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Meerschweinchen-Haltung und Eingewöhnung

Publiziert: Montag, 28. Januar 2013

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Meerschweinchen-Haltung und Eingewöhnung

Meerschweinchen akzeptieren Kaninchen zwar als Mitbewohner, ein Ersatz für Artgenossen sind sie jedoch nicht. Foto: vetproduction

Meerschweinchen sind relativ umgängliche Haustiere – sowohl was ihr Wesen, als auch die Haltung der Tiere betrifft. Um einer artgerechten Meerschweinchen-Haltung gerecht zu werden, gibt es dennoch einiges bei der täglichen Pflege und Ernährung zu beachten. Schon vor dem Meerschweinchen-Kauf sollten Sie sich daher gut über die Bedürfnisse der kleinen Nagetiere informieren. Hier erfahren Sie die wichtigsten Basics zur Meerschweinchen-Haltung, damit die Quieker lange fit und gesund bleiben.

Die Basics der Meerschweinchen-Haltung

Meerschweinchen sind sehr kommunikative Tiere: Sie grummeln, pfeifen und quieken. Daher sollten sie nur in Gruppen oder zumindest paarweise gehalten werden. Eine Einzelhaltung ist nicht artgerecht, und eine Gruppe von mehreren Tieren bereitet Ihnen nicht viel mehr Arbeit. Kaninchen als mit Bewohner können die Artgenossen nicht ersetzen.

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Der Meerschweinchen-Käfig oder das Außengehege müssen genug Bewegungsfreiheit für die kleinen Nager bieten. Der tägliche Auslauf stellt für die Tiere – und auch für den Menschen als Zuschauer – eine besondere Attraktion bei der Meerschweinchen-Haltung dar. Aber auch im Käfig sollten Sie für genügend Abwechslung durch Knabbereien und Meerschweinchen-Zubehör, wie zum Beispiel zusätzliche Häuschen oder Tunnel, sorgen. Meerschweinchen verstecken sich gerne, dies sollten Sie als Halter akzeptieren und die Tiere nicht zum Rauskommen drängen.

Eine vollwertige und abwechslungsreiche Ernährung stellt den wichtigsten Baustein bei der Meerschweinchen-Haltung dar. Das Hauptfutter der Meerschweinchen ist das Heu, welches immer frei zur Verfügung stehen sollte – ebenso wie frisches Wasser. Vitamine werden über frisches Obst und Gemüse bezogen, und als zusätzliches Kraftfutter können Sie den Meerschweinchen je einen Esslöffel Körnerfutter am Tag geben.

Eingewöhnung bei der Meerschweinchen-Haltung

Die Meerschweinchen-Bande ist frisch eingezogen und nach ein bis zwei Tagen bereits mit ihrem neuen Zuhause vertraut. Jetzt beginnt der spannendste Teil der Meerschweinchen-Haltung, denn nun können Sie behutsam anfangen, Kontakt mit den Meerschweinchen aufzunehmen. Vermeiden Sie dabei laute Geräusche, vor denen sich die Tiere erschrecken könnten. Setzen Sie sich zunächst vorsichtig an den Käfig und reden Sie mit ruhiger Stimme auf die Meerschweinchen ein. Locken Sie die Nager mit Karotten, Salat und anderen Leckereien an – so verbinden sie mit Ihrer Anwesenheit etwas Positives.

Sie können eine kleine Brücke am Käfig anbringen, um den Meerschweinchen das Rauskommen zu erleichtern. Gerade zu Beginn kann es helfen, die Hände für einen vertrauten Geruch mit ein wenig Einstreu einzureiben. Einige Artgenossen sind vielleicht etwas vorsichtiger als andere – lassen Sie die Meerschweinchen dennoch freiwillig auf Sie zukommen und drängen Sie die Tiere nicht.

Üben Sie das Herauslocken zwei- bis dreimal am Tag, so können sich die Meerschweinchen an Sie gewöhnen. Später können Sie versuchen, die Meerschweinchen zu streicheln und hochzunehmen. Fassen Sie dabei mit einer Hand unter den Bauch und stützen Sie mit der anderen Hand das Hinterteil des Meerschweinchens. Zum Tragen kann das Meerschweinchen auf den Unterarm gelegt werden.

Gesundheitsvorsorge bei der Meerschweinchen-Haltung

Mit kleinen Gesundheitschecks sollten Sie regelmäßig den Zustand der Meerschweinchen überprüfen. So können Sie Auffälligkeiten und Meerschweinchen-Krankheiten rechtzeitig erkennen. Das Fell der Tiere sollte glänzen und Augen, Nase und Mund dürfen nicht verklebt sein. Auch der Afterbereich sollte stets sauber und trocken sein. Bei Auffälligkeiten ist es ratsam, einen Tierarzt aufsuchen.

Überprüfen Sie auch die Krallenlänge der Meerschweinchen. Diese sollten sich durch Untergrund abnutzen und nicht zu lang sein. Wenn die Krallen doch einmal zu lang wachsen, müssen sie gekürzt werden. Dies können Sie mithilfe von speziellen Krallenscheren und etwas Übung selber machen. Falls Sie unsicher sind, können Sie sich das Krallenscheiden von einem Tierarzt zeigen lassen. Einige Meerschweinchen-Rassen bedürfen außerdem einer besonderen Fellpflege. Kurzhaarrassen halten ihr Fell meist alleine sauber. Meerschweinchen-Rassen mit langen Haaren müssen meist zusätzlich gebürstet werden, da sich sonst Schmutz in den Haaren verfängt oder die Haare verfilzen.

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Die Zähne von Nagetieren wachsen ein Leben lang. Wenn Sie den Meerschweinchen etwas zum Knabbern anbieten, können Sie meist auch einen Blick auf den Zustand ihrer Zähne werfen. Falls die Zähne zu lang erscheinen oder eventuell schief wachsen, sollten Sie diese unbedingt beim Tierarzt kürzen lassen, da das Meerschweinchen sonst bei der Nahrungsaufnahme beeinträchtigt wird.

Solche Gesundheitskontrollen sind besonders bei der Meerschweinchen-Haltung im Außenbereich wichtig, da sich die Tiere dabei nicht immer in Sichtweite befinden und Auffälligkeiten unter Umständen zu spät bemerkt werden.

 

 

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Weiterführende Informationen

 

 

Autor: Klaudia Fernowka, B.A.
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Martin Waitz
Datum: Januar 2013
Quellen:
Birmelin, Immanuel: Meerschweinchen. Gräfe und Unzer Verlag, München 2007
Gabrisch, K.; Zwart, P.: Krankheiten der Heimtiere. Schlütersche, Hannover 2007
Schmidt, Esther: Meerschweinchen im Außengehege. Gräfe und Unzer Verlag, München 2010
Schmidt, Esther: Meerschweinchen – Wohlfühl-Heime gestalten. Gräfe und Unzer Verlag, München 2009 

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