Sommerzeit ist Badezeit – das gilt auch für Hunde! Gerade an heißen Tagen ist eine kleine Abkühlung im See für schwimmfreudige Vierbeiner eine willkommene Abwechslung. Doch Schwimmen bereitet den meisten Hunden nicht nur viel Freude, sondern ist gleichzeitig auch gesund. Denn das Schwimmen stärkt die Muskulatur und das Herz-Kreislauf-System. Bei gelenkkranken Hunden, die beispielsweise an Arthrose leiden, hat das Schwimmen sogar einen therapeutischen Effekt. Wie beim Aquatraining in der Tierarztpraxis, werden dabei die Gelenke schonend trainiert und die Muskeln massiert. Schwimmen ist somit auch für ältere Hunde sehr gut geeignet.
Jeder Hund kann von Geburt an schwimmen – der eine besser, der andere etwas schlechter. Die meisten Hunde mögen das Wasser, wenn sie von klein auf daran gewöhnt werden. Manche Hunderassen wie Golden Retriever oder Labradore sind begnadete Schwimmer – einen kleinen Mops kriegt man dagegen schwerer ins Wasser. Hunde mit einer kurzen Nase und einer damit einhergehenden erschwerten Atmung sollten, wenn überhaupt, nur im flachen Wasser und unter strenger Beobachtung schwimmen. Manche Hunde sind am Anfang auch etwas ungeschickt. Mit ein wenig mehr Schwimmerfahrung kann Ihr Vierbeiner aber noch zu einer richtigen Wasserratte werden.
Gewöhnen Sie Ihren Hund langsam an das Wasser. Lassen Sie ihn zunächst das Ufer erkunden. Für jede Pfote, die das Wasser berührt, sollten Sie Ihren Hund kräftig loben. Mit (schwimmendem) Spielzeug kann der Hund leichter an das Wasser gewöhnt werden. Üben Sie dazu erst mal in flachen Gewässern und arbeiten Sie sich bis ins tiefere Wasser vor. Wichtig ist, dass Sie Ihren Hund niemals zwingen ins Wasser zu gehen, oder gar ins Wasser schubsen. Das würde jegliche Chance auf eine Gewöhnung an das Wasser zunichtemachen und nur den gegenteiligen Effekt erzielen. Darüber hinaus sollte Ihr Hund für das Schwimmen einen guten Grundgehorsam beherrschen, sodass Sie ihn schnell aus dem Wasser rufen können, wenn es mal nötig ist.
Als wichtigste Regel beim Schwimmen mit dem Hund gilt: Lassen Sie Ihren Hund nie unbeaufsichtigt am oder im Wasser! Darüber hinaus sollten Sie noch folgende Sicherheitstipps beim Schwimmen mit dem Hund beachten:
Ein großer See eignet sich für Hunde nicht nur hervorragend zum Schwimmen, sondern auch zum Spielen. Mittlerweile gibt es zahlreiches Schwimmspielzeug im Fachhandel, aber natürlich reicht auch ein einfaches schwimmendes Holz zum spielerischen Apportieren im Wasser aus. Manche Hunde haben am Tauchen jede Menge Spaß. Dann eignet sich schweres Hundespielzeug, um es in flachem Gewässer (am besten nur knietief) wieder vom Hund an die Oberfläche holen zu lassen.
Wassersport ist anstrengend, nehmen Sie deshalb immer eine Flasche Wasser zum Trinken für den Hund mit – vor allem wenn der Hund im Meer unterwegs ist.
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Am Ende eines Schwimmausflugs sollten Sie Ihren Hund ordentlich mit einem Handtuch abtrocknen. Achten Sie bei Hunden mit langen Ohren darauf, auch diese vorsichtig mit einem Tuch über dem Finger zu trocken (auf keinen Fall mit einem Wattestäbchen). Hunde, die im Meer unterwegs waren, sollten eine kurze Dusche nehmen, um das Salz aus dem Fell zu spülen und so Hautirritationen zu vermeiden. Geben Sie Ihrem Hund Wasser zu trinken und lassen Sie ihn sich nach dem ausgiebigen Training erst einmal eine Weile ausruhen.
Weiterführende Informationen
Autor: Klaudia Fernowka, B.A.
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. M. Waitz
Datum: Juni 2012
Quellen:
Hegewald-Kawich, H.: Unser Hund. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2008
Falke, K.: Schnüffelspaß für Hunde. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2010
Müller-Rielinger, S.: Kleine Hunde. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2009
Wolf, K.: Hunde – Spiel & Sport. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2009
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