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Gemeiner Seidelbast (Daphne mezereum)

 

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Katze

Der Gemeine Seidelbast ist für Katzen und andere Tiere hoch giftig, insbesondere die Rinde und Samen. Foto: vetproduction

Der Gemeine Seidelbast gehört zur Familie der Seidelbast-Gewächse (Thymelaeaceae). Der bis zu 150 Zentimeter hohe Strauch findet sich als Zier- und Wildpflanze in Gärten, Wäldern und an Bachläufen. Die länglichen Blätter haben einen kurzen Stiel und glatte Ränder. Zwischen Februar und April bilden sich vierteilige, röhrenförmige Blüten in rosa oder rot. Die Früchte sind zunächst grün, später rot, oval und etwa erbsengroß.

Der Gemeine Seidelbast ist für Tiere hoch giftig, insbesondere die Rinde und Samen. Für die Giftwirkung sind verschiedene Diterpenester verantwortlich: Die Samen enthalten Mezerein, das örtlich starke Reizungen und auf Schleimhäuten Entzündungen beim Tier hervorrufen kann. Das in der Rinde vorkommende Daphnetoxin kann außerdem Krebs auslösen.

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Eine Vergiftung mit dem Gemeinen Seidelbast äußert sich unter anderem durch Rötungen, Blasenbildung und Schwellungen im Maul, Übelkeit, Erbrechen und Schluckbeschwerden. Außerdem können blutiger Durchfall und Harn, Schockzustände oder Kreislaufkollaps auftreten. Hat Ihr Tier an einem Gemeinen Seidelbast geknabbert, müssen Sie umgehend zum Tierarzt!

 

 

Weiterführende Informationen

Autor: M. Sc. Nadja Graßmeier, Ernährungswissenschaftlerin
Tierärztliche Qualitätssicherung: Dr. med. vet. Michael Koch
Datum: Januar 2011
Quellen:
Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie Universität Zürich: www.vetpharm.uzh.ch (Abruf: Januar 2011)
Naef, C.: Merkblatt Giftpflanzen. Schweizer Hundemagazin 3/2003
Universitätsklinikum Bonn, Informationszentrale gegen Vergiftungen: www.meb.uni-bonn.de (Abruf: Januar 2011)

 

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