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Die 10 häufigsten Erziehungsfehler beim Hund

Publiziert: Samstag, 22. Dezember 2012

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Zwei Hunde Betteln

Dem Betteln nachzugeben ist ein häufiger Erziehungsfehler beim Hund. Foto: vetproduction

Ihr Hund springt aufs Sofa, obwohl er es nicht darf? Er bettelt ständig am Tisch oder lässt sich während des Spaziergangs von Radfahrern ablenken, anstatt auf Sie zu hören? Dies sind typische Probleme, die durch Fehler in der Erziehung entstehen. Hundeerziehung ist nicht immer leicht – auch wenn wir uns stets bemühen, alles richtig zu machen, bleibt der Traum vom perfekt erzogenen Hund häufig unerfüllt. Wenn sich der Hund falsches Verhalten erst einmal angewöhnt hat, erfordert es viel Training und Geduld, den Erziehungsfehler wieder zu korrigieren. Wir haben die häufigsten Erziehungsfehler beim Hund für Sie zusammengefasst und sagen Ihnen, wie Sie es künftig besser machen können.

 

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Erziehungsfehler 1: Den Hund vermenschlichen

Der Hund ist in den meisten Fällen nicht nur ständiger Begleiter des Menschen, sondern auch ein festes Familienmitglied. Manchmal neigen Hundebesitzer deshalb dazu, den Hund zu vermenschlichen und ihm damit menschliche Handlungsweisen zu unterstellen. Das Tier Hund handelt jedoch selten bewusst gut oder schlecht, sondern geht nur seinen einfachen Bedürfnissen nach. Menschen und Tiere sprechen grundsätzlich eine unterschiedliche Sprache – mit dem richtigen Training können Sie jedoch lernen, Ihren Hund besser zu verstehen.

Erziehungsfehler 2: Inkonsequent sein

Bei der Hundeerziehung ist Konsequenz oberstes Gebot. Regeln, die einmal aufgestellt wurden, müssen eingehalten werden. Auch wenn es manchmal schwer ist, dem Hund etwas auszuschlagen: Bereits eine Ausnahme kann den Hund zum Zweifeln an dem zuvor gelernten bringen. Um Missverständnisse zu vermeiden, zeigen Sie bei der Hundeerziehung Durchhaltevermögen!

Erziehungsfehler 3: Zu wenig Kontakt zu anderen Tieren

Eine mangelnde Sozialisierung des Hundes im Welpenalter führt später oft zu Problemen. Artgenossen oder auch andere Tierarten lösen dann unter Umständen Ängste bei dem Vierbeiner aus. Es ist deshalb besonders wichtig, dass der Hund in der Sozialisierungsphase (im Alter von etwa vier Wochen), mit so vielen Tieren wie möglich zusammengebracht wird. Die positiven Erfahrungen, die der Welpe macht, bleiben meist ein Leben lang erhalten. Haben sich hingegen schlechte Erfahrungen bei älteren Hunden gefestigt, erfordert es ein langes Training, um die Angst vor anderen Tieren wieder zu nehmen.

Erziehungsfehler 4: Falsches Verhalten im Welpenalter tolerieren

Junge Hunde sind noch unerfahren, dennoch darf man den tapsigen Welpen nicht alles erlauben. Die Gewöhnungsphase darf keine Ausrede für falsches Verhalten sein. Auch hier sollten Sie konsequent sein und schnell auf falsches Verhalten reagieren, um spätere Erziehungsfehler zu vermeiden.

Erziehungsfehler 5: Belohnung bei falschem Verhalten

Hundeerziehung funktioniert hauptsächlich über das Belohnen des Hundes. Die Belohnung muss unmittelbar auf das richtige Verhalten folgen, damit der Hund das Geschehene richtig verknüpfen kann. Es kann aber auch passieren, dass man den Hund versehentlich für das falsche Verhalten belohnt. So wird das Anspringen des Hundes oft unbewusst durch Streicheln belohnt. Dies ist im Welpenalter noch niedlich, wird jedoch beim ausgewachsenen Hund problematisch. Achten Sie im Umgang mit dem Hund deshalb immer genau auf Ihre eignen Gesten und die Körpersprache.

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Erziehungsfehler 6: Grob zu dem Hund werden

Generell sollte man den Hund nicht bestrafen, sondern für gutes Verhalten belohnen. Denn der Hund lernt richtiges Verhalten vor allem durch positive Erfahrungen. Mit Gewalt, egal in welcher Form, erreicht man gar nichts. Ein grober Umgang zerstört die Bindung zwischen Mensch und Hund und führt meist zu einer Verschlimmerung der Verhaltensprobleme.

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Erziehungsfehler 7: Den Hund an der Leine ziehen lassen

Das Ziehen an der Leine ist ein altbekanntes Problem unter Hundebesitzern. Leider ist auch dies ein anerzogenes Benehmen. Wenn Sie den Hund an der Leine ziehen lassen, belohnen Sie ihn in seinem Verhalten und signalisieren ihm, dass er so schneller an sein Ziel gelangt. Bleiben Sie stehen oder wechseln Sie die Richtung, wenn der Hund mal wieder in der Leine zieht. Erst wenn keine Spannung mehr auf der Leine ist, gehen Sie weiter. So machen Sie Ihrem Hund deutlich, dass er durch das Ziehen nicht weiterkommt.

Erziehungsfehler 8: Auf Betteln reagieren

Selbst wenn Ihr Hund Sie mit seinem niedlichen Hundeblick überreden will, geben Sie dem Betteln des Hundes am Tisch nicht nach. Es ist leider falsch zu glauben, dass der Hund nach einem kleinen Stückchen Ruhe gibt. Der Hund wird stattdessen versuchen, ein weiteres Stück abzugreifen. Bleiben Sie also auch beim Essen hartnäckig und ignorieren Sie das Betteln des Hundes.

Erziehungsfehler 9: Hund bei der Erziehung überfordern

Fehler gehören beim Lernen immer mit dazu und man kann an ihnen arbeiten. Wenn Sie mit Ihrem Hund jedoch Übungen machen und merken, dass er diese nicht meistern kann, vereinfachen Sie die Übung und versuchen Sie es dann erneut. Lernen Sie mit Ihrem Hund in kleinen Schritten – so gibt es für beide mehr Erfolgserlebnisse.

Erziehungsfehler 10: Hund nicht genug auslasten

Auch die zu geringe Auslastung des Hundes kann eine Ursache für falsches Verhalten sein. Wird der Hund zu wenig beschäftigt, lebt er seinen Jagdtrieb womöglich zu Hause aus oder reagiert unter Umständen sogar aggressiv. Nur Spazierengehen ist häufig zu wenig, laufen und toben Sie daher regelmäßig mit dem Hund. Fordern Sie Ihren Hund auch geistig mit verschiedenen Übungen und Spielen – so können Sie gemeinsam Spaß haben.

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Weiterführende Informationen

 

Autor: Klaudia Fernowka, B.A.
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Martin Waitz
Datum: Dezember 2012
Quellen:
Hegewald-Kawich, Horst: Mein Welpe: Rundum gesund. Gräfe und Unzer, München 2009

Krüger, Anne: Besser kommunizieren mit dem Hund. Gräfe und Unzer, München 2008
Mack, Anja et. al.: Dog-Coaching: Schritt für Schritt zum souveränen Hund. Gräfe und Unzer, München 2011
Schlegl-Kofler, Katharina: Hundeerziehung. Gräfe und Unzer, München 2007
Schlegl-Kofler, Katharina: Mein Hund macht was er will. Gräfe und Unzer, München 2008
Schlegl-Kofler, Katharina: Hundeschule für jeden Tag. Gräfe und Unzer, München 2011

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