Anzeige

Anzeige

Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten

Anzeige


Home » Magazin » Mit Pferden sein – so bauen Sie eine Beziehung auf

Mit Pferden sein – so bauen Sie eine Beziehung auf

Publiziert: Mittwoch, 24. April 2013

Diesen Artikel teilen:

 

Pferd kommt auf die Kamera zu

Ein Pferd, das eine gute Beziehung zu seinem Reiter hat, wird vertrauensvoll auf ihn zukommen. Foto: vetproduction

Wie man eine vertrauensvolle Beziehung zu einem Pferd aufbaut, ist nicht nur für Pferdebesitzer wichtig. Auch ein Pflegepferd oder ein Schulpferd, mit dem man regelmäßig im Reitunterricht arbeitet, profitiert von einem guten Verhältnis zu seinem Reiter – und umgekehrt. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Beziehung zu einem Pferd stärken und seinen Respekt sowie sein Vertrauen gewinnen können.

 

Anzeige

Die Rolle des Leittiers

Eine Beziehung zu seinem Pferd aufzubauen bedeutet vor allem, von ihm als „Leittier“ akzeptiert zu werden – beziehungsweise als Mensch, an dem man sich vertrauensvoll orientieren kann. Nur dann wird das Pferd Sie respektieren und Ihnen auch in brenzligen Situationen gehorchen. Um das zu erreichen gibt es einige Tipps:

  • Achten Sie auf Ihre Körpersprache. Pferde kommunizieren vor allem über ihren Körper. An fahrigen Bewegungen oder steifen Schultern merkt ein Pferd schnell, wenn er sich unsicher fühlt. Versuchen Sie, dem Pferd stets entspannt, aber mit aufrechter Körperhaltung, sicherer Stimme und ruhigen Bewegungen entgegenzutreten.
  • Auch wenn Sie nicht im Sattel sitzen, darf Ihnen das Pferd nicht auf der Nase herumtanzen. Achten Sie vor allem auf Ihre Individualdistanz, also einen gewissen Abstand, den nicht nur Ihre Mitmenschen, sondern auch das Pferd aus Respekt einhalten sollte. Wenn das Pferd sie anrempelt, sich gegen Sie drängt und Ihnen auf den Fuß tritt, sollten Sie sich das nicht gefallen lassen – sonst wird schnell das Pferd zum Chef in der Mensch-Tier-Beziehung.
  • Achten Sie darauf, dass das Pferd Ihnen am Führstrick folgt. Es ist ein Zeichen von Respekt und Vertrauen, wenn es hinter Ihnen geht. Gleichzeitig stehen Sie aber auch in der Verantwortung für seine Sicherheit – haben Sie also ein Auge auf den Bodengrund, eventuelle Hindernisse oder andere Menschen und Tiere. Achten Sie auch auf Veränderungen in der Mimik und Körperspannung des Pferds. Es wird Ihnen nur vertrauensvoll folgen, wenn Sie mindestens so viel Überblick haben wie das Pferd selbst.

 

Vertrauen und Freundschaft

Natürlich sollten Sie dem Pferd gegenüber nicht nur das Leittier, sondern vor allem auch sein Freund und Gefährte sein. Zuneigung und Freundschaft sind ganz zentrale Faktoren in der Beziehung zwischen Mensch und Reittier. Nehmen Sie sich vor allem Zeit für das Pferd – gehen Sie ruhig ab und zu einfach eine große Runde mit ihm spazieren und lassen Sie es geduldig neben sich grasen.

Auch Körperkontakt ist ein wichtiger Faktor, wenn Sie eine Beziehung zu dem Pferd aufbauen möchten. Dazu zählt bereits das Putzen und Striegeln. Lassen Sie sich ausreichend Zeit dafür und finden Sie heraus, an welchen Stellen das Pferd die Berührung besonders genießt – hier können Sie es auch außerhalb der Körperpflege-Routine kraulen oder kratzen. Unter Pferden gilt es als Zeichen von Zuneigung und Vertrauen, einander das Fell zu putzen und zu „knabbern“. Beim Beziehungsaufbau kann dies sehr hilfreich sein.

 

Spiele und Bodenarbeit

Wer ein wenig Zeit hat, sich auch abseits des Reittrainings mit dem Pferd zu beschäftigen – sei es das eigene Pferd, ein Pflegepferd oder eine Reitbeteiligung – hat die besten Chancen, eine vertrauensvolle Beziehung mit dem Pferd aufzubauen. Vertrauen entsteht nicht nur vom Rücken des Pferdes aus. Ein besonders guter Weg ist die sogenannte Bodenarbeit.

Unter dem Begriff der Bodenarbeit fasst man eine ganze Reihe verschiedener Übungen und Techniken zusammen, die der Reiter mit dem Pferd vom Boden aus durchführt – mit oder ohne Hilfsmittel. Regelmäßige Bodenarbeit kann dabei helfen, eine Beziehung zwischen Pferd und Reiter entstehen zu lassen, die von Vertrauen und Respekt geprägt ist. Sie kann auch gymnastische Übungen für das Pferd und Elemente des Anti-Scheu-Trainings enthalten. So lernt das Pferd zum Beispiel, kleine Hindernisse wie eine Wippe zu überwinden, wofür es schon ein großes Maß an Vertrauen zum anleitenden Menschen braucht.

Anzeige

Genau wie bei menschlichen Freundschaften stärkt außerdem alles das Band zwischen Pferd und Reiter, was einfach Spaß macht. Sie können Ihrem Pferd zum Beispiel kleine Kunststückchen beibringen oder Spiele mit ihm spielen. Neben Kontinuität und Geduld sind es vor allem die unbeschwerten kleinen Momente, die eine Beziehung zwischen Pferd und Mensch entstehen lassen und beide zu einem Team machen.

 

 

Weiterführende Informationen

 

Jetzt folgen:

Autor: Christina Trappe, B.A.
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. vet. Michael Koch
Datum: April 2013
Quellen:
Büthe, Rolf: Der Pfad der Pferde. epubli Verlag, Berlin 2011

Diesen Artikel teilen:

Weitere interessante Artikel zum Thema:

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Aktuelle Umfrage
Empfinden Sie die Tierarztkosten als zu hoch?
  • Ja 82%, 228 votes
    228 votes 82%
    228 votes - 82% von allen Abstimmungen
  • Nein 18%, 51 vote
    51 vote 18%
    51 vote - 18% von allen Abstimmungen
Abstimmungen insgesamt: 279
Freitag, 15. September 2017
Aktuelle Stellenangebote
Newsletter abonnieren

Verpassen Sie keine Neuigkeiten mit unserem kostenlosen Newsletter!

Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin