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Die Tiermedizinische Fachangestellte im Profil

Publiziert: Donnerstag, 5. Oktober 2017

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Foto: Pixabay.com

Der Beruf der Tiermedizinischen Fachangestellten (TFA) umfasst ein breites Aufgabengebiet, welches sich vom Empfang der Patienten und Tierhalter über deren Beratung bis hin zur Arbeit im Labor erstreckt. Grundsätzlich sind Tiermedizinische Fachangestellte sowohl für Verwaltungsarbeiten und die Praxisorganisation als auch für die Betreuung von Patienten und die Assistenz bei der Untersuchung und Behandlung von Tieren zuständig. Da etwa 90% der Tiermedizinischen Fachangestellten weiblich sind, wird in dem folgenden Text die weibliche Ansprache verwendet. Übrigens: „Tiermedizinische Fachangestellte“ ist die neue Berufsbezeichnung für „Tierarzthelferinnen“. So gleicht die Arbeit einer Tierarzthelferin der einer Tiermedizinischen Fachangestellten.

Tiermedizinische Fachangestellte ist nicht gleich Tiermedizinische Fachangestellte

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Je nachdem, in welchem Umfeld eine Tiermedizinische Fachangestellte arbeitet, fallen jedoch auch unterschiedliche Aufgaben an: Als Angestellte in einer Kleintierpraxis wird sich der Berufsalltag hauptsächlich in der Praxis abspielen, während man als Tiermedizinische Fachangestellte bei einer Praxis, die sich auf die Behandlung von Pferden oder Rindern spezialisiert hat, häufig unterwegs ist. Hier stellt der Stall gewöhnlich den Behandlungsraum dar. Als Mitarbeiterin in einer Tierklinik fallen zudem Schichtdienst sowie Wochenenddienste an. Tiermedizinische Fachangestellte arbeiten außerdem in veterinärmedizinischen Hochschulinstituten, bei der Bundeswehr oder in Tierparks. Sie setzen sich also nicht zwingend ausschließlich mit Hund, Katze und Maus auseinander, sondern teilweise auch mit Spinnen, Schlangen und Raubkatzen. Stellenangebote hierzu finden Tiermedizinische Fachangestellte zum Beispiel auf dem TFA-Portal (www.tfa-portal.de).

Zwischen Praxis und Berufsschule: Die Ausbildung

Die Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten dauert in der Regel 3 Jahre und findet im dualen System statt. Das bedeutet, dass die Auszubildende hauptsächlich in der tiermedizinischen Praxis arbeitet und an ein bis zwei Tagen in der Woche die Berufsschule besucht. Für diesen Zeitraum wird sie von ihrer Arbeit in der Praxis freigestellt. Man bezeichnet dieses System auch als „betriebliche Ausbildung“. Der Berufsschulunterricht dient der theoretischen Aneignung von Kenntnissen in den Bereichen des Klientenservice, der Praxisprozesse, der Wirtschafts- und Sozialprozesse, der Informatik und der Assistenzleistungen. Das in der Schule Erlernte kann daraufhin im Ausbildungsbetrieb praktisch angewendet werden. Außerdem werden im berufsübergreifenden Bereich unter anderem Fächer wie Englisch, Deutsch/Kommunikation, Politik und Sport angeboten.

Inhalte der Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten

Im ersten Ausbildungsjahr lernt die Auszubildende zunächst alles über Infektionsschutz und Hygiene im Praxisalltag und erhält einen ersten Einblick in die Arbeitsweise im Labor. Außerdem werden Themen rund um das Praxismanagement behandelt – hierzu gehört zum Beispiel das Bearbeiten von Abrechnungen. Dieses Wissen wird im zweiten Ausbildungsjahr vertieft und zusätzlich fallen Aufgaben im Bereich Röntgen und Strahlenschutz sowie der Betreuung von Patienten an. Im dritten Ausbildungsjahr darf die Auszubildende bereits Medikamente aushändigen. Das gesamte Aufgabengebiet der Tiermedizinischen Fachangestellten sollte nun erlernt sein und gefestigt werden. Um nachzuweisen, was in der Lehre alles erlernt wurde, dokumentiert die Auszubildende regelmäßig die Inhalte ihrer Ausbildung in einem Berichtsheft. Dieses ist genauso Voraussetzung für die spätere Ausübung des Berufes der Tiermedizinischen Fachangestellten wie die Abschlussprüfung.

Nur noch ein Schritt bis zur Berufsanerkennung: Die Abschlussprüfung

Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung ist die Teilnahme an der schriftlichen Zwischenprüfung, welche nach eineinhalb Jahren stattfindet. Hier werden alle bis dahin behandelten berufsrelevanten Inhalte der Ausbildung thematisiert. Die Abschlussprüfung selbst setzt sich aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil zusammen. Genau wie in der Zwischenprüfung wird im schriftlichen Teil theoretisches Wissen abgefragt, während im praktischen Teil ein Fachgespräch geführt wird. Hierzu präsentiert die Auszubildende einen typischen praxisbezogenen Arbeitsablauf. In manchen Fällen muss zusätzlich eine mündliche Nachprüfung bestanden werden. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die Note der Abschlussprüfung stark von den sonstigen Leistungen in der Berufsschule abweicht. Um die Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten beginnen zu können, wird gesetzlich kein spezieller Schulabschluss vorausgesetzt – empfohlen wird jedoch mindestens der Abschluss der mittleren Reife (Realschulabschluss). Bei besonders guten schulischen und betrieblichen Leistungen oder wenn die Auszubildende das (Fach-)Abitur vorweisen kann, lässt sich nach Absprache mit dem Ausbilder die Ausbildungszeit auf zweieinhalb oder zwei Jahre verkürzen. Die Abschlussprüfung findet in diesem Fall entsprechend ein halbes oder ein ganzes Jahr früher statt.

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Was verdient eine Tiermedizinische Fachangestellte?

Das Gehalt in diesem Beruf variiert von Praxis zu Praxis stark. Ist es nach dem Gehaltstarifvertrag für Tiermedizinische Fachangestellte und Tierarzthelfer/Innen geregelt, verdient eine Tiermedizinische Fachangestellte…

…in der Ausbildung:

• Im ersten Ausbildungsjahr: 630€ / Monat
• Im zweiten Ausbildungsjahr: 680€ / Monat
• Im dritten Ausbildungsjahr: 730€ / Monat

Jetzt folgen:

… als anerkannte TFA:

• In der Tätigkeitsgruppe I: zwischen 1651€ und 2289,50€
• In der Tätigkeitsgruppe II: zwischen 1816€ – 2518,50€
• In der Tätigkeitsgruppe III: zwischen 1981€ – 2747,50€

Das Gehalt steigt hierbei mit der Anzahl der Berufsjahre. Die Tätigkeitsgruppe I stellt das Grundgehalt dar. Hat eine Tiermedizinische Fachangestellte zusätzlich Fortbildungen im Umfang von 24 Stunden absolviert, zählt sie zu der Tätigkeitsgruppe II. Die Tätigkeitsgruppe III umfasst alle Tiermedizinische Fachangestellten, die zusätzliche Fortbildungen im Umfang von mindestens 96 Stunden absolviert haben. Zusätzlich wird das Gehalt ab dem 15. Jahr der Berufstätigkeit jedes dritte Jahr um 2% erhöht. Tiermedizinische Fachangestellte, die zum Beispiel in einer Tierklinik arbeiten, erhalten bei Nachtschichten einen Gehaltszuschlag.

Weiterbildungen für Tiermedizinische Fachangestellte

Neben zahlreichen Schulungen, die der Tiermedizinischen Fachangestellten zusätzliche Kenntnisse und Fertigkeiten in verschiedenen Bereichen – wie zum Beispiel Notfallmanagement, Kommunikation oder Parasitenschutz – vermitteln, besteht auch die Möglichkeit, eine gesetzlich geregelte Fortbildung mit weiterführender Berufsbezeichnung zu absolvieren. Hierzu gehören zum Beispiel die Weiterbildung zur Fachwirtin für Büro- und Projektorganisation, die Weiterbildung zur Betriebswirtin für Kommunikation und Büromanagement und die Weiterbildung zur Technikerin in der Fachrichtung Biotechnik. Außerdem praktizieren manche Tiermedizinische Fachangestellte nach bestandener schulischer Ausbildung als selbstständige Tierphysiotherapeutinnen. Mit der Allgemeinen Hochschulreife kann außerdem auch nach der Ausbildung noch ein Studium begonnen werden. In erster Linie bietet sich hierbei natürlich das Studium der Tiermedizin an. Doch auch in Studiengängen wie Biologie oder Pharmazie können die in Ausbildung und Berufsalltag erlernten Kenntnisse einer Tiermedizinischen Fachangestellten hilfreich sein. Die Zeit zwischen dem Erhalt der Allgemeinen Hochschulreife und dem Beginn des Studiums wird übrigens als Wartezeit bei der Vergabe von Studienplätzen zugunsten des Bewerbers angerechnet – auch wenn man in der Zeit eine Ausbildung absolviert und bereits in einem Beruf gearbeitet hat.

 

Weitere Informationen

Autor: Maja Wellenberg
Datum: September 2017
Quellen: Verband Medizinischer Fachberufe e.V.: https://www.vmf-online.de/tfa (Stand 09/2017)
Tierärztekammer Nordrhein: http://www.tieraerztekammer-nordrhein.de/tiermedizinische-fachangestellten-tfa/74-hinweise-zur-ausbildung-von-tiermed-fachangestellten (Stand 09/2017)
Barbara-von-Sell-Berufskolleg Köln: https://www.bvs-bk.de/wws/tfa.php (Stand 09/2017)
Ausbildung.de: https://www.ausbildung.de/berufe/tiermedizinische-fachangestellte/gehalt/ (Stand 09/2017)

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