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Der richtige Hundesitter – Worauf man bei der Hundebetreuung achten sollte

Publiziert: Dienstag, 25. November 2014

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Frau mit Hund

Auch wenn man gerne die ganze Zeit bei seinem Vierbeiner wäre: Manchmal muss ein Hundesitter aushelfen. Foto: Ingo E. / pixelio.de

Egal, wie gut man seinen Alltag mit Hund organisiert, manchmal muss man eben doch auf Hilfe bei der Hundebetreuung zurückgreifen. Der Hundebesitzer steht dann vor der Frage, wer auf den geliebten Vierbeiner aufpassen soll: Die nette Nachbarin von nebenan oder doch ein Profi-Hundesitter?

 

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Profi oder Privatperson als Hundesitter?

Wer einen Hundesitter sucht, hat grundsätzlich die Wahl zwischen bezahlten Profis oder unbezahlten Freunden, Nachbarn oder Familienmitgliedern. Will man einen professionellen Hundesitter engagieren, gibt es je nach Bedarf unterschiedliche Optionen: Hundehotels und Hundepensionen sind besonders für längere Aufenthalte beliebt, beispielsweise wenn der Hundebesitzer im Urlaub ist. Der Unterbringungsstandard variiert sehr stark, von Zwingerhaltung bis Luxus-Zimmer ist alles möglich. Am besten macht man sich selbst vor Ort ein Bild vom angestrebten Hundehotel.

Hundekindergarten und Hundetagesstätte sind dagegen relativ neue Konzepte, und man findet diese Form der Hundebetreuung vor allem in der Nähe von Großstädten. Hier kann – ähnlich wie in einer Kindertagesstätte – der Hund tagsüber abgegeben und abends wieder abgeholt werden, was besonders für Berufstätige interessant ist. Meist handelt es sich um ein großes Gelände mit Unterständen und Hundehütten auf dem die Hunde frei toben und spielen können. In solch einer rudelähnlichen Gruppenhaltung kann der eigene Vierbeiner Kontakt zu anderen Hunden knüpfen, allerdings ist es daher sehr wichtig, dass der Hund sozialverträglich ist. Listenhunde (häufig auch Kampfhunde genannt) werden unter Umständen nicht in einer solchen Einrichtung aufgenommen.

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Unter Hundesitter versteht man dagegen meist eine Einzelperson, die sich um einen fremden Hund kümmert. Ein Dog-Walker geht typischerweise mit dem Hund Gassi, andere Hundesitter bieten auch eine halb- oder ganztägige Hundebetreuung an, entweder in der eigenen Wohnung oder beim Hundehalter zu Hause. Manche Hundesitter sind sogar bereit, für die Dauer des Urlaubs in die Wohnung des Hundehalters einzuziehen, so dass der Hund in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann.

Es gibt aber auch gute Gründe dafür, Privatpersonen wie Freunde, Nachbarn oder Familienmitglieder als Hundesitter zu verpflichten. Manche Hunde gewöhnen sich nur schwer an neue Menschen, und wenn der Hund sich bei den Großeltern oder der Nachbarstochter wohlfühlt, spricht nichts dagegen, ihn ab und zu dort zu lassen.

 

Woran erkennt man einen guten, professionellen Hundesitter?

Wenn Sie sich für einen professionellen Hundesitter entscheiden, gibt es einige Dinge, auf die Sie achten sollten:

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  • Ist der Hundesitter schon lange im Geschäft und hat womöglich selbst einen Hund?
  • Ein seriöser Hundesitter hat meist nichts dagegen, wenn Sie ihm bei seiner Arbeit über die Schulter schauen und ihn beispielsweise bei einem Spaziergang begleiten. Wenn Sie nicht nur einen Hundesitter zum Gassigehen brauchen, sondern Ihren Hund beim Hundesitter zu Hause abgeben wollen, sehen Sie sich die Örtlichkeiten vorher an.
  • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und achten Sie darauf, ob die Betreuung Ihrem Hund gefällt.
  • Es gibt keine anerkannte Hundesitter-Ausbildung oder einen offiziellen Abschluss in Hundebetreuung. Trotzdem empfiehlt es sich, auf die Qualifikationen des Hundesitters zu achten. Kann der Hundesitter beispielsweise die Teilnahme an Weiterbildungen, Seminaren und Workshops oder gar eine kynologische Ausbildung zum Hundeführer bzw. Hundetrainer nachweisen?

 

Selbst Hundesitter sein – so klappt’s!

Jeder Hundesitter braucht drei Dinge: Liebe zum Hund, Erfahrung mit Hunden und eine große Portion Einfühlungsvermögen für Hund und Besitzer. Stimmen die Voraussetzungen, steht dem Dasein als Hundesitter grundsätzlich nichts im Weg. Allerdings sollte man sich darüber klar werden, ob man das Hundesitting als Freundschaftsdienst erweist oder ob man für die Hundebetreuung entlohnt werden möchte. Versicherungstechnisch bedeutet das nämlich einen großen Unterschied. Es gibt aber in beiden Fällen einige Dinge zu beachten.

Hundebesitzer, Hundesitter und Hund sollten sich kennen und sich sympathisch sein. Es ist wichtig, dass im Vorfeld alle wichtigen Fragen geklärt werden: Was und wie oft wird gefüttert, wann ist es der Hund gewohnt Gassi zu gehen, welche Kommandos beherrscht er, was muss der Hundesitter bezüglich der Pflege beachten und benötigt der Hund eventuell Medikamente? Auch ist es ratsam zu klären, wie man in einem Notfall, beispielsweise bei einer plötzlichen Erkrankung des Hundes, verfahren soll.

Trotz ausreichender Vorbereitung kann es passieren, dass beim Hundesitting Probleme auftreten. Wenn der Hund territoriales Verhalten zeigt und den Hundesitter nicht ins Haus lassen will, hilft ein strategisch eingesetztes Leckerchen. Ist man nämlich erst mal im Territorium, wird der fremde Mensch auch akzeptiert. Nachts kann es vorkommen, dass der Hund im Halbschlaf vergisst, dass der Hundesitter im Haus sein darf. In diesem Fall hilft es, mit dem Hund zu sprechen – Stimme und Geruch helfen dem Hund dann meist schnell auf die Sprünge. Grundsätzlich ist es ratsam, den Schlaf- und Futterplatz des Hundes in Ruhe zu lassen und ihn nicht mit plötzlichen Streicheleinheiten im Schlaf oder beim Fressen zu überraschen. Als Hundesitter ist es aber ebenso wichtig, das eigene Revier konsequent zu verteidigen und klare Regeln durchzusetzen, um die eigene Macht zu demonstrieren.

Beim Spaziergang im Freien gibt es ebenfalls einige Regeln zu beachten. Selbst gehorsame und gut erzogene Hunde sind manchmal Fremden gegenüber etwas schwerhörig. Durch konsequentes Handeln und positive Bestärkung kann man gutes Benehmen fördern. Im Freien ist es sinnvoll, den Hund erst einmal nur an der Leine zu führen – vielerorts herrscht sowieso eine Leinenpflicht. Hunde, die von Fremden geführt werden, neigen dazu, sich aus dem Staub zu machen, daher sollte man anfangs nur im abgezäunten Garten oder der Wohnung mit dem Hund spielen und toben.

 

Lieber auf Nummer sicher gehen: Die richtige Versicherung beim Hundesitting

Zwischenfälle mit dem Vierbeiner können schnell teuer werden: Beißt der Hund beispielsweise zu oder verursacht gar einen Verkehrsunfall, können zusätzlich zu den Arzt- oder Krankenhauskosten auch noch Kosten für Medikamente, Therapiemaßnahmen, Verdienstausfall und Schmerzensgeld fällig werden. Welche Versicherung nötig ist, hängt in erster Linie davon ab, ob ein Profi oder eine Privatperson als Hundesitter tätig ist.

Passt man als Freundschaftsdienst auf einen Hund auf, ist man als Hundesitter normalerweise über die Hunde-Haftpflichtversicherung (=Tierhalter-Haftpflichtversicherung) des Hundehalters mitversichert. Allerdings lohnt es sich, das Kleingedruckte in der Versicherungspolice genau zu lesen und sicher zu gehen, dass die Versicherung auch tatsächlich solche Schäden begleicht, die während der vorübergehenden Betreuung durch andere Personen entstehen. Hat der Hundehalter keine Hunde-Haftpflichtversicherung, zahlt normalerweise die private Haftpflichtversicherung des Hundesitters – auch hier empfiehlt es sich jedoch, die Police genau zu studieren und zu überprüfen, ob das Hüten fremder Hunde tatsächlich mitversichert ist. Die private Haftpflichtversicherung des Hundesitters zahlt allerdings nur Schäden bei Dritten, nicht jedoch, wenn beispielsweise der Hund den Hundesitter selbst beißt. In diesem Fall zahlt die Hunde-Haftpflichtversicherung des Hundehalters – falls er keine besitzt, muss der Hundehalter selbst für den Schaden aufkommen, denn im Gegensatz zu Kleintieren wie Hamstern, Meerschweinchen, Kaninchen und Vögeln sind Hunde nicht in der privaten Haftpflichtversicherung des Hundebesitzers mitversichert. Kommt dagegen während der Betreuung der Hund selbst zu Schaden, greift die private Haftpflichtversicherung des Hundesitters.

Wer sich dagegen den Hundesitter-Dienst bezahlen lässt, für den gelten andere Regeln. Bezahlte Hundesitter sind nämlich nicht über die Hunde-Haftpflichtversicherung des Hundehalters mitversichert und auch die private Haftpflichtversicherung des Hundesitters greift in diesem Fall nicht. Aus diesem Grund brauchen solche Personen eine Betriebshaftpflicht- bzw. Berufshaftpflichtversicherung, beispielsweise in Form einer speziellen Hundesitter-Haftpflichtversicherung. Da diese Versicherungen teuer sein können, versuchen sich manche Hundesitter mittels Haftungsausschlussklauseln im Betreuungsvertrag aus der Affäre zu ziehen. Ein vollständiger Haftungsausschluss ist aber unrechtmäßig. Es ist allerdings zulässig, die Haftung des Hundesitters auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit zu beschränken. Eine Besonderheit sollten Hundesitter beachten, die zum Hundebesitzer nach Hause fahren: Wer auf den Haustürschlüssel der Wohnung aufpassen muss, für den empfiehlt es sich, eine Berufshaftpflicht abzuschließen, die eine Schlüsselschaden-Versicherung beinhaltet.

 

 

Weiterführende Informationen

Autor: Dr. Annukka Aho-Ritter
Datum: November 2014
Quellen:
Ratgeber Zentrale: http://www.ratgeberzentrale.de/geld-und-vorsorge/versicherung-fuer-hundesitter.html

Lindermanns Tierwelt: http://lindermanns-tierwelt.de/?s=Hundesitter
My Social Petwork: http://www.mysocialpetwork.com/hunde-sitting-so-funktioniert-es/

 

 

 

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