Hilfe, mein Hund zieht an der Leine!

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Publiziert: Montag, 6. August 2012

Hund zieht an der Leine.

Wenn der Hund zieht, will er meist zeigen wo es lang gehen soll. Foto: vetproduction

Der Hund zieht an der Leine und Sie laufen mit lang gestrecktem Arm hinterher? Dann läuft beim Spaziergang wahrscheinlich etwas falsch und es stellt sich die Frage: Wer geht hier eigentlich mit wem Gassi? Der Hund muss nicht immer perfekt bei Fuß gehen, aber ein starker Leinenzug ist auf Dauer sowohl für den Hund als auch für den Tierbesitzer sehr anstrengend. Selbst wenn es bei ausgiebigen Spaziergängen heißt: „Leinen los“, ist das Anleinen manchmal unvermeidlich – zum Beispiel in Fußgängerzonen oder an Straßen mit einem hohen Verkehrsaufkommen. Im besten Fall lernt der Hund das Laufen an der Leine bereits im Welpenalter. Mit einem konsequenten Leinentraining kann man aber auch noch einem ausgewachsenen Hund das Ziehen abgewöhnen. Wir erklären Ihnen, wie Sie dem Leinenfrust ein Ende setzen können.

 

Warum der Hund zieht – Ursachen und Auslöser

Wenn der Hund zieht, will er Ihnen sagen, wo es lang geht. Zielstrebig versucht er an den Ort des Geschehens zu gelangen − sei es nur die nächste Schnüffelspur oder der Hund auf der anderen Straßenseite. Die Ursachen für so ein übermäßiges Leinenziehen sind häufig positive Erfahrungen, welche der Hund bereits mit diesem Verhalten gemacht hat. Wer nachgibt, wenn der Hund zieht, belohnt den Hund in seinem Verhalten bringt ihm damit bei: Mit Ziehen und Zerren gelangt man ans Ziel.

Umso wichtiger ist es, beim Leinentraining konsequent zu sein, denn so kann der Hund die neuen Regeln leichter verinnerlichen. Vielleicht zieht der Hund aus Angst oder Unsicherheit an der Leine. Gerade dann ist es wichtig, dass Sie in Stresssituationen gegebenenfalls Ruhe bewahren, da Ihr Hund jedes Abweichen vom normalen Verhalten (z.B. eine hohe Stimme oder hektische Bewegungen) registriert.

 

Das richtige Leinentraining, wenn der Hund zieht

Falls Ihr Hund ständig zieht und ein solches Verhalten bereits gewöhnt ist, erfordert es sicherlich einige Zeit und vor allem Geduld, um das lockere Gehen an der Leine zu erlernen. Wenn Sie jedoch bei jedem Spaziergang üben und dabei konsequent bleiben, können Sie das Gehen an der Leine in den meisten Fällen deutlich verbessern.

Bei den Spaziergängen sollten Sie den Hund generell möglichst nicht an der Leine ziehen lassen. Halten Sie die Leine immer dicht am Körper und geben Sie nicht nach, wenn der Hund zieht. Sobald der Hund beim Spaziergang zieht und die Leine sich spannt, bleiben Sie kommentarlos stehen und warten, bis er wieder zurückkommt, sodass die Leine sich wieder lockert. Erst dann wird der Spaziergang fortgesetzt. Falls der Hund von alleine zurückkommt, wird er belohnt. So soll Ihr Hund allmählich lernen, dass er durch das Ziehen nicht weiter kommt.

Wenn der Hund zieht, weil er andere Vierbeiner sichtet, können Sie auch strikt die Laufrichtung ändern – am besten schon, bevor sich die Leine gespannt hat. So entziehen Sie den fremden Hund aus dem Blickfeld und behalten gleichzeitig die Kontrolle.

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Läuft der Hund locker an der Leine, können Sie ihm mit einem kurzen Blickkontakt bestätigen, dass alles seine Richtigkeit hat. Achten Sie beim Training generell darauf, den Hund nicht zu überfordern und für richtiges Verhalten − sei es durch Worte oder kleine Leckerchen − zu belohnen.

 

 

Weiterführende Informationen

Buchtipps

 

 

Autor: Klaudia Fernowka B.A.
Medizinische Qualitätssicherung:
Dr. med. M. Waitz
Datum:
August 2012
Quellen:

Busch, L.: Leinentraining. Gräfe und Unter, München 2011
Mack, A., Wolf, K.: Mein Hund hat Angst. Gräfe und Unzer, München 2009
Schlegl-Kofler, K.: Hunde-Erziehung. Gräfe und Unzer, München 2007
Schlegl-Kofler, K.: Hundeschule für jeden Tag: Erziehung die dem Hund Spaß macht. Gräfe und Unzer, München 2011

 

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