Anzeige

Anzeige

Zum Tiermedizinforum

Anzeige


Zum Tiermedizinforum
Home » Magazin » Hundeversicherungen – Vorbeugen für den Ernstfall

Hundeversicherungen – Vorbeugen für den Ernstfall

Publiziert: Mittwoch, 18. März 2015

Auch Hunde können Schäden anrichten oder krank werden. Für den Tierhalter kann das unter Umständen teuer werden. Mit einer Hundeversicherung haben Tierhalter jedoch die Möglichkeit, sich gegen unerwartet hohe Kosten abzusichern. In erster Linie ist hier die Hunde-Haftpflichtversicherung zu nennen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Versicherungen für Ihren Hund, zum Beispiel die Hunde-Krankenversicherung oder die OP-Kostenversicherung. Welche Hundeversicherungen man abschließen sollte, ist individuell unterschiedlich und muss von Fall zu Fall entschieden werden. Eine Hunde-Haftpflichtversicherung ist jedoch für jeden Hund ratsam.

Hund mit Halskragen

Beim Tierarzt können hohe Kosten entstehen. Foto: vetproduction

 

Anzeige

Kommt für Schäden auf: Die Hunde-Haftpflichtversicherung

Selbst der wohlerzogenste Hund kann mal einen schlechten Tag haben, und eh man sich versieht, reißt er sich beim Gassigehen los, läuft auf die Straße und verursacht einen Verkehrsunfall. Haben Sie als Tierhalter keine Hunde-Haftpflichtversicherung abgeschlossen, kommen gegebenenfalls hohe Kosten auf Sie zu. Diese müssen Sie dann selbst begleichen, denn Schäden durch bestimmte Haustiere wie Hunde oder Pferde sind nicht durch die private Haftpflichtversicherung des Tierbesitzers abgedeckt. Zahme Kleintiere wie Katzen, Kaninchen oder Vögel sind hingegen meist in der privaten Haftpflichtversicherung enthalten. Hunde, Pferde und andere große Tiere, die höhere Schäden verursachen können, benötigen daher eine eigene Haftpflichtversicherung.

 

Tierhalter haften in voller Höhe für ihren Hund

Per Gesetz ist jeder Tierhalter verpflichtet, für alle Schäden, die sein Hund anrichtet, in voller Höhe aufzukommen. Dazu gehören sowohl Personenschäden (z.B. Bisse, Unfallverletzungen) als auch Sach- oder Vermögensschäden. Es spielt keine Rolle, ob Ihr Hund wirklich schuld an dem Unfall war oder nicht. Insbesondere wenn Menschen verletzt werden, können sehr hohe Kosten entstehen. Denn bezahlt werden muss nicht nur die Behandlung, sondern gegebenenfalls auch ein Verdienstausfall sowie Schmerzensgeld. Ist die Gesundheit des Opfers dauerhaft beeinträchtigt, muss der Tierbesitzer möglicherweise lebenslang für dessen Rente aufkommen.

Unter den Hundeversicherungen übernimmt die Hunde-Haftpflichtversicherung die finanziellen Folgen von Schäden, die Ihr Hund anderen zufügt. Die Deckung dieser Hundeversicherung sollte mindestens drei Millionen Euro betragen. Da jeder Hund schwere Unfälle verursachen kann, ist der Abschluss einer Hunde-Haftpflichtversicherung generell empfehlenswert. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Hunde-Haftpflichtversicherung in den meisten Bundesländern jedoch noch nicht. Kampfhunde hingegen müssen bereits fast überall in Deutschland haftpflichtversichert sein.

 

Im Krankheitsfall: Hunde-Krankenversicherung und OP-Kostenversicherung

Die Hunde-Krankenversicherung erstattet dem Tierbesitzer Kosten, die in Verbindung mit Behandlungen beim Tierarzt entstehen. Es stehen mehrere Varianten zur Auswahl, die jeweils unterschiedliche Leistungen beinhalten. Die Kranken-Vollversicherung zum Beispiel bietet eine Art „Rundum-Schutz“ und übernimmt die Kosten für Operationen und bestimmte Untersuchungen bei Unfällen sowie Erkrankungen. Standardleistungen wie Impfungen, Wurmkuren oder Kastrationen sind jedoch meist nicht oder nur teilweise in der Kranken-Vollversicherung enthalten. Die Höhe des Jahresbeitrags hängt unter anderem von der Rasse, dem Gewicht, der Größe und dem Alter Ihres Hundes ab.

Eine preiswertere Hundeversicherung ist in diesem Zusammenhang die OP-Kostenversicherung. Diese übernimmt jedoch nur die Kosten von Operationen, die unter Vollnarkose stattfinden. Darin enthalten sind in der Regel Vor- und Nachsorgeuntersuchungen, der stationäre Aufenthalt nach der Operation und die benötigten Medikamente. Hunde-Krankenversicherungen und OP-Versicherungen werden nicht nur für Hunde, sondern unter anderem auch für Katzen und Pferde angeboten. Der Schutz beider Versicherungen gilt auch im Urlaub, in der Regel bis zu sechs Monaten pro Aufenthalt.

 

Hunde-Krankenversicherung und OP-Kostenversicherung: Was ist zu beachten?

Versichert werden bei diesen Hundeversicherungen in der Regel nur gesunde Hunde. Zudem nehmen einige Versicherungsgesellschaften Hunde nur bis zu einer gewissen Altersgrenze auf. Diese Altersgrenzen sind von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich. Generell gilt: Je älter Ihr Hund bei Vertragsabschluss ist, desto teurer ist die Versicherung. Daher empfiehlt es sich, die Hunde-Krankenversicherung oder die OP-Versicherung abzuschließen, solange Ihr Hund noch jung und gesund ist.

Weiterhin ist zu beachten, dass einige Versicherungen bestimmte Krankheiten ausschließen oder eine maximale Kostenerstattung pro Jahr festlegen. Zudem übernehmen Hunde-Krankenversicherungen meist nicht die volle Summe, sodass der Tierbesitzer selbst bei Behandlungen, die zum Versicherungsschutz gehören, den Rest selbst zahlen muss. Um die für Sie passende Hunde-Krankenversicherung oder OP-Kostenversicherung zu finden, ist es ratsam, vor dem Abschluss die Beitraghöhen und die verschiedenen Bedingungen der Anbieter zu vergleichen.

Ob eine Hunde-Krankenversicherung beziehungsweise eine OP-Kostenversicherung abgeschlossen werden sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten und muss stets vom Tierbesitzer abgewogen werden. Wird Ihr Hund niemals ernsthaft krank – was ihm schließlich zu wünschen ist – wäre das für die Versicherung bezahlte Geld ohne Ausgleich verloren. Es kann aber auch anders kommen: Benötigt Ihr Hund zum Beispiel eine lebensnotwendige Operation, könnten Sie vom Abschluss einer Hunde-Krankenversicherung oder OP-Kostenversicherung profitieren.

 

 

Weiterführende Informationen

Autor: Dipl.-Sportwiss. Maren Menyes
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. M. Waitz
Datum: Oktober 2011
Letzte Aktualisierung: März 2015
Quellen:
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: www.vz-nrw.de (Abruf: 03/2015)
Stiftung Warentest: Tierhalter-Haftpflichtversicherung – Sicher vor tierischen Risiken. www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/Tierhalter-Haftpflichtversicherung-Sicher-vor-tierischen-Risiken-1422225-1431924/ (Stand: 10/2006)
Sommerberg, C.: Unser erster Hund – Ein neues Familienmitglied zieht ein. BoD – Books on Demand, 2010

 

Schlagwörter:

Aktuelles aus dem Magazin

dog-food-429234_1920

Newsletter Juni: Fertigfutter oder BARF?

    Das richtige Futter für gesunde Hunde Die Wahl des Futters hat einen erheblichen Anteil an der Gesundheit von …
mehr »

6f1b2204-c611-4242-bbf3-e9d6695facd0

Newsletter Mai: Tierischer Sport!

Endlich ist der Sommer da! Nach Kälte und Schneeschauern zeigt sich der Sommer von seiner schönen Seite und lädt zu …
mehr »

Augen Katze

So ein Katzenjammer – wann Katzen nicht aufhören zu miauen

Nahezu jede Katze miaut gelegentlich – manchmal ist das Mauzen ein Ruf nach Futter oder Aufmerksamkeit, manchmal ist es eine …
mehr »

Testen Sie Ihr Wissen über Tiere

Tiermedizinportal - Teaser - Quiz - Pferd

Quiz: Koliken beim Pferd

Was sind Koliken und welche Beschwerden verursachen sie beim Pferd? Testen Sie Ihr Wissen!

Tiermedizinportal-Teaser-Quiz-Hund

Quiz: Magendrehung bei Hunden

Kennen Sie sich mit der Magendrehung bei Hunden aus? Testen Sie Ihr Wissen!

Tiermedizinportal - Teaser - Quiz - Katze

Quiz: Bluthochdruck bei Katzen

Kennen Sie sich mit Bluthochdruck bei Katzen aus? Testen Sie hier Ihr Wissen!

Anzeige

Zum Tiermedizinforum
Newsletter abonnieren

Anzeige