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Frage der Woche: Was tun bei einer Analbeutel-Entzündung beim Hund?

Publiziert: Freitag, 15. Februar 2013

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In unserer „Frage der Woche“ gehen wir wöchentlich einer häufig gestellten Frage aus der Sprechstunde nach. Die aktuelle Frage der Woche stammt von unserem User „WilliWuff“:

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Diese Woche informieren wir Sie deshalb darüber, wie eine Analbeutel-Entzündung entsteht und was Sie selbst als Tierhalter dagegen tun können.

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Wie entsteht eine Analbeutel-Entzündung beim Hund?

Eine Analbeutel-Entzündung beim Hund ist eine relativ häufige Erkrankung. Im Afterbereich des Hundes befinden sich paarig angelegte Analbeutel. Die Drüsen produzieren ein Sekret, welches zusammen mit dem Kot des Hundes abgesetzt wird. Es dient dem Hund als Duftmarkierung für seine Artgenossen. Wenn sich die Analbeutel beim Kotabsetzen nicht richtig leeren, kann es zu einer Ansammlung und Verdickung des Sekrets kommen. Die Analbeutel verstopfen sich und eine Analbeutel-Entzündung beim Hund kann entstehen. Kleine Hunderassen, wie der Chihuahua oder Yorkshire Terrier, sind häufiger von einer Analbeutel-Entzündung betroffen.

Wie kann man eine Analbeutel-Entzündung beim Hund erkennen?

Ein typisches Anzeichen für eine Analbeutel-Entzündung beim Hund ist das sogenannte „Schlittenfahren“ des Hundes. Dabei rutscht der Hund mit seinem Hintern über den Boden und versucht so instinktiv die Analbeutel zu leeren. Auch das häufige Belecken des Afterbereichs kann ein Zeichen für eine Analbeutel-Entzündung sein. Der Afterbereich des Hundes ist bei einer Analbeutel-Entzündung gerötet und meist deutlich geschwollen.

Was kann man gegen eine Analbeutel-Entzündung beim Hund tun?

Wenn die Analbeutel beim Hund einmal verstopft sind, können sie meist nur durch ein vorsichtiges Herausmassieren geleert werden. Dies erfolgt in der Regel durch den Tierarzt. Je nach Entzündungsgrad kann es notwendig sein, die Analbeutel zusätzlich mit einer entzündungshemmenden Flüssigkeit zu spülen.

Wenn Ihr Hund ab und zu von verstopften Analbeuteln betroffen ist, können Sie sich das Ausleeren der Analbeutel vom Tierarzt zeigen lassen. Gehen Sie bei der Behandlung aber stets sehr behutsam vor. Das Ausdrücken der Analbeutel ist für den Tierhalter manchmal unangenehm, weil das Sekret stark riecht und es ein wenig dauert, bis der Geruch wieder verfliegt. Benutzen Sie daher neben einem Tuch auch immer Handschuhe, wenn Sie die Analbeutel des Hundes leeren.

Auch eine Ernährungsumstellung kann helfen, eine Analbeutel-Entzündung beim Hund zu vermeiden. Bei zu weichem Kot wird nicht genug Druck auf die Analdrüsen ausgeübt. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann dazu beitragen, den Kot zu festigen und so die Entleerung der Analbeutel zu fördern. Wenn Ihr Hund häufig an verstopften und entzündeten Analbeuteln leidet, kann es sinnvoll sein, die Analdrüsen operativ zu entfernen. Halten Sie in diesem Fall Rücksprache mit Ihrem Tierarzt.

 

 

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Weiterführende Informationen

 

Autor: Klaudia Fernowka, B.A.
Tierärztliche Qualitätssicherung: Dr. med. Martin Waitz
Datum: Februar 2013
Quellen:
Kübler, H.: Quickfinder Hundekrankheiten. GU, München 2009

Suter, P.F. et al.: Praktikum der Hundekrankheiten. Parey, Berlin 2006
Welch Fossum, T.: Chirurgie der Kleintiere. Elsevier, München 2008
Wienrich, V.: Das große Buch der Hundekrankheiten. Müller Rüschlikon, Stuttgart 2008

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