Schwimmen mit dem Hund – Training für die Gelenke

Publiziert: Dienstag, 12. Juni 2012

Zwei Hunde spielen im Wasser

Schwimmen macht Hunden nicht nur Spaß, es ist gleichzeitig auch gesund. Foto: vetproduction

Sommerzeit ist Badezeit – das gilt auch für Hunde! Gerade an heißen Tagen ist eine kleine Abkühlung im See für schwimmfreudige Vierbeiner eine willkommene Abwechslung. Doch Schwimmen bereitet den meisten Hunden nicht nur viel Freude, sondern ist gleichzeitig auch gesund. Denn das Schwimmen stärkt die Muskulatur und das Herz-Kreislauf-System. Bei gelenkkranken Hunden, die beispielsweise an Arthrose leiden, hat das Schwimmen sogar einen therapeutischen Effekt. Wie beim Aquatraining in der Tierarztpraxis, werden dabei die Gelenke schonend trainiert und die Muskeln massiert. Schwimmen ist somit auch für ältere Hunde sehr gut geeignet.

 

Den Hund an das Wasser gewöhnen

Jeder Hund kann von Geburt an schwimmen – der eine besser, der andere etwas schlechter. Die meisten Hunde mögen das Wasser, wenn sie von klein auf daran gewöhnt werden. Manche Hunderassen wie Golden Retriever oder Labradore sind begnadete Schwimmer – einen kleinen Mops kriegt man dagegen schwerer ins Wasser. Hunde mit einer kurzen Nase und einer damit einhergehenden erschwerten Atmung sollten, wenn überhaupt, nur im flachen Wasser und unter strenger Beobachtung schwimmen. Manche Hunde sind am Anfang auch etwas ungeschickt. Mit ein wenig mehr Schwimmerfahrung kann Ihr Vierbeiner aber noch zu einer richtigen Wasserratte werden.

Gewöhnen Sie Ihren Hund langsam an das Wasser. Lassen Sie ihn zunächst das Ufer erkunden. Für jede Pfote, die das Wasser berührt, sollten Sie Ihren Hund kräftig loben. Mit (schwimmendem) Spielzeug kann der Hund leichter an das Wasser gewöhnt werden. Üben Sie dazu erst mal in flachen Gewässern und arbeiten Sie sich bis ins tiefere Wasser vor. Wichtig ist, dass Sie Ihren Hund niemals zwingen ins Wasser zu gehen, oder gar ins Wasser schubsen. Das würde jegliche Chance auf eine Gewöhnung an das Wasser zunichtemachen und nur den gegenteiligen Effekt erzielen. Darüber hinaus sollte Ihr Hund für das Schwimmen einen guten Grundgehorsam beherrschen, sodass Sie ihn schnell aus dem Wasser rufen können, wenn es mal nötig ist.

 

Sicherheit beim Schwimmen mit dem Hund geht vor

Als wichtigste Regel beim Schwimmen mit dem Hund gilt: Lassen Sie Ihren Hund nie unbeaufsichtigt am oder im Wasser! Darüber hinaus sollten Sie noch folgende Sicherheitstipps beim Schwimmen mit dem Hund beachten:

  •  Es sollten grundsätzlich nur Hunde schwimmen, die gesundheitlich fit sind. Hunde, die beispielsweise an schweren Herzerkrankungen, offenen Wunden oder einer Ohrenentzündung leiden, müssen am Ufer bleiben.
  • Wie beim Menschen auch, ist das Schwimmen mit vollem Magen tabu!
  • Nehmen Sie das Hundehalsband beim Schwimmen sicherheitshalber ab – der Hund könnte mit der Pfote daran hängen bleiben oder sich irgendwo verfangen.
  • Bei sehr heißen Temperaturen sollen Sie den Hund nicht sofort in das kalte Wasser springen lassen, sondern ihn zuerst langsam an das kühle Nass heranführen.
  • Setzten Sie den Hund auch im Wasser nicht zu lang der prallen Sonne aus, sondern legen Sie Pausen in schattigen Plätzen ein.
  • Lassen Sie Ihren Hund nicht an Orten mit starker Strömung schwimmen.
  • Achten Sie darauf, dass am Grund nichts Spitzes oder Scharfes herausragt, an dem sich Ihr Hund verletzen könnte.
  • Wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Hund schwimmen, halten Sie genügend Abstand zum Hund, damit er Sie nicht mit seinen Krallen verletzten kann.
  • Beachten Sie Badeverbote und nehmen Sie Rücksicht auf andere Badegäste an Orten, an denen das Schwimmen mit Hunden erlaubt ist.

 

Das richtige Schwimmzubehör für Hunde

Ein großer See eignet sich für Hunde nicht nur hervorragend zum Schwimmen, sondern auch zum Spielen. Mittlerweile gibt es zahlreiches Schwimmspielzeug im Fachhandel, aber natürlich reicht auch ein einfaches schwimmendes Holz zum spielerischen Apportieren im Wasser aus. Manche Hunde haben am Tauchen jede Menge Spaß. Dann eignet sich schweres Hundespielzeug, um es in flachem Gewässer (am besten nur knietief) wieder vom Hund an die Oberfläche holen zu lassen.
Wassersport ist anstrengend, nehmen Sie deshalb immer eine Flasche Wasser zum Trinken für den Hund mit – vor allem wenn der Hund im Meer unterwegs ist.

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Hunde verausgaben sich sehr schnell im Wasser und können ihre Kräfte nicht richtig einteilen. Im Falle einer Erschöpfung kann der Hund womöglich nicht mehr alleine weiterschwimmen. Sicherheit bietet in so einem Fall die Schwimmweste für den Hund. Sie hält den Vierbeiner auch dann über Wasser, wenn ihm mal die Puste ausgeht und eignet sich besonders für längere Ausflüge. Schwimmwesten für Hunde sind in verschiedenen Größen erhältlich, die sich meist nach dem Gewicht richten. Eine gute Weste ist auch am Bauch gepolstert. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Schwimmweste den Hund nicht einschnürt und er noch frei laufen kann. Lassen Sie Ihren Hund trotz Schwimmweste niemals unbeaufsichtigt im Wasser!

 

Wieder zurück ins Trockene

Am Ende eines Schwimmausflugs sollten Sie Ihren Hund ordentlich mit einem Handtuch abtrocknen. Achten Sie bei Hunden mit langen Ohren darauf, auch diese vorsichtig mit einem Tuch über dem Finger zu trocken (auf keinen Fall mit einem Wattestäbchen). Hunde, die im Meer unterwegs waren, sollten eine kurze Dusche nehmen, um das Salz aus dem Fell zu spülen und so Hautirritationen zu vermeiden. Geben Sie Ihrem Hund Wasser zu trinken und lassen Sie ihn sich nach dem ausgiebigen Training erst einmal eine Weile ausruhen.

 

 

Weiterführende Informationen

 

 

Autor: Klaudia Fernowka, B.A.
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. M. Waitz
Datum: Juni 2012
Quellen:
Hegewald-Kawich, H.: Unser Hund. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2008
Falke, K.: Schnüffelspaß für Hunde. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2010
Müller-Rielinger, S.: Kleine Hunde. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2009
Wolf, K.: Hunde – Spiel & Sport. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2009

 

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