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Home » Magazin » Frage der Woche – Wie kann man einer Ansteckung mit Giardien vorbeugen?

Frage der Woche – Wie kann man einer Ansteckung mit Giardien vorbeugen?

Publiziert: Sonntag, 14. April 2013

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

In unserer „Frage der Woche“ gehen wir wöchentlich einer häufig gestellten Frage aus der Sprechstunde nach. Die aktuelle Frage der Woche stammt von einem Gast unseres Sprechstunden-Forums:

frage_giardien

Heute erklären wir deshalb, was Giardien beim Hund genau sind und wie Sie einer Ansteckung mit Giardien vorbeugen können.

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Was genau sind Giardien beim Hund?

Giardien beim Hund sind einzellige Darmparasiten, die Erbrechen und wässrigen bis blutigen Durchfall verursachen können. Die Symptome zeigen sich meist innerhalb von vier bis zehn Tagen nach der Ansteckung. Eine Diagnose erfolgt durch den Nachweis der Zysten im Kot – dazu wird meist ein Schnelltest verwendet.

Wenn Giardien nicht behandelt werden, können sie langfristige Darmschäden verursachen. Deshalb ist dringend eine Therapie mit speziellen Medikamenten gegen Giardien beim Hund (z.B. mit den Wirkstoffen Fenbendazol oder Metronidazol) ratsam. Die Behandlung muss in der Regel, ähnlich wie bei einer Wurmkur, mehrmals wiederholt werden.

 

Wie können der Hund und man selbst sich mit Giardien anstecken?

An Giardien erkranken häufig junge Hunde und Welpen in Zwingerhaltung. Die Infektion erfolgt durch infizierten Kot, das Ablecken eines anderen Hundes oder verschmutztes Trinkwasser. Die Tiere scheiden die Zysten dann mit dem Stuhl aus, weshalb ein mit Giardien infizierter Hund sehr ansteckend ist.

Bei der Erkrankung mit Giardien handelt es sich um eine sogenannte Zoonose, also um eine Krankheit, die auch zwischen Mensch und Tier übertragbar ist. Die Ansteckung mit Giardien kann dabei durch eine Schmutz- und Schmierinfektion und die orale Aufnahme der Giardien-Zysten aus der Umwelt erfolgen.

 

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So können Sie einer Ansteckung mit Giardien vorbeugen

Wenn sich Ihr Hund mit Giardien angesteckt hat, sollten Sie auf verstärkte Hygienemaßnahmen achten, weil es sonst auch bei einer Behandlung zur erneuten Infektion kommen kann. Dies gilt vor allem für Kinder und immungeschwächte Menschen.

Um einer Ansteckung vorzubeugen, waschen Sie sich nach jedem Streicheln des Hundes gründlich die Hände. Da die Ansteckung mit Giardien durch die orale Aufnahme der Zysten erfolgt, achten Sie besonders vor dem Essen auf das Händewaschen.

Sammeln Sie den Hundekot auf und entsorgen Sie ihn über den Hausmüll. Säubern Sie die Umgebung, in der sich der Hund aufhält, gründlich mit Desinfektionsmitteln. Reinigen Sie dabei vor allem die Schlafplätze und Näpfe des Hundes. Im feuchten Klima fühlen sich Giardien wohl und können noch wochenlang überleben. Trocknen Sie deshalb zum Schluss immer alles gut ab.

Vor allem langhaarige Hunde sollten in der Zeit der Behandlung regelmäßig mit Hundeshampoo gebadet werden. Geeignete medizinische Shampoos sind beim Tierarzt erhältlich. Wenn noch weitere Hunde im Haushalt leben, behandeln Sie diese mit, um eine gegenseitige Ansteckung zu verhindern.

Jetzt folgen:

 

 

Weiterführende Informationen

 

Autor: Klaudia Fernowka, B.A.
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Martin Waitz
Datum: März 2013
Letzte Aktualisierung: Oktober 2016

Quellen:
Kübler, H.: Quickfinder Hundekrankheiten. GU, München 2009

Schnieder, T. (Hrsg.): Veterinärmedizinische Parasitologie. Parey, Stuttgart 2006
Suter, P.F. et al. (Hrsg.): Praktikum der Hundekrankheiten. Parey, Berlin 2006

 

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