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Leopardgeckos als Heimtiere: Kleine Echsen im Terrarium

Publiziert: Montag, 11. März 2013

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Leopardgeckos

Leopardgeckos im Terrarium. Bild: vetproduction

Unter den Reptilien zählen Leopardgeckos (Eublepharis macularius) inzwischen zu den beliebtesten Heimtieren. Auch wenn die hübschen Echsen echte Exoten sind, stellen sie recht gut erfüllbare Ansprüche und verzeihen auch vorübergehende Haltungsfehler. Dennoch sollten Sie vor der Anschaffung bedenken, dass Leopardgeckos keine Streicheltiere sind; sie brauchen ein (auch technisch) artgerecht ausgestattetes Terrarium und ihre Hauptfutterquelle sind Insekten wie Grillen oder Heimchen. Wer dazu bereit ist, sich genau mit den wechselwarmen Gesellen zu beschäftigen und ein wenig Zeit und Geld in ihre Haltung zu investieren, der findet in einer Gruppe Leopardgeckos eine Menge Freude.

 

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Was sind Leopardgeckos?

Leopardgeckos gehören zur Familie der Lidgeckos (Eublepharidae) und haben ihren Ursprung im südwestlichen Asien. In der Natur leben Leopardgeckos vor allen in trockenen und felsigen Steppen- und Graslandschaften in Teilen Indiens und Pakistans sowie in Bangladesch und Afghanistan.

Ausgewachsene männliche Leopardgeckos werden mit Schwanz ca. 19 bis 27 Zentimeter lang, Weibchen meist nicht länger als 22 Zentimeter. Die Tiere sind nicht giftig und gehen auf Baumrinden und Felsvorsprüngen gerne auf die Jagd nach Insekten: Grillen, Heimchen und Heuschrecken stehen ganz oben auf dem Gecko-Speiseplan. Besonders gerne mögen Leopardgeckos Larven, gelegentlich fangen sie auch junge Mäuse oder kleinere Echsen.

Leopardgeckos sind vornehmlich nachts und in der Dämmerung aktiv. Tagsüber schlafen sie meist in Felsspalten und Höhlen und legen sich bisweilen in die Sonne, um ihre Körpertemperatur zu erhöhen. Wie alle anderen Reptilien sind Leopardgeckos wechselwarm. Sie mögen es, sich zum Beispiel auf Schieferplatten zu räkeln, die tagsüber von der Sonne erwärmt wurden.

Ihren Namen tragen die Leopardgeckos aufgrund ihrer natürlichen Zeichnung, die mit ihren schwarzen Punkten und Kringeln an einen Leoparden erinnert. Die Grundfarben sind verschiedene Gelbschattierungen, während der Bauch und die Unterseite der Füße hell und ohne Punkte sind. Unter den Leopardgeckos, die als Heimtiere gehalten werden, gibt es inzwischen auch diverse andere Zuchtformen in leuchtenden Farben, als Albinos und mit veränderter Punktezeichnung.

 

Was ist bei der Haltung von Leopardgeckos zu beachten?

Leopardgeckos können bei guter Pflege 20 bis 25 Jahre alt werden – daher sollte ihre Anschaffung gut überlegt sein. In jedem Fall sollte schon vor dem Einzug der Tiere ein ausreichend großes Terrarium vorhanden sein – das bedeutet, für zwei Leopardgeckos mindestens 100 cm x 50 cm x 50 cm, für eine kleine Gruppe sind 120 bis 150 cm in der Länge besser. Da Leopardgeckos in der Natur Wüsten- und Steppenbewohner sind, sollte ihr Terrarium auch so eingerichtet sein. Empfehlenswert sind eine felsig gestaltete Rückwand mit kleinen Vorsprüngen, auf denen die Geckos klettern können, ein lehmig-sandiger Bodengrund und einige Höhlen als Versteckmöglichkeiten. In der Fachliteratur und im Internet gibt es viele hilfreiche Tipps zur Gestaltung des perfekten Leopardgecko-Terrariums.

Besonders wichtig bei der Leopardgecko-Haltung sind Wärme und Licht. Bei einer Grundtemperatur von 27 bis 29 Grad Celsius am Tag und rund 22 Grad in der Nacht fühlen sich die kleinen Echsen am wohlsten. Dies lässt sich gut mit Spotstrahlern und Heizstrahlern erreichen, die im Terrarium wärmere und kühlere Plätze schaffen. Auch UV-Lampen können für die Leopardgeckos verbaut werden. Als Grundbeleuchtung am Tag eignen sich normale Leuchtstoffröhren. Wenn es im Terrarium zu trocken wird, kann man die Luftfeuchtigkeit leicht mit einer Pflanzen-Sprühflasche erhöhen – dies ist wichtig für die problemlose Häutung der Leopardgeckos. Hierfür ist auch eine Wetbox hilfreich, eine kleine Kiste mit einem feuchten Substrat, die Leopardgecko-Weibchen auch gerne für die Eiablage verwenden.

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Wichtig bei der Anschaffung der Leopardgeckos ist, dass nicht zwei geschlechtsreife Männchen gemeinsam gehalten werden sollten. Am wohlsten fühlen sich Leopardgeckos in Gruppen von einem Männchen und mehreren Weibchen oder reinen „Damengruppen“. Die Haltung von zwei bis drei Weibchen ist für Anfänger am besten geeignet, denn die Zucht von Leopardgeckos erfordert viel Platz, Zeit, einige Kosten und eine gewisse Reptilienerfahrung.

 

Typische Krankheiten bei Leopardgeckos

Auch Leopardgeckos können einmal krank werden. Meist ist leicht zu erkennen, wenn bei den Geckos etwas nicht stimmt, zum Beispiel, wenn sie träge werden, Fressunlust zeigen oder abmagern. Häufige Krankheiten bei Leopardgeckos sind:

  • Parasiten, zum Beispiel
    • Würmer (Oxyuren)
    • Kokzidien
    • Kryptosporidien
  • Mangelernährung (Vitaminmangel, Kalziummangel)
  • Rachitis
  • Verstopfung
  • Bissverletzungen
  • Häutungsprobleme
  • Legenot

Um einem Parasitenbefall vorzubeugen, ist es wichtig, ein neues Tier vor der Eingliederung in die Leopardgecko-Gruppe einige Wochen in Quarantäne zu halten und genau auf Krankheitsanzeichen zu beobachten. Geckos aus Zoohandlungen und von Reptilienbörsen können zum Beispiel Kryptosporidien in die Gruppe einschleppen. Dies sind Darmparasiten, die bei Leopardgeckos Durchfall auslösen, sie abmagern lassen und letztlich zum Tod führen.

Jetzt folgen:

Für angehende Leopardgecko-Halter ist es empfehlenswert, sich schon vor der ersten Erkrankung der Tiere nach einem fachkundigen Tierarzt in der Umgebung umzuhören. Hierbei können Empfehlungen von anderen Reptilienhaltern, Reptilienverbänden oder aus dem Internet helfen. Bei Anzeichen einer Erkrankung beim Leopardgecko sollte man möglichst schnell handeln und ihn zum Tierarzt bringen. Oft sind für die Diagnostik Kotuntersuchungen notwendig, die eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.

Insgesamt sind Leopardgeckos jedoch robuste Reptilien, die bei den richtigen Haltungsbedingungen über 20 Jahre alt werden können.

 

 

Weiterführende Informationen

Autor: Christina Trappe, B.A.
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Martin Waitz
Datum: Februar 2013
Quellen:
Dehne, Axel: Geckos. Gräfe Und Unzer, München 2011
Glebe, Dirk: Der neue Reptilien-Ratgeber: Leopardgeckos. Books on Demand, Norderstedt 2012
Kölle, Petra: Reptilienkrankheiten. Kosmos, Stuttgart 2002

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