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Home » Magazin » Keine Chance den Blutsaugern: Wie Sie Zecken richtig entfernen und Ihren Hund schützen

Keine Chance den Blutsaugern: Wie Sie Zecken richtig entfernen und Ihren Hund schützen

Publiziert: Freitag, 11. Oktober 2013

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Zeckenzange

Um Zecken beim Hund zu entfernen, sollten Sie immer eine spezielle Zeckenzange parat haben. Foto: vetproduction

Mit den warmen Temperaturen kommen auch die unliebsamen Zecken wieder zum Vorschein. Die blutsaugenden Parasiten sind mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet und besonders im Frühjahr und Herbst aktiv. Hunde fangen sich die Zecken beim Stöbern im hohen Gras oder in Gebüschen ein. Nicht immer muss ein Zecken-Befall beim Hund bedrohlich sein. Manchmal lösen Zecken nur leichte Hautentzündungen aus. In einigen Fällen jedoch können sie gefährliche Infektionskrankheiten wie Borreliose, Babesiose oder FSME übertragen. Sagen Sie deshalb den Parasiten den Kampf an und erfahren Sie, wie Sie Zecken vorbeugen können und Ihren Hund schützen!

 

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So entfernen Sie Zecken beim Hund

Zu den am häufigsten vorkommenden Zeckenarten beim Hund gehören der Holzbock und die braune Hundezecke. Zecken sind schon mit bloßem Auge erkennbar. Sie sind ungefähr so groß wie eine Stecknadel, können aber vollgesogen noch größer werden. Ihre Farbe variiert, je nach Alter und Größe der Zecke, von bläulich bis braun.

Beim Hund siedeln sich die Blutsauger vor allem an gut durchbluteten und warmen Stellen an. Man findet sie häufig hinter den Ohren oder auch in der Achselhöhle. Suchen Sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken ab. Wenn Sie eine Zecke bei Ihrem Hund entdecken, sollten Sie sie schnellstmöglich entfernen. Dazu halten Sie im besten Fall immer eine spezielle Zeckenzange oder Zeckenhaken für Tiere bereit. Zur Not können Sie auch eine Pinzette verwenden.

Setzen Sie mit der Zange so nah wie möglich an der Einstichstelle an und ziehen Sie die Zecke vorsichtig mit einer drehenden Bewegung heraus. Passen Sie auf, dass Sie die Zecke nicht zerquetschen, da sonst womöglich Erreger von der Zecke auf den Hund übertragen werden. Achten Sie darauf, dass keine Überreste (z.B. der Kopf) der Zecke übrig bleiben – es könnten sonst weitere Hautentzündungen entstehen.

Behandeln Sie die Zecke zuvor nicht mit Ölen, um sie abzutöten, denn bei ihrem Überlebenskampf entleert die Zecke ihren Mageninhalt in die Wunde, was zu einer Infektion führen kann. Falls Sie sich nicht zutrauen, die Zecke selber zu entfernen, können Sie sich auch an Ihren Tierarzt wenden.

Durch einen Zeckenbiss wirken Hunde unter Umständen etwas abgeschlagen. Falls Ihr Hund jedoch zusätzlich Fieber hat oder lahmt, kann dies ein Hinweis auf eine Borreliose-Erkrankung sein. Dann sollten Sie in jedem Fall umgehend den Tierarzt aufsuchen.

Zecken können mehrere Jahre leben

Zecken haben mehrere Entwicklungsstadien, vom Ei über die Larve hin zur erwachsenen (adulten) Zecke. In jedem Stadium muss die Zecke Blut saugen. Je nachdem, ob die Zecke während ihrer gesamten Entwicklung nur auf einem Wirtstier (wie dem Hund) verweilt und Blut saugt, oder ob sie mehrere Wirtstiere befällt, unterscheidet man ein- und dreiwirtige Zecken. Die meisten Zecken zählen zu den dreiwirtigen Arten. Ihre Entwicklung kann, je nach Umweltbedingungen (wie Temperatur, Witterung, Luftfeuchtigkeit) wenige Monate bis viele Jahre betragen.

 

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So beugen Sie Zecken beim Hund vor

Wenn es um Zecken geht, ist Vorsorge besser als Nachsorge. Denn mit einer guten Prophylaxe können Sie einen Zeckenbiss, sowie eine damit einhergehende Infektion, bereits im Voraus vermeiden. Grundsätzlich sollten Sie deshalb mit Ihrem Hund während der Hauptzeckenzeit nur in Gebieten mit einer geringen Zeckenbelastung spazieren gehen. Darüber hinaus empfiehlt sich ein Zeckenschutzmittel, welches Sie beim Tierarzt erhalten. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

 

  • Spot-On-Präparate sind flüssige Wirkstoffe, die in der Regel monatlich angewendet werden müssen. Sie werden auf den Nacken des Hundes aufgetropft (bei großen Hunden zusätzlich im Bereich des Beckens). Beim Auftragen sollten Sie das Fell scheiteln, um das Zeckenschutzmittel möglichst direkt auf die Haut aufzutragen. Der Wirkstoff verteilt sich anschließend von alleine über den ganzen Körper des Hundes. Spot-On-Präparate eignen sich sehr gut, um Zecken vorzubeugen, denn sie haben meist nicht nur eine abtötende Wirkung gegen Zecken, sondern verhindern auch, dass sich Zecken auf dem Hund festsetzen. Durch Regen und Wasser verschwindet die Wirkung des Mittels nicht.
  • Zeckenhalsbänder haben, wie Spot-On-Präparate, sowohl eine repellierende (also eine Zecken-abweisende), als auch abtötende Wirkung gegen Zecken. Sie sind in der Regel mehrere Monate wirksam und durch das einfache Anlegen sehr leicht in der Anwendung. Zeckenhalsbänder erhalten Sie beim Tierarzt.
  • Zeckensprays werden auf dem ganzen Körper der Hunde verteilt und können auch bei Welpen angewendet werden. Es empfiehlt sich, die Anwendung in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Zeckensprays eigenen sich jedoch weniger zur Vorbeugung. Sie haben in der Regel keine abschreckende Wirkung auf Zecken, sondern töten die Parasiten erst ab, wenn sie bereits auf dem Hund sitzen.
  • Tabletten werden direkt ins Maul eingegeben oder über das Futter verabreicht. Der Wirkstoff wird über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und verteilt sich mit dem Blut in der Haut des Hundes und tötet Zecken beim Saugakt ab.

 

Der Hund sollte vor allem in den Monaten Mai bis Oktober gegen Zecken geschützt sein, bei warmer Witterung im Herbst, Winter und Frühling kann die Zeckensaison jedoch auch länger sein. Achten Sie stets darauf, dass das Zeckenschutzmittel sowohl eine Zecken-abweisende, als auch Zecken-abtötende Wirkung hat. Einige der Mittel sind unter Umständen giftig für andere Haustiere wie Katzen oder Kaninchen. Besprechen Sie deshalb mit Ihrem Tierarzt, welches Zeckenschutzmittel für Ihren Hund am besten geeignet ist.

Jetzt folgen:

 

 

 

Weiterführende Informationen


Autor:
Klaudia Fernowka, B.A.
Medizinische Qualitätssicherung:
Dr. med. Martin Waitz
Datum:
 Januar 2016
Letzte Aktualisierung:
Oktober 2016
Quellen:

Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) – s.m.i.l.e.: Wieder aktiv: Kleine Vampire aus dem Unterholz. www.smile-tierliebe.de (Abruf: 10.2013)
Boch, J.; Schnieder, T.: Veterinärmedizinische Parasitologie. Thieme, Stuttgart 2006
Kübler, H.: Quickfinder Hundekrankheiten. GU, München 2009
Tasso e.V.: TASSO warnt: Zecken-Alarm – Hunde sind besonders gefährdet. www.tasso.net (Stand: 18.03.2009)
Wienrich, V.: Das große Buch der Hundekrankheiten. Müller Rüschlikon, Stuttgart 2008

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