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Augen auf beim Kauf von Katzenbabys aus Kleinanzeigen

Publiziert: Freitag, 19. April 2013

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Katze mit Welpen

Beim Kauf eines Katzenbabys sollten Sie auch das Muttertier genau ansehen. Foto: vetproduction

Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Katzenbaby anzuschaffen, hat grundsätzlich mehrere Möglichkeiten: Manchmal hat zufällig eine Katze im Freundes- und Bekanntenkreis einen Wurf, meistens aber beginnt die Suche nach einem Katzenzüchter. Mit nur wenigen Klicks finden sich im Internet unzählige Kleinanzeigen mit niedlichen Katzenbabys, die ein Zuhause suchen, und das häufig zu erstaunlich geringen Preisen. Doch wie seriös sind diese Inserate? Wir erklären, worauf Sie beim Kauf Ihres Katzenbabys achten sollten.

 

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Preisgünstige Katzenbabys kommen selten von seriösen Züchtern

Häufig hört man das Argument, eine Katze brauche doch keinen Stammbaum – schließlich seien Katzenbabys ohne Papiere meist günstiger und genauso liebenswert wie ihre Artgenossen mit Ahnentafel. Im Grunde stimmt das auch. Aber gerade wenn Sie sich eine Rassekatze wünschen, ist es ratsam, sich an einen Katzenzüchter aus einem Verein zu wenden, der nur Katzenbabys mit Papieren verkauft.

Die Katzenzüchter, die einem anerkannten Zuchtverein angeschlossen sind, müssen einige Auflagen erfüllen und sich an Regeln halten – zum Beispiel darf nur mit gesunden Katzen gezüchtet werden, die frei von rassetypischen Erbkrankheiten sind. Die Katzen müssen selbstverständlich geimpft, entwurmt und mit einem Haustier-Chip ausgestattet werden. Sie dürfen erst ab einem Alter von 12 Wochen von ihrer Mutter getrennt werden, was sehr wichtig für ihre Entwicklung ist. Meist ist auch die Anzahl der Würfe pro Muttertier begrenzt, sodass die Katze nicht mehr Nachwuchs bekommt als es physisch und psychisch gut für sie ist. Der höhere Preis für ein Katzenbaby mit Papieren zahlt sich letztlich fast immer aus.

An die Regeln der Zuchtverbände halten sich unseriöse Katzen-„Vermehrer“ nicht. Auch wenn in den Kleinanzeigen meist von einer „Hobbyzucht“ die Rede ist, wird oft gleich an vielen Enden gespart, um die Katzen mit für relativ niedrige Preise lohnend verkaufen zu können. Den Katzenbabys fehlen oft wichtige Impfungen und Wurmkuren. Teilweise geben die Züchter falsche Geburtsdaten an, um die die Katzen jünger verkaufen und schnell den nächsten Wurf „produzieren“ zu können.

 

Katzen nie aus Mitleid kaufen

Katzenbabys sollten Sie demnach am besten nur bei einem seriösen Züchter kaufen. Soll es eine Rassekatze sein, sind Papiere aus einem anerkannten Zuchtverein ein gutes Indiz für einen verantwortungsbewussten Züchter. Selbstverständlich gibt es auch Hobbyzüchter oder Tierliebhaber, die hin und wieder einen Wurf Katzenbabys ohne Papiere aufziehen. Halten Sie dennoch in jedem Fall die Augen offen: Eine saubere Umgebung sowie eine gesunde Katzenmutter sollten genauso selbstverständlich sein wie vitale Katzenbabys, die mit engem Kontakt zu Menschen aufwachsen.

Die Kätzchen sollten glänzende Augen haben, Ohren und Nase sollten sauber und frei von Verkrustungen sein. Katzenbabys sind energiegeladen und aktiv – wenn sie nicht schlafen, tapsen sie neugierig umher. Wirken die Katzen kränklich oder apathisch, sollten Sie skeptisch werden. Das gilt auch, wenn der Züchter mehr als zwei verschiedene Rassen im „Angebot“ hat und seine eigenen Katzen teils nicht so recht zu kennen scheint. Ein guter Züchter kann viel zu seinen Katzen erzählen und wird auch selber einige Frage stellen, um sicherzugehen, dass seine Schützlinge in gute Hände kommen.

Vor allem an der Grenze zu osteuropäischen Ländern sieht man häufig ganz andere Bilder: Katzenbabys werden auf Wochenmärkten, auf Hinterhöfen oder am Straßenrand aus Gitterkäfigen verkauft. Häufig ist das Muttertier gar nicht zu sehen. Diese Kätzchen werden unter ähnlich schlechten Bedingungen geboren wie die sogenannten Wühltischwelpen. Die Katzenbabys sind weder geimpft noch entwurmt, haben verschiedene Krankheiten und wurden meist viel zu jung von ihrer Mutter getrennt. Solche Katzen sollten Sie auf keinen Fall kaufen, auch nicht aus Mitleid – denn für jedes verkaufte Tier werden weitere „nachproduziert“. Wenn Sie einer Katze in Not ein Zuhause geben möchten, wenden Sie sich am besten an einen Tierschutzverein.

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Weiterführende Informationen

 

Autor: Christina Trappe, B.A.
Tierärztliche Qualitätssicherung: Dr. med. vet. Michael Koch
Datum: April 2013
Quellen:
Eilert-Overbeck, Brigitte: Katzen. Gräfe & Unzer Verlag, München 2008

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