früh genug erkannt, kann sie immer wieder Beschwerden wie Fieber und Schmerzen verursachen. Die Babesiose, auch als die Hunde-Malaria bekannt, ist eine weitere Erkrankung, die durch Zecken übertragen werden kann. Zecken, die eine Babesiose übertragen können, kommen vor allem in Südeuropa und Teilen West- und Osteuropas und gelegentlich in Süddeutschland vor. Diese Infektionskrankheit tritt oft plötzlich auf, zeichnet sich durch Beschwerden wie Fieber und Blutarmut aus und kann für den Hund im schlimmsten Fall tödlich enden.

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Zecken gekonnt vorbeugen

  • Suchen Sie täglich das Fell Ihres Hundes auf Zecken ab, insbesondere nach Wald-oder Wiesenspaziergängen. Achten Sie dabei vor allem auf den Halsbereich, da sich Zecken hier besonders gerne festbeißen.
  • Wenn Sie eine Zecke finden, muss diese vorsichtig entfernt werden. Achten Sie darauf die Zecke unversehrt herauszuziehen und verwenden Sie am besten eine spezielle Zeckenzange dafür.
  • Verwenden Sie keine Flüssigkeiten zum Entfernen der Zecke! Denn das Einreiben der Hautstelle mit Hausmitteln wie Öl oder Nagellackentferner, kann dazu führen, dass die Zecke Krankheitserreger überhaupt erst in das Blut Ihres Hundes abgibt.
  • Falls Teile des Zeckenkopfes in der Haut steckenbleiben sollten, suchen Sie am besten Ihren Tierarzt auf. Auch wenn die Zecke von selbst abfallen sollte, können Teile der Zecke noch in der Haut sitzen. Wenn Ihr Hund also eine gerötete Hautstelle hat, kontrollieren Sie, ob sie nicht von einem Zeckenbiss stammt.
  • Am Sichersten ist es, dafür zu sorgen, dass Ihr Hund erst gar nicht Opfer dieser Blutsauger wird. Spezielle Zeckenmittel helfen, einen Zeckenbefall zu verhindern oder Zecken abzutöten.

 

Sogenannte Antiparasitika schwächen die Zecke. Sie kann sich nicht lange im Fell halten und stirbt schließlich ab. Antiparasitika gibt es in verschiedenen Anwendungsformen:

  • Das Zeckenhalsband ist mit dem Zecken abtötenden Wirkstoff versetzt und bietet meist einen mehrmonatigen Zeckenschutz.
  • Spot-On Präparate sind flüssig und werden auf den Nacken des Hundes getropft. Sie verteilen sich über die Talgdrüsen und sorgen somit einige Wochen für Schutz vor Zecken.
  • Zeckensprays sind ebenso mit einem Zecken abtötenden Wirkstoff versetzt und wirken nach dem Auftragen für einige Stunden.
  • Tabletten, die einen Wirkstoff gegen Zecken und Flöhe enthalten können z.B. mit dem Futter verabreicht werden.

 

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Unliebsam und lästig: Flöhe beim Hund

Neben Zeckenstichen kommt auch der Flohbefall bei Hunden sehr häufig vor. Die etwa zwei Millimeter kleinen Insekten haben die Fähigkeit verhältnismäßig hoch und weit zu springen und ernähren sich – genauso wie Zecken – vom Blut ihrer Wirte. Unangenehmen Mückenstichen sehr ähnlich, sind die typischen Beschwerden Juckreiz und Hautrötungen. Flöhe können aber auch ernsthafte Erkrankungen verursachen und beispielsweise den Bandwurm übertragen. Nur wenige Flohbisse können zudem ausreichen, um bei Hunden eine Flohspeichel-Allergie auszulösen. Da Flöhe oft ein bis zwei Monate auf ihrem Wirt sitzen bleiben, kann das ständige Blutsaugen auch zu einer Blutarmut führen. Ebenso wie bei Zecken, ist auch hier eine intensive Fellpflege nach Waldspaziergängen besonders wichtig. Beißt sich der Hund immer wieder plötzlich ins Fell, könnte dies ein Hinweis auf Flohbefall sein.

 

So werden Sie Flöhe wieder los:

  • Es ist mit einigem Aufwand verbunden, Flöhe wieder erfolgreich loszuwerden. Zuerst müssen die Flöhe auf dem Hund mit einem speziellen Flohmittel abgetötet werden.
  • Der gesamte Lebensraum des Hundes muss komplett gesäubert werden. Das bedeutet eine Grundreinigung aller Bereiche zu denen Ihr Hund Zugang hat, wie auch das Waschen von Schlafplatz, Decken und Teppichen.
  • Falls Sie weitere Tiere besitzen, müssen auch diese mit Flohmitteln behandelt werden. Für jede Tierart gibt es ein spezielles Flohmittel, denn nicht jedes Mittel ist für alle Tiere gleichermaßen geeignet.

 

Kombipräparate wirken gleichzeitig gegen Zecken und Flöhe

Um den Hund wirksam vor Flohbefall zu schützen, ist es bei entsprechendem Risiko empfehlenswert, Flohmittel bzw. Antiparasitika anzuwenden. Ebenso wie beim Zeckenschutz, gibt es auch hier verschiedene Darreichungsformen, wie das Flohhalsband, Spot-On-Präparate, Flohsprays oder Tabletten.
Antiparasitika sind häufig Kombipräparate und schützen sowohl vor Zecken als auch vor Flöhen. Damit Sie Ihren nächsten Waldspaziergang ohne Bedenken genießen können, machen Sie es den kleinen Blutsaugern schwer Ihren Hund zu befallen. Ein ausreichender Zecken-und Flohschutz für Ihren Hund minimiert das Risiko für Infektionskrankheiten für Mensch und Tier.

Weiterführende Informationen

Alles zum Thema Floh- und Zeckenmittel:
http://www.medicanimal.de/floh-zeckenmittel

Die Tierarztpraxis Rüdiger Schmitz zum Thema Zecken und Flöhe:
http://www.bergtierarzt.de/Service/Zecken-Flohe/zecken-flohe.html

 

 

Autor: Sabina Filipovic
Datum: April 2015
Letzte Aktualisierung: Oktober 2016

Quellen:
Bauer, J., Boretti, F. et al:Infektionskrankheiten. In: Suter, P., Kohn,B. et al(Hrsg.): Praktikum der Hundeklinik. Thieme, Stuttgart 2012.
Jaggy André (Hrsg.): Atlas und Lehrbuch der Kleintierneurologie. Schlütersche Verlagssgesellschaft, Hannover, 2007.
Linek, M.: Hautkrankheit. In: Suter, P., Kohn,B. et al(Hrsg.): Praktikum der Hundeklinik. Thieme, Stuttgart 2012.
Online-Informationen des Bundesverbands für Tiergesundheit e.V.: Zecken – Gefahr aus dem Wald: http://www.kleintiergesundheit.info/presse/kleintiergesundheit/zecken-gefahr-aus-dem-wald/kurzmeldung-zecken-gefahr-aus-dem-wald/ (Abruf: 21.04.2015)
Online-Informationen der Praxis Dr. med. vet. Kristine Hucke: http://www.tierarzt-hucke.de/Hund/herbstzecken.html (Abruf: 21.04.2015)

 

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