Anzeige

Anzeige

Anzeige


Futtercheck online
Home » Magazin » Giftköder: Vergiftungsrisiko beim Gassi-Gehen

Giftköder: Vergiftungsrisiko beim Gassi-Gehen

Publiziert: Donnerstag, 11. Mai 2017

Diesen Artikel teilen:

 
Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Foto: Pixabay.com

Immer wieder finden Hundebesitzer bei Spaziergängen mit ihren Vierbeinern sogenannte Giftköder. Hierbei handelt es sich in der Regel um mit Gift oder scharfen Gegenständen versehene Nahrungsmittel wie zum Beispiel Wurst, Brotteig oder Hundefutter. Neben diesen und weiteren für den Hund attraktiven Lebensmitteln dient in manchen Fällen auch Hundespielzeug als Lockmittel. Generell können die Köder überall ausgelegt werden, wobei vor allem an Hundewiesen, öffentlichen Grünflächen und Spazierwegen besondere Vorsicht gilt. Doch wie erkennt man Giftköder?

 

Anzeige

Giftköder können unterschiedlich aussehen

Häufig sind die Giftköder mit Unkrautvernichter, Frostschutzmittel, Rattengift, Schneckenkorn oder anderen schädlichen Substanzen versehen. Auch werden teilweise scharfe Gegenstände wie Rasierklingen oder Glassplitter in die Lebensmittel oder Spielzeuge gegeben, welche zu schweren inneren Verletzungen führen können. Bei der Masse an möglichen zusammengestellten Ködern lässt sich letztendlich keine pauschale Aussage darüber machen, wie Giftköder explizit aussehen. Generell gilt: Jedes Lebensmittel und Spielzeug, mit welchem der Hund in Kontakt kommt, sollte gründlich kontrolliert werden.

 

Wie kann man seinen Hund schützen?

Um den Kontakt des Hundes mit Giftködern weitestgehend zu vermeiden, sollte das Tier beim Spaziergang nicht aus den Augen gelassen werden. Hundespielzeug und Nahrungsmittel, welche an Wanderwegen und im Gebüsch gefunden werden, sind generell vom Tier fernzuhalten. Schutz vor Giftködern bietet in erster Linie eine gute Erziehung des Hundes, welcher auf Kommando gefundenes Fressen fallen lassen und zum Herrchen oder Frauchen zurückkehren sollte. Am sichersten ist es allerdings, wenn der Hund an der Leine geführt wird. So kann im Notfall der Hund daran gehindert werden, einen Giftköder zu fressen.

Zusätzlich verschafft das Internet vorab Informationen über das lokale Aufkommen von Giftködern: Das Giftköder-Radar zum Beispiel gibt an, an welchen Orten in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz gefährliche Lockmittel gemeldet wurden. Bestimmte Gefahrenzonen können somit gemieden werden. Findet man selbst solche Köder, kann dies ebenfalls auf der Seite gemeldet werden. Hierbei lassen sich die Meldungen nach privaten und durch die Polizei oder Ärzte bestätigten Angaben filtern. Für Hundehalter, die viel unterwegs sind oder sich kurzfristig vor Spaziergängen über die Gefahrenlage in ihrer Umgebung informieren möchten, bietet sich die App des Giftköder-Radars an. Bei Vorsichtsmaßnahmen lässt sich die Einnahme des Hundes von Gift jedoch nicht immer verhindern. Wie verhält man sich also im Notfall?

 

Anzeige

Der Tierarzt ist die erste Anlaufstelle

Sollte der Hund letztlich doch vergiftetes oder mit spitzen Gegenständen versehenes Fressen geschluckt haben, ist sofort ein Tierarzt aufzusuchen. Als häufige Symptome bei Vergiftungen und inneren Verletzungen lassen sich vor allem

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Atembeschwerden
  • erweiterte Pupillen
  • Krämpfe
  • Muskelzittern
  • Unregelmäßiger / schneller Puls
  • Bewusstlosigkeit

anführen. Ein Erbrechen des Vierbeiners sollte keinesfalls auf eigene Faust hergeleitet werden, da hierbei die Atemwege des geschwächten Hundes blockiert werden könnten. Nach Möglichkeit sollten die gefundenen Giftköder eingepackt und dem Tierarzt gezeigt werden. Dieser kann im besten Fall die beigesetzten Giftstoffe identifizieren und das Tier gezielt behandeln.

 

Jetzt folgen:

Weitere Informationen

Autorin: Maja Wellenberg
Datum: Mai 2017
Quellen:
http://www.erste-hilfe-beim-hund.de/cgi-php/rel00a.prod/joomla/Joomla_1.6/index.php/giftkoeder-praevention (Abruf: Mai 2017)
https://www.giftkoeder-radar.com/ (Abruf: Mai 2017)
Informationen der toxikologischen Abteilung des Klinikums rechts der Isar: www.toxinfo.org (Abruf: Mai 2017)
Suter, P.F., Kohn B.: Praktikum der Hundeklinik. Parey Verlag, Berlin 2006

Diesen Artikel teilen:

Weitere interessante Artikel zum Thema: , ,

Anzeige

Anzeige

Aktuelle Stellenangebote
Newsletter abonnieren

Verpassen Sie keine Neuigkeiten mit unserem kostenlosen Newsletter!

Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin