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Mit dem Hund im Büro

Publiziert: Freitag, 4. Januar 2013

Hund im Buero

Der Hund im Büro sollte nicht den ganzen Tag lang tatenlos in der Ecke liegen, sondern zwischendurch beschäftigt werden. Foto: vetproduction

Hundefreundliche Büros sind längst keine Ausnahme mehr. Viele Unternehmen erlauben unter bestimmten Bedingungen die Mitnahme von Hunden ins Büro. Dies ermöglicht manchen berufstätigen Menschen überhaupt erst, einen Hund zu halten. Der Hund im Büro kann sich positiv auf das Arbeitsklima auswirken, denn eine fröhliche Begrüßung des Hundes steigert auch die Laune der Kollegen.

Das US-amerikanische Unternehmen Google hat deshalb sogar eine eigene Hunde-Politik in ihren Leitlinien verankert, welche besagt, dass der Hund im Büro ein gern gesehener Gast ist. In Deutschland veranstaltet der Deutsche Tierschutzbund e.V. bereits seit 2008 jährlich die Aktion „Kollege-Hund“. An dem Aktionstag wird dazu aufgerufen, den eigenen Hund für einen Tag mit ins Büro mitzunehmen. Im Jahr 2012 beteiligten sich mehr als 1.000 Firmen, welche anschließend als hundefreundliche Büros ausgezeichnet wurden.

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Voraussetzungen für den Hund im Büro

Wenn Sie Ihren Hund ins Büro mitnehmen möchten, erfordert dies eine vorherige Absprache mit dem Vorgesetzten und den Arbeitskollegen. Diese müssen mit der Anwesenheit des Hundes einverstanden sein. Zweifel der Kollegen können meist in einem Gespräch beseitigt werden. Hat ein Mitarbeiter jedoch Angst vor dem Hund oder eine Allergie gegen Hundehaare, ist das Mitbringen von Hunden ins Büro in der Regel nicht möglich.

Eine weitere Voraussetzung für den Hund im Büro ist ein guter Gehorsam und eine gute Sozialisierung des Hundes. Der Hund sollte im Büro keine Besucher anbellen oder durch sein Verhalten Arbeitskollegen stören. Er sollte ruhig auf seinem Platz sitzen können und Sie möglichst nicht von der Arbeit ablenken.

Nur gesunde Hunde sollten mit ins Büro kommen. Stellen Sie sicher, dass der Hund frei von Parasiten, wie Flöhen oder Milben ist, da diese sonst leicht im Büro verteilt werden können und womöglich Ihnen und den Kollegen schaden. Für die Gassi-Runden zwischendurch sollte es im Umfeld des Büros genügend Auslaufmöglichkeiten für den Hund geben.

Andere Tiere wie Katzen oder Kleintiere wie Kaninchen oder Vögel sind grundsätzlich als Bürotiere ungeeignet. Für diese Tiere ist meistens schon die Fahrt ins Büro ein hoher Stressfaktor. Wenn Sie von zu Hause arbeiten, können Sie Ihre Haustiere natürlich um sich haben.

Der Alltag mit dem Hund im Büro

Um den Hund allmählich an den Büroalltag zu gewöhnen, nehmen Sie ihn am Anfang nur wenige Stunden mit ins Büro und steigern Sie dann langsam die Stundenzahl. Wie der Mensch, braucht der Hund regelmäßige Arbeitszeiten. Um Verwirrung zu vermeiden, bestimmen Sie feste Tage, an denen der Hund mit ins Büro darf und an welchen nicht.

Richten Sie das Büro hundegerecht ein. Der Hund im Büro sollte einen ruhigen Platz mit einer Decke oder einer Hundebox haben, in die er sich zurückziehen kann. Stellen Sie sicher, dass immer frisches Wasser für den Hund zur Verfügung steht. Wenn der Hund über längere Zeit im Büro ist, planen Sie auch Mahlzeiten ein.

In der Mittagspause können Sie gemeinsam mit Ihrem Hund ausspannen und spazieren gehen. Achten Sie aber darauf, dass der Hund immer sauber ins Büro zurückkommt. Bei Regen sollte der Hund zuvor gründlich mit einem Handtuch abgetrocknet werden. Damit sich kein Schmutz im Büro verteilt, säubern Sie die Pfoten mit lauwarmem Wasser. Falls Sie außerhalb Ihrer Mittagspause mit dem Hund spazieren gehen wollen, sollten Sie das mit Ihrem Vorgesetzten abklären.

Bedenken Sie, dass ein Hund im Büro gerade am Anfang noch nicht alle Verhaltensregeln kennt. Unter Umständen kann der Hund im Büro Schäden anrichten. In diesem Fall haftet immer der Tierhalter. Um sich abzusichern, können Sie zu diesem Zweck eine Haftpflichtversicherung für Ihren Hund abschließen.

Den Hund im Büro beschäftigen

Der Hund im Büro sollte nicht den ganzen Tag lang tatenlos in der Ecke liegen, sondern zwischendurch beschäftigt werden. Ein paar Streicheleinheiten oder kurze Spiele tragen zur Unterhaltung bei. Auch Kollegen beschäftigen sich meist gerne mit dem geselligen Vierbeiner. Wenn Sie dem Hund im Büro Spielzeuge zur Verfügung stellen, vermeiden Sie unbedingt Quietsch-Spielzeuge, da diese während der Arbeit stören. Eher geeignet sind Kauknochen oder Intelligenz-Spielzeuge, in denen Leckerlis versteckt werden können.

Sie können die kurzen Pausen zwischendurch auch für ein kleines Training mit dem Hund nutzen. Ein paar Übungen, wie das Aufheben und Apportieren von Stiften oder das Schmeißen von Papierknäueln in den Mülleimer, sind durchaus nützliche Tricks im Büro. Sogar kleine Botengänge kann ein Hund übernehmen. So wird der Hund nicht nur zu Ihrem täglichen Begleiter im Büro, sondern sogar zu einem tierischen Assistenten.

 

 

Weiterführende Informationen

 

Autor: Klaudia Fernowka, B.A.
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Martin Waitz
Datum: Januar 2013
Quellen:
Deutscher Tierschutzbund e.V.: Kollege Hund – ein tierischer Schnuppertag. www.kollege-hund.de (Abruf: Januar 2013)
Google Inc.: Code of Conduct. http://investor.google.com/corporate/code-of-conduct.html#II (Abruf: Januar 2013)
Wolf, K.: Hunde – Spiel & Sport. Gräfe und Unzer, München 2009

Schlagwörter:

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